Davy Klaassen spielt im orangenen Dress der niederländischen Nationalmannschaft einen Pass gegen Frankreich.
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Davy Klaassen, Vize-Kapitän des SV Werder Bremen, wird im Oktober kein überraschendes Comeback in der niederländischen Nationalmannschaft feiern. Er wurde aus dem endgültigen „Oranje“-Aufgebot gestrichen.

Vorerst kein Comeback bei Oranje

Neuer Trainer Frank de Boer streicht Werder-Profi Davy Klaassen aus Niederlande-Kader

Amsterdam - Der neue niederländische Fußball-Nationaltrainer Frank de Boer hat die beiden Bundesliga-Profis Davy Klaassen vom SV Werder Bremen und Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg aus dem Kader für die nächsten drei Länderspiele gestrichen.

Stürmer Weghorst und Mittelfeldspieler Klaassen waren von Interimscoach Dwight Lodeweges noch im September in einen vorläufigen 38-köpfigen Kader für die Spiele gegen Mexiko (7. Oktober), Bosnien-Herzegowina (11. Oktober) und Italien (14. Oktober) berufen worden. Bei der Benennung des endgültigen auf 25 Spieler reduzierten Aufgebots verzichtete der in der Zwischenzeit als neuer Bondscoach vorgestellte de Boer am Freitag jedoch auf die beiden.

Der frühere Weltklasse-Verteidiger von Ajax Amsterdam, das aktuell um die Dienste von Davy Klaassen wirbt, war am 23. September als Nachfolger von Ronald Koeman verpflichtet worden. Der bisherige Nationaltrainer wechselte zum FC Barcelona. Für den 27-jährigen Vize-Kapitän des SV Werder Bremen heißt es somit weiter aufs Elftal-Comeback warten. Letztmals war Klaassen 2017 für sein Heimatland am Ball. (dpa/mwi)

 

Zur letzten Meldung vom 21. September 2020:

Überraschung für Davy Klaassen: Holland holt den Werder Bremen-Profi zurück in den Kader

Bremen – Für Davy Klaassen verlief der Saisonstart in der Bundesliga mit dem SV Werder Bremen bei der 1:4-Heimpleite gegen Hertha BSC überaus enttäuschend, in der niederländischen Nationalmannschaft könnte es dagegen zu einem ziemlich überraschenden Comeback des Mittelfeldstrategen kommen.

Denn der 27-jährige Vize-Kapitän des SV Werder Bremen steht im vorläufigen, allerdings auch 38-köpfigen Aufgebot der „Elftal“ für das Freundschaftsspiel gegen Mexiko (7. Oktober) sowie die Nations-League-Spiele gegen Bosnien (11. Oktober) und in Italien (14. Oktober).

Zwar heißt das noch nicht, dass es letztendlich auch zu einer Nominierung Klaassens kommen wird, aber es zeigt zumindest: Unter Interims-Bondscoach Dwight Lodeweges (62) ist der bisherige 16-fache Nationalspieler (vier Tore) grundsätzlich wieder ein Kandidat für die Landesauswahl. Nach dem Abgang von Ex-Bondscoach Ronald Koeman zum FC Barcelona fahndet der niederländische Fußballverband „KNVB“ aktuell fieberhaft nach einem neuen Trainer. Heißester Kandidat ist laut Verbandsdirektor Eric Gudde der frühere Nationalspieler Frank de Boer. Dieser solle nach Möglichkeit schon in den drei bevorstehenden Spielen im Oktober auf der Bank sitzen - und dürfte sich von möglichst vielen verschiedenen Spielern persönlich ein Bild machen wollen. Positiv für Davy Klaassen: Gemeinsam mit Coach de Boer hatte der Mittelfeldspieler bei Ajax seine erfolgreichste Zeit als Profi erlebt. Beide arbeiteten vier Jahre lang zusammen, holten drei Meisterschaften und schätzen sich sehr.

Auch wegen der möglichen Einstellung eines neuen Bondscoaches könnte die Kadergröße so groß gewählt sein. Zudem werden in der Coronapandemie die Kader der Nationalmannschaften gerne mit mehr Personal besetzt, auch weil in der nächsten Länderspielpause gleich drei Partien innerhalb einer Woche anstehen. Da dürfte ordentlich durchgewechselt werden. Und das ist Davy Klaassens Chance, der in diesem Sommer eigentlich kaum auf sich aufmerksam machen konnte. In der Vorbereitung fiel er wegen einer Knieverletzung einige Wochen aus, kam im Pokal in Jena erst nach der Pause zum Einsatz, zeigte dabei aber eine starke Leistung. Beim Bundesliga-Auftakt gegen die Hertha konnte der Vize-Kapitän dann nicht die gewünschten Akzente setzen und ging gemeinsam mit seinem Team unter.

Werder Bremen: Letztes Länderspiel im Oktober 2017 - feiert Davy Klaassen sein Comeback für „Oranje“?

Das passte zu Davy Klaassens Leistungen in weiten Teilen der vergangenen Saison, erst im letzten Drittel war der Niederländer der erhoffte Führungsspieler beim SV Werder Bremen. Wahrscheinlich hatte er auch deshalb in der „Elftal“ in der Vergangenheit überhaupt keine Rolle mehr gespielt. Von Ronald Koeman, der inzwischen als Coach des FC Barcelona arbeitet, wurde er nicht berücksichtigt.

Sechseinhalb Jahre ist es inzwischen her, dass der damals 21-jährige Davy Klaassen für „Oranje“ debütierte. Der damalige Bondscoach Louis van Gaal machte ihn zum Nationalspieler. Dem Debüt gegen Frankreich (0:2) folgte ein Jahr Leerlauf, bei der WM 2014 – die Niederlande belegten Platz drei – zählte Klaassen nicht zum Aufgebot. Später wurde er zwar nominiert, aber nicht eingesetzt. Erst im Frühjahr 2015 spielte er wieder, wurde jedoch immer wieder von Verletzungen ausgebremst. Die meisten seiner 16 Länderspiele absolvierte Klaassen in der Qualifikationsrunde zur WM 2018. Die Niederlande scheiterte – und mit ihr auch der jetzige Bremer. Nach Abschluss der Qualifikation im Oktober 2017 wurde Klaassen nicht mehr zur Nationalmannschaft eingeladen. Letztmals spielte er unter Koemans Vorgänger Dick Advocaat. (mwi)

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