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Der Sportchef des SV Werder Bremen, Frank Baumann, hat am letzten Tag der Winter-Transferperiode Davie Selke an die Weser holen können.

Winter-Transfers beim SV 

Kommentar zu Werders Deadline Day: Minimaler Einsatz, maximaler Ertrag

Ein Kommentar von Björn Knips. Soll noch mal einer behaupten, der SV Werder Bremen und speziell Frank Baumann hätten keinen Mut oder sie würden das Risiko scheuen. Mitnichten!

Der Sportchef beherrscht das Pokerspiel bei Transfers am Ende einer Wechselperiode wie kaum ein anderer. Er wartet so lange, bis er die Verstärkung bekommt, die er sich wünscht. Dabei geht er stets das Risiko ein, mit leeren Händen dazustehen. Doch Baumanns Plan ging auch in diesem Winter auf – diesmal zauberte er Davie Selke aus dem Hut. Den passenden Eins-zu-Eins-Ersatz für den verletzten Niclas Füllkrug. Mit diesem echten Mittelstürmer kann Florian Kohfeldt sein Team wieder so spielen lassen, wie er es im Sommer als nächsten Entwicklungsschritt vorgesehen hatte. Jetzt kann Werder vorne endlich wieder torgefährlich werden und sich so aus dem Tabellenkeller befreien.

Werder Bremen: Verpflichtung von Davie Selke nicht ohne Risiko

Aber ganz ohne Risiko ist auch Selkes Verpflichtung nicht. Der 25-Jährige hat zwar seine Klasse in der Bundesliga schon gezeigt, aber selten dauerhaft. Zuletzt enttäuschte er in Berlin, geriet deshalb aufs Abstellgleis. Mit Kohfeldts Offensivfußball will er zurück in die Erfolgsspur finden – und Werder Bremen natürlich auch.

Dass der Club dafür schon Geld verplant, dass noch gar nicht eingenommen ist, gehört ebenfalls in die Kategorie „Riskant“. Es könnte den Bremern in eineinhalb Jahren durchaus wehtun, zehn Millionen Euro nach Berlin überweisen zu müssen für einen Davie Selke, der vielleicht gar nicht funktioniert hat.

Andererseits: Eine bessere Lösung ist nicht erkennbar. Für zunächst minimalen finanziellen Einsatz gab es maximalen sportlichen Ertrag. Denn nach der Ausleihe von Kevin Vogt hat es Baumann erneut geschafft, das Team ohne große Ausgaben gezielt zu verstärken. Das macht Mut im Abstiegskampf. (kni)

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