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Davy Klaassen und Leonardo Bittencourt zählten beim SV Werder Bremen noch zu den auffälligeren Akteuren der Hinrunde 2019/20.

Statistik-Rückblick 2019/20

Kilometerfresser Klaassen, Alu-König Bittencourt - grün-weißes Zahlenwerk der Hinrunde, Teil 1

Bremen - Davy Klaassen ist nicht nur der Dauerläufer im Team, sondern gemeinsam mit Jiri Pavlenka auch der absolute Dauerbrenner, und Werder frisst einfach immer ein Gegentor in der Bundesliga. Nach 17 Spielen steht eine Hinrunde von Werder Bremen, die reichlich Zahlenwerk hervorgebracht hat.

0 - Als einziges Team der 18 Bundesliga-Clubs kassierte Werder Bremen in allen 17 Hinrundenspielen immer ein Gegentor. Doch damit nicht genug: Dieses „Kunststück“ gelang sonst keiner einzigen Mannschaft in Europas Top-Fünf-Ligen (Deutschland, England, Spanien, Italien, Frankreich). Auch im letzten Auftritt vor der kurzen Winterpause schafften es die Grün-Weißen trotz einer Mauertaktik beim 1. FC Köln nicht, den Laden hinten dicht zu halten. (Quelle: kicker.de)

0,82 - Mickrige 14 Punkte aus 17 Bundesliga-Spielen haben die Bremer Eichhörnchen in der ersten Halbserie der Saison 2019/20 gesammelt - oder anders: 0,82 Punkte pro Partie. Das ist die Bilanz eines Absteigers und bedeutet Platz 17 in der Tabelle. (Quelle: transfermarkt.de)

Werder Bremen: Davy Klaassen zählt zu den laufstärksten Bundesliga-Profis

1 Dauerläufer - Der SV Werder zählt in der Hinrunde 2019/2020 zu den laufstärksten Teams der Liga und hat daher auch einen Dauerläufer par excellence in seinen Reihen. Laut der Daten von „bundesliga.com“ ist Davy Klaassen insgesamt 201,9 Kilometer gelaufen (11,88 km pro 90 Minuten). Damit belegt der Niederlänger in der Kategorie „Laufdistanz“ ligaweit sogar den zweiten Rang und wird nur vom Münchener Joshua Kimmich (208,8 km) verdrängt. Den Sprung in die Top 10 der Bundesliga hat Maxi Eggestein knapp verpasst: Er spulte 184,7 Kilometer ab (11,74 km pro 90 Minuten) und landet damit auf Rang 11.

Insgesamt haben die Bremer in der Hinrunde eine Distanz von 1988 Kilometern zurückgelegt, damit belegen sie den vierten Platz in der Bundesliga. Nur Leipzig (2004 km), Union Berlin (2009), Leverkusen (2031 km) und Paderborn (2034 km) waren noch fleißiger unterwegs. (Quelle bundesliga.de)

Nuri Sahin erhielt beim Sieg des SV Werder Bremen gegen Union Berlin spät einen umstrittenen Platzverweis.

2 Platzverweise - Wie schon in der Vorsaison 2019/20 kassierte Werder zur Halbzeit der aktuellen Serie bereits zwei Platzverweise. Johannes Eggestein sah am 2. Spieltag gegen 1899 Hoffenheim die Ampelkarte für zwei plumpe taktische Fouls. Auch Routinier Nuri Sahin sah am 4. Spieltag beim Sieg gegen Union Berlin die Ampelkarte: Kurioserweise weil er einen Freistoß schnell ausführte.

Damit liegen die Bremer in der unrühmlichen Kategorie Platzverweise im oberen Mittelfeld der Bundesliga. Nur die Spieler von Köln, Frankfurt, Union (je dreimal) und Leverkusen (fünfmal) sind in dieser Saison noch häufiger frühzeitig vom Schiedsrichter zum Duschen geschickt worden. (Quelle: transfermarkt.de)

41 Gegentore: Werder Bremen ist die Schießbude der Bundesliga

2 Eigentore - Zwei Eigentore produzierten die Bremer in dieser verflixten Hinserie: Neuzugang und Pechvogel vom Dienst Ömer Toprak, war der erste Werderaner, dem dieses Missgeschick unterlief: Am 9. Spieltag beförderte er den Ball beim 2:2 gegen seinen Ex-Club Bayer Leverkusen zum 0:1 ins eigene Gehäuse. Am 16. Spieltag unterlief auch Werder-Keeper Jiri Pavlenka ein Eigentor bei Werders 0:5-Heimblamage gegen Mainz 05. Milos Veljkovic hatte zuvor einen Querschläger produziert, der vom Innenpfosten des Bremer Gehäuses an den Rücken des machtlosen Keepers sprang und von dort ins Tor kullerte. (Quelle: deichstube.de)

2,4 Gegentore pro Spiel - Was für ein gruseliger Wert! Werder ist die absolute Schießbude der Liga und hat in seiner Bundesliga-Geschichte nach 17 absolvierten Spielen noch nie so viele Gegentore (41) hinnehmen müssen. 

Milot Rashica löste zuletzt Davy Klaassen als Elfmeterschützen beim SV Werder Bremen ab - mit Erfolg.

5 Elfmeter - Das ist Ligaspitze! Gemeinsam mit Union Berlin, RB Leipzig und dem SC Freiburg hat Werder Bremen in der laufenden Saison fünf Elfmeter zugesprochen bekommen. Kleines Manko: Nur drei der fünf Strafstöße wurden auch verwandelt - zweimal traf Milot Rashica, einmal war Davy Klaassen erfolgreich. Die beiden Fehlversuche gehen allerdings ebenfalls auf die Kappe von Davy Klaassen. Übrigens: RB Leipzig verwandelte alle fünf Versuche.  Freiburg und Union waren je viermal erfolgreich.

7 Alu-Treffer - Zur Wahrheit der schwachen Werder-Hinrunde zählt neben dem Verletzungspech auch eine Art „Aluminium-Seuche“: Gleich sieben Mal scheiterten die Bremer am Gebälk. Das bedeutet Platz drei in der Bundesliga - nur Schalke 04 (achtmal) und der FC Bayern (zwölfmal) trafen häufiger Pfosten oder Latte. Interner Spitzenreiter ist Leonardo Bittencourt, der gleich dreimal scheiterte.

Werder Bremen: Bundesliga-Spitzenreiter bei Standard-Gegentoren

10 Scorerpunkte - Milot Rashica war der einzige Feldspieler des SV Werder Bremen, der fast über die gesamte Hinrunde konstant gute Leistungen gebracht hat – das spiegelt sich auch in seiner persönlichen Statistik wider: sieben Tore und drei Vorlagen stehen da nämlich inzwischen zu Buche. Damit ist er mal wieder der Topscorer im Bremer Kader - und sogar besser als Vorgänger Max Kruse, der die Bremer Scorer-Liste in der letzten Saison mit acht Punkten anführte. (Quelle: transfermarkt.de)

11 Standard-Gegentore - Die eklatante Schwäche bei gegnerischen Standardsituationen war lange eines der zentralen Themen beim SV Werder Bremen. Die Grün-Weißen hatten zu Saisonbeginn ausgrechnet für die ruhenden Bälle Co-Trainer Ilia Gruev an die Weser gelotst. Angesichts der generellen Gegentorflut in den letzten Wochen (13 Treffer in den letzten vier Hinrunden-Spielen) hat das Thema zuletzt zumindest ein wenig an Fahrt verloren - zumal auch nur eines der 13 letzten Gegentreffer aus einer Standardsituation resultierte (das zwischenzeitliche 0:4 gegen Mainz 05). Trotzdem ist Werder trauriger „Spitzenreiter“ in der Kategorie Standard-Gegentore. (Quelle: DeichStube.de)

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