„Schlitzohr“ Davy Klaassen verletzte sich im Liga-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf.
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„Schlitzohr“ Davy Klaassen verletzte sich im Liga-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf.

Mittelfeld-Motor wieder einsatzfähig

Klaassens Crash: Erst der Donner, dann die Blitze

Bremen – Die Folgen des Zusammenpralls sind nur noch optischer Natur. Das rechte Ohr von Davy Klaassen ist zusammengeflickt, Nähte halten zusammen, was zusammen gehört. „Die Wunde tut auch noch weh“, sagt der Niederländer am Dienstagmittag in einer Medienrunde, aber ansonsten „geht es mir gut.“

Der Crash mit Aymen Barkok beim 1:4 bei Fortuna Düsseldorf ist für ihn also einigermaßen glimpflich ausgegangen. Ob sein halber K.o. jedoch eine Ursache für die am Ende klare Niederlage des SV Werder war, darüber streitet Klaassen auch drei Tage nach dem Spiel gewissermaßen noch mit sich selbst.

Als er nach mehrminütiger Behandlung und mit frisch genähtem Ohr auf den Platz zurückkehrte, verlor er prompt den Ball – der Konter führte zum vorentscheidenden 3:1 für Düsseldorf durch Rouwen Hennings. Die Schlussfolgerung, Klaassen hätte sich besser vor dieser Szene, statt danach auswechseln lassen, will der 26-Jährige so aber nicht stehen lassen.

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Klaassen: „Der Ballverlust hatte nichts mit dem Zusammenprall zu tun“

„Ich bin von der Bank aufgestanden und fühlte mich echt gut in dem Moment. Der Ballverlust hatte nichts mit dem Zusammenprall zu tun“, sagt der Mittelfeldspieler, fügt aber auch an: „Jedenfalls nicht, dass ich es wüsste. Es ist wirklich schwer zu sagen, ob mein Ballverlust Folge des Zusammenpralls war.“

War er benommen, war er nicht voll da? Einerseits habe er Fehler wie diesen einen auch schon in anderen Situationen gemacht, meinte Klaassen. Dafür braucht es folglich nicht zwingend einen Kopf-an-Kopf-Crash. Andererseits: „Ich habe nach dem Gegentor nach oben geschaut und habe Blitze gesehen. Da habe ich gesagt, ich gehe besser raus“, so Klaassen.

Nach 20 Minuten in der Kabine sei aber alles wieder völlig normal gewesen. Keine Blitze mehr, kein Brummschädel, nur das kaputte Ohr eben. „Ich wusste: Eine Gehirnerschütterung ist das nicht. Ich hatte schon mal eine, das hat sich anders angefühlt“, meint Klaassen, für den die Ereignisse in Düsseldorf mit dem Training am Dienstagnachmittag – an dem er planmäßig teilnehmen will – dann auch abgeschlossen sind. Borussia Dortmund, der Gegner am kommenden Samstag, zählt jetzt. Und nur der.

Klaassen glaubt dann an ein „geiles Spiel“. Weil: Für Dortmund geht es um die Meisterschaft, für Werder darum, die Mini-Chance auf ein Europa-League-Ticket zu wahren. Beste Voraussetzungen für einen Kampf auf Biegen und Brechen – sofern Werder nach den Rückschlägen der vergangenen Tage dazu noch in der Lage ist. Klaassen glaubt fest daran: „Die letzte Woche war körperlich und mental eine schwere Woche. Aber wir hatten am Sonntag und Montag zwei Tage frei, das war enorm wichtig, die Köpfe sind wieder frisch. Jetzt haben wir sehr viel Bock, am Samstag zu spielen.“

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