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2015 verabschiedete Werder Bremen um Manager Thomas Eichin (l.) und Präsident Hubertus Hess-Grunewald Stürmer Davie Selke, der zu RB Leipzig wechselte.

Transfer 2015 war finanziell ein Muss!

Werder-Pfiffe gegen Davie Selke: Frank Baumann muss da etwas erklären

Bremen – Davie Selke und die Fans des SV Werder Bremen – es ist nicht unbedingt eine Liebesbeziehung. Der Stürmer wurde in der Vergangenheit als Gast im Weserstadion sogar ausgepfiffen.

Nicht wenige Anhänger nehmen ihm immer noch übel, dass er Werder Bremen 2015 nach zweieinhalb Jahren verlassen hat und zum damaligen Zweitligisten RB Leipzig gewechselt ist. Nach der Rückholaktion des 25-Jährigen, der von Hertha BSC ausgeliehen wurde, sah sich Sportchef Frank Baumann genötigt, ein offensichtliches Missverständnis aufzuklären und Davie Selke damit zu schützen.

Werder Bremen musste Davie Selke 2015 verkaufen

„Ich glaube, da muss man mal einiges klarstellen“, sagte Baumann und blickte auf den Winter 2015 zurück: „Davie wollte den Verein damals nicht verlassen, sondern es war ein Notverkauf. Werder brauchte in der Phase Geld, um Lizenzierungsauflagen zu erfüllen und die Liquidität zu sichern. Es gab damals im Kader nicht so viele für den Markt attraktive Spieler. Da hat man Davie bewusst ins Schaufenster gestellt, um Geld einzunehmen.“

Mit ähnlichen Worten hatte auch der damalige Sportchef Thomas Eichin den Transfer verteidigt. Die Leipziger waren bereit, schon Anfang des Jahres einen Teil der Ablösesumme von acht Millionen Euro nach Bremen zu überweisen, obwohl der Spieler erst im Sommer kommen sollte. Und hätte Davie Selke im Sommer zuvor nicht seinen Vertrag vorzeitig verlängert, wäre er sogar ablösefrei zu haben gewesen.

Davie Selke begeistert von Werder Bremen

Doch viele Fans wollten das alles nicht hören, sie sahen in Selke lieber einen jungen Profi, der nach wenigen Bundesliga-Spielen nur noch an das schnelle Geld dachte. Und da passte RB Leipzig, als finanzstarker Kunst-Club natürlich bestens als zusätzliches Feindbild.

„Wer Davie in den letzten Jahren gehört hat, der weiß, dass er Werder extrem dankbar ist. Er war in den letzten Jahren immer begeistert, wie der Verein gelebt wird, gerade von den Fans“, betonte Baumann, der Selke jetzt wieder zu Werder Bremen holte, und versprach: „Seine Spielweise wird gut ankommen. Er gibt immer alles, haut sich rein, ist brutal engagiert und möchte Tore machen.“ (kni)

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