Davy Klaassen trumpfte mit zwei Toren beim Sieg des SV Werder Bremen gegen den SC Paderborn groß auf.
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Davy Klaassen trumpfte mit zwei Toren beim Sieg des SV Werder Bremen gegen den SC Paderborn groß auf.

Klaassen glänzt gegen den SC Paderborn

Davy Klaassen holt Werder Bremen aus der Depression - ein Extralob vom Trainer bekommt er dafür nicht

Paderborn – Zwei Tore geschossen, ein weiteres eingeleitet – wer, wenn nicht Davy Klaassen hätte bei Werder Bremen am Samstagnachmittag in Paderborn ein Sonderlob verdient gehabt?

Doch Davy Klaassen bekam es nicht – jedenfalls nicht von Florian Kohfeldt. „Davy braucht kein Extralob“, sagte der Trainer des SV Werder Bremen nach dem 5:1-Erfolg beim Liga-Schlusslicht: „Das ist das, was er für das Team tut.“

Natürlich grinste Kohfeldt dabei, natürlich wusste er, dass Klaassen einen sehr großen Anteil an dem wichtigen Sieg hatte, der zugleich der höchste der Bremer Saison war. Wie groß dieser Anteil war, beschrieb Sky-Experte Dietmar Hamann in seiner Analyse: „Werder verschießt den Elfmeter, danach kann eine Mannschaft schon mal in ein Loch fallen. Aber dann kommt Klaassen und macht das 1:0.“ Nur Momente lagen zwischen den beiden Ereignissen. Hieß also: Führungsjubel statt Depri-Loch. Dank Davy Klaassen.

Werder Bremen: Davy Klaassen stellt Weichen auf Sieg gegen SC Paderborn

Dafür bekam der Mittelfeldmann, der alle seine nun sechs Saisontore auswärts erzielt hat, mit etwas Verspätung dann auch die Anerkennung des Trainers („Natürlich ist da auch Freude über seine zwei Tore“), aber er wollte den Doppeltorschützen eben nicht über andere stellen. Nicht über Yuya Osako und Josh Sargent, die beiden Angreifer. Nicht über den Mittelfeldkollegen Maximilian Eggestein. Sie alle nannte Kohfeldt „überragend“ - weil sie viel in Spitze und Mittelfeld gearbeitet hatten.

Was natürlich auch für Klaassen galt, dessen Kopfball zum 1:0 einfach nur klasse war und dessen mutiger Abschluss zum 3:0 die Weichen klar auf Sieg für Werder Bremen gestellt hatte. „Das 5:1 ist ein super Ergebnis für uns. Wir freuen uns enorm, dass es so gelaufen ist“, sagte Klaassen, der seine Tore selbst auch nicht herausstellen wollte.

Werder Bremen: Davy Klaassen will gegen FC Bayern München erstes Heimtor schießen

Dass das Offensivtraining der vergangenen Tage gefruchtet habe, sei wichtig gewesen – nicht, wer die Treffer erzielt hat: „Wir haben viel an unseren Aktionen nach vorne gearbeitet, das hat sich ausgezahlt.“ Typische Fußballer-Aussagen einerseits, andererseits aber auch ein Zeichen für Klaassens Fähigkeit, sich vor allem in den Dienst der Mannschaft zu stellen.

Das macht er immer, aber selten ist er damit so auffallend erfolgreich wie in Paderborn. Am Dienstag, wenn der FC Bayern ins Weserstadion kommt, würde er am liebsten nachlegen – mit seinem ersten Heimtor der Saison. „Ich werde es versuchen“, grinste Davy Klaassen. Vor allem wird er aber mit seinen anderen Qualitäten Werder Bremen helfen, gegen den designierten Meister nicht unterzugehen. Klaassen: „Wir werden dagegenhalten, und vielleicht können wir dann etwas mitnehmen aus dem Spiel.“ (csa)

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