+
Gegen den FC Augsburg feierte Davie Selke sein Debüt für den SV Werder Bremen. Gegen seinen alten Verein, Hertha BSC, darf der Neuzugang nicht antreten.

Vertragsklausel beim Neuzugang aus Berlin

Werder bestätigt: Davie Selke darf gegen Hertha BSC nicht spielen

Bremen/Berlin – Die Ausleihe von Davie Selke zum SV Werder Bremen hat einen faden Beigeschmack: Der Angreifer darf am 7. März im Bundesliga-Duell mit Hertha BSC nicht auflaufen.

Auf diese Forderung musste sich der SV Werder Bremen einlassen, um den Wintertransfer hinzubekommen. Einen entsprechenden Bericht des „kicker“ hat Sportchef Frank Baumann auf Nachfrage der DeichStube bestätigt: „Die Klausel war eine von Hertha BSC gestellte Bedingung, ohne die der Transfer nicht zustande gekommen wäre.“

Werder Bremen: Vertragsklauseln hoch umstritten

Beim Leihgeschäft von Kevin Vogt war es noch anders gewesen. Der Abwehrspieler durfte im Januar nur wenige Tage nach seinem Wechsel von 1899 Hoffenheim an die Weser gegen seinen Ex-Verein auflaufen, konnte die 0:3-Pleite aber nicht verhindern. Klauseln wie nun im Fall Selke sind in der Bundesliga höchst umstritten, sie werden aber immer mal wieder ausgehandelt. So durfte Freiburgs Vincenzo Grifo in der Hinrunde nicht gegen seinen Ex-Club Hoffenheim auflaufen.

Werder Bremen: Für Davie Selke lagen Angebote aus England vor

Im Fall Selke ist das für Werder besonders ärgerlich. Die Bremer hatten den Mittelstürmer erst am letzten Tag der Transferperiode verpflichten können, da waren schon zwei Rückrunden-Spieltage vorbei. Nun fehlt der Angreifer eine weitere Partie, dabei wird er im Abstiegskampf dringend gebraucht. Aber die Berliner wollten die Klausel unbedingt haben, hätten sonst einem Wechsel des 25-Jährigen nicht zugestimmt. 

Für Selke lagen auch Angebote aus England vor, die für die Hertha angeblich finanziell interessanter gewesen wären. Der 25-Jährige wollte aber unbedingt zurück zu Werder, wo er schon von 2013 bis 2015 gespielt hat. Selke ist bis Sommer 2021 ausgeliehen, dann besteht für Werder eine Kaufverpflichtung mit einer geschätzten Mindest-Ablösesumme von zehn Millionen Euro. (kni)

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare