Davy Klaassen auf dem Weg zum Training des SV Werder Bremen
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Davy Klaassen will von Werder Bremen zu Ajax Amsterdam wechseln, aber die Transfer-Verhandlungen ziehen sich noch.

Werder bestätigt Verhandlungen

Werder pokert mit Ajax: Klaassen-Erhalt unwahrscheinlich

Bremen – Als Davy Klaassen am Donnerstagmittag aus Richtung Geschäftsstelle des SV Werder Bremen kommend in Richtung Teamkabine ging, traf ihn die Frage eines Fans von der Seite: „Bleibst du, oder gehst du?“

Die Antwort wird für den Fan ebensowenig befriedigend gewesen sein wie für Davy Klaassen selbst. „Ich weiß es nicht“, sagte der Niederländer – und das entsprach wohl der Wahrheit. Über die Zukunft des 27-Jährigen wird gerade zwischen dem SV Werder Bremen und Ajax Amsterdam verhandelt. Bremens Sportchef Frank Baumann bestätigte am Donnerstag offiziell den Wechselwunsch des Spielers sowie die Gespräche zwischen den Clubs, deutete aber auch an, dass die finanzielle Kluft noch groß ist. Deshalb sei es auch ziemlich sicher, dass Klaassen am Samstag im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld für Werder auflaufen wird. Vermutlich aber zum letzten Mal.

Werder Bremen-Transfers: Davy Klaassen will zu Ajax Amsterdam - und Werder braucht das Geld

„Ich glaube nicht, dass sich das in den nächsten ein, zwei Tagen auflösen lässt“, sagte Baumann über den Knoten, der sich während der bisherigen Ablöseverhandlungen gebildet hat. Dem Vernehmen orientiert sich Werders Forderung an den einst für Klaassen gezahlten 13,5 Millionen Euro, das Ajax-Angebot liegt aber unterhalb der Zehn-Millionen-Schwelle. So lange sich die Niederländer nicht den Bremer Forderungen beugen werden, bleibt Davy Klaassen eben bei Werder. So jedenfalls sieht es Baumann und erklärte: „Wir werden Davy nicht so einfach gehen lassen. Nur wenn unsere Vorstellungen erfüllt werden, sind wir bereit, etwas zu machen. Er wird also spielen am Samstag – und vielleicht auch über den 5. Oktober hinaus.“

Wie ernst solche Halbsätze wie der letzte noch zu nehmen sind, bleibt mal dahingestellt. Denn die Gesamtgemengelage gestaltet sich so, dass am Ende eigentlich nur ein Transfer dabei herauskommen kann. Ajax will Klaassen, Klaassen will zu Ajax, und Werder Bremen braucht dringend Geld, um die Mindereinnahmen der vergangenen und kommenden Monate abfedern zu können. Ein Teil der Ablöse soll genau dafür eingesetzt werden, „ein Teil kann aber auch reinvestiert werden“, bestätigte Baumann, nahm aber keine Gewichtung vor: „Wenn wir Davy verkaufen sollten, würden wir noch sehr gerne einen Mittelfeldspieler dazunehmen.“

Werder Bremen: Bei Davy Klaassen-Wechsel soll ein neuer Mittelfeldspieler kommen

Was auch dringend nötig ist. Denn Davy Klaassen ziehen zu lassen und im Mittelfeld nichts mehr zu tun, käme einem sportlichen Selbstmord gleich. Wie eingeschränkt die Möglichkeiten jedoch auch bei einem Klaassen-Verkauf bleiben, zeigt die simple Werder-Mathematik. Ein Abgang soll nur durch einen Zugang ersetzt werden – einen neuen Sechser (den die Bremer seit Monaten suchen und nicht gefunden haben) plus einen Klaassen-Ersatz wird es nicht geben.

Im Idealfall kann der Neue beides – und kosten darf er auch nur einen Bruchteil des Klaassen-Pakets. Die „Bild“-Zeitung hat bereits den Ex-Düsseldorfer Kevin Stöger (27) ins Spiel gebracht. Sein Plus: Er ist vertrags- und damit ablösefrei. Sein Minus: Defensive Stärken hat er nicht, als Universal-Mittelfeldspieler, so wie Werder Bremen ihn braucht, kommt der Österreicher also nicht infrage.

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt: Davy Klaassen wird 100 Prozent gegen Arminia Bielefeld geben

Bis Davy Klaassen tatsächlich an seinen Ex-Club Ajax Amsterdam verkauft ist, muss der ehemalige Kapitän der Niederländer noch einen letzten Job für Werder erledigen. Drei Punkte gegen Bielefeld sollen her – und Trainer Florian Kohfeldt setzt voll auf Klaassens Hilfe. Dass der mit dem Kopf schon woanders sein könnte, glaubt der Bremer Coach nicht: „Davy wusste auch schon vergangene Woche vor dem Spiel gegen Schalke vom Ajax-Interesse, auf dem Platz habe ich davon aber nichts gemerkt. Das wird auch am Samstag so sein. Seine Einstellung ist top, alles gut. So lange er bei uns ist, wird er 100 Prozent geben.“ Er habe in den vergangenen Tagen einen offenen, transparenten Umgang mit Klaassen gehabt, die Dinge liegen auf dem Tisch, „unser Verhältnis ist absolut intakt“, beteuerte Kohfeldt.

Auch mit dem Vorgesetzten Baumann, der ihm nun wahrscheinlich einen der besten Spieler entzieht, sei alles in Ordnung, so Kohfeldt. Das hat in anderen Clubs in vergleichbaren Situationen auch schon mal anders ausgesehen. Bei Werder Bremen knirscht aber nichts, versprach Kohfeldt: „Von mir wird niemand eine Klage hören. Zwischen Frank und mir ist alles eng abgestimmt. Wir haben uns vor der Saison auf einen Weg geeinigt, und ich trage jede Entscheidung mit.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 30. September 2020:

Davy Klaassen-Poker: Werder Bremen setzt Ajax Amsterdam ein Ultimatum und sucht schon Ersatz

Bremen – Am Mittwochvormittag ging Davy Klaassen ganz normal mit seinen Teamkollegen von Werder Bremen zum Trainingsplatz – allerdings mit einem interessanten Gesprächspartner an seiner Seite: Stürmer Milot Rashica.

Der Stürmer will Werder Bremen schon seit Wochen verlassen, findet aber keinen Club, der alle Beteiligten glücklich und damit einen Transfer möglich macht. Bei Davy Klaassen könnte es dagegen nun ganz schnell gehen, besser gesagt: Es muss jetzt ganz schnell gehen, wenn es überhaupt funktionieren soll.

Der SV Werder hat Ajax Amsterdam nach Informationen der DeichStube quasi ein Ultimatum gestellt. Bis Donnerstag muss eine grundsätzliche Einigung auf einen Transfer erfolgt sein, ansonsten hat sich das Thema für Werder erledigt, auch wenn die Wechselperiode erst am Montag endet. Die Bremer möchten nämlich noch ausreichend Zeit haben, um einen adäquaten Ersatz für Klaassen zu verpflichten. Den soll es unbedingt geben, weil Klaassens Bedeutung viel zu wichtig für die Mannschaft ist, sein Weggang eine enorme Schwächung darstellen würde.

Transfer? Werder Bremen muss Davy Klaassen nicht verkaufen, um zu überleben

Entsprechende Gespräche mit Kandidaten und vor allem deren Beratern laufen bereits. Es geht um ablösefreie Spieler oder Leihgeschäfte. Denn eine mögliche Ablösesumme von Davy Klaassen wird vor allem zum Ausgleich der Mindereinnahmen in Coronazeiten benötigt. Deswegen ist auch kein Profi unverkäuflich. Allerdings: Werder muss aktuell nicht zwangsläufig einen Spieler verkaufen, um zu überleben. Die Saison ist durch Kredite abgesichert, auch erst im Winter oder im nächsten Sommer generierte Transfereinnahmen können deshalb noch für einen finanziellen Ausgleich sorgen – dann jedoch zwingend. Ein riskantes Spiel, denn niemand weiß, wie sich die Preise bis dahin entwickeln.

Aktuell ist Werder Bremen jedoch nicht bereit, seine besten Spieler zu verschleudern. „Wir geben einen Spieler nur ab, wenn das Angebot für uns auch attraktiv ist“, hat Sportchef Frank Baumann mehrfach betont – und schon im Fall Rashica mal deutlich gemacht: „Wir werden ihn nicht unter Wert verkaufen.“ Mit den Preisen ist das nach einer Saison im Abstiegskampf und in Coronazeiten jedoch so eine Sache. RB Leipzig wollte zwar Rashica schon im April unbedingt verpflichten, aber nur eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro plus Bonusprämien von drei Millionen Euro locker machen. Werder war das viel zu wenig.

Werder Bremen: Ablöse-Angebot von Ajax Amsterdam für Davy Klaassen war viel zu niedrig

Und ähnlich sieht es aktuell bei Davy Klaassen aus. In den ersten Gesprächen zwischen Werder und Ajax wurde deutlich, dass beide Seiten in ihren finanziellen Vorstellungen viel zu weit auseinander liegen. Deswegen wurde gar nicht erst verhandelt. Ajax Amsterdam soll weit unter zehn Millionen Euro geboten haben. Zweistellig könnte die Ablösesumme nur werden, wenn die Niederländer mit Klaassen in den nächsten Jahren sehr erfolgreich wären. Doch das reicht Werder Bremen nicht aus, immerhin haben die Bremer vor zwei Jahren die grün-weiße Rekordablöse von 13,5 Millionen Euro an den FC Everton für Klaassen bezahlt. Daran dürfte sich auch die aktuelle Forderung orientieren. Klaassens Vertrag läuft noch bis 2022.

Der Mittelfeldspieler soll zwar laut der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ Werder seinen Wechselwunsch mitgeteilt haben, aber der 27-Jährige dürfte selbst keinen allzu großen Druck auf Werder ausüben. Das passt nicht zu ihm. Und so trainierte er am Mittwoch auch ganz normal mit seiner Mannschaft, als wäre nichts gewesen. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es schon am Donnerstag ganz anders sein, Klaassen nicht mehr auf dem Platz stehen wird. Denn wenn es zu einem Wechsel kommt, dann jetzt und ganz schnell. (kni)

Zur letzten Meldung vom 30. September 2020 (10.45 Uhr):

Werder Bremen: Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam? Profi soll sich Wechsel sehr gut vorstellen können 

Bremen – Sein erstes Spiel im Trikot von Werder Bremen hat Davy Klaassen im Juli 2018 bestritten – damals schoss er seine neue Mannschaft direkt zu einem 1:0-Testspielerfolg gegen Armina Bielefeld. Heute, gut zwei Jahre später, spricht vieles dafür, dass Davy Klaassen auch sein letztes Spiel für Werder gegen Bielefeld bestreitet - ein Transfer wird immer wahrscheinlicher.

Das Bremer Bundesliga-Duell gegen den Aufsteiger könnte am Samstag zu Klaassen Abschiedsvorstellung werden. Eine Rückkehr des 27-Jährigen zu seinem Ex-Club Ajax Amsterdam, wo die Karriere von Davy Klaassen einst Fahrt aufnahm, wird immer wahrscheinlicher. Nach Informationen der niederländischen Tageszeitung „De Telegraaf“ würden Ajax und Werder Bremen inzwischen über den Transfer verhandeln, der bis zum Ende der Wechselfrist am Montag, 5. Oktober, abgewickelt sein müsste. Klar ist: Werder würde seinen Vizekapitän für eine entsprechend hohe Ablösesumme ziehen lassen (müssen), denn die finanziellen Probleme des Vereins, verursacht durch die Corona-Krise, lassen es kaum zu, ein lukratives Angebot abzulehnen.

Die ersten Zahlen, die Ajax an die Bremer herangetragen haben soll, sollen am Osterdeich aber nur für wenig Begeisterung gesorgt haben. Wie die „Bild“ berichtet, bieten die Amsterdamer eine Summe in Höhe von zwölf Millionen Euro, die sich aus einer festen Ablöse von sieben Millionen Euro sowie möglichen Bonuszahlungen in Höhe von fünf Millionen Euro zusammensetzen soll. Zur Erinnerung: Werder Bremen hatte vor zwei Jahren 13,5 Millionen Euro für Davy Klaassen an den FC Everton überwiesen und den Niederländer damit zum Rekordtransfer in der Vereinsgeschichte gemacht. Da verwundert es nicht, dass die Bremer nun um eine möglichst hohe Ablöse feilschen – zumal sie bei einem Abgang Klaassens auf dessen Position personell nachlegen müssten und zudem ja auch weiterhin einen neuen Sechser weit oben auf dem Wunschzettel haben. Der Poker zwischen den Clubs dürfte also in die nächste Runde gehen.

Transfers: Ajax Amsterdam will Davy Klaassen von Werder Bremen - was will Davy Klaassen?

Ganz wichtig dabei ist natürlich die Frage, wie sich Davy Klaassen selbst in Sachen Ajax-Rückkehr positioniert – und da scheint Werder Bremen eher schlechte Karten zu haben. Aus den Niederlanden ist zu hören, dass er sich den Wechsel sehr gut vorstellen kann und gerne wieder an die alten Erfolge mit Ajax anknüpfen würde. Einen ersten Hinweis auf eine mögliche Veränderung hatte Klaassens schon während des Trainingslagers im Zillertal gegeben, als er sich irritiert über die Aussage seines Beraters Sören Lerby äußerte. Der Ex-Profi hatte einen Abgang Klaassens aus Bremen in dieser Transferphase gegenüber der DeichStube kategorisch ausgeschlossen: „Die Spekulationen um Davys Zukunft können aufhören, er bleibt definitiv in Bremen.“ Lerby dürfte seinen Schützling mit diesem Satz bewusst aus dem Schaufenster genommen haben, damit Klaassen nicht zum großen Spekulationsobjekt des Sommers wird. Inzwischen bewertet aber auch der Berater die Sachlage offenbar anders. Auf Nachfrage der DeichStube wollte er seinen Satz aus dem Sommer nicht wiederholen. (dco)

Letzte Meldung vom 29. September 2020:

Wechselt Davy Klaassen von Werder Bremen zu Ajax Amsterdam? Mini-Hinweis von Fritz

Es war keine leichte Aufgabe, die Clemens Fritz da im Dienst des SV Werder Bremen zu erfüllen hatte. Der Leiter Profifußball und Scouting war bereits am Montag als Gesprächspartner für die Medien beim Training am Dienstag angekündigt worden. Es sollte vor allem um die personelle Situation gehen, wer hat das Schalke-Spiel wie überstanden? Doch es gab eigentlich nur eine Frage: Lässt Werder Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam ziehen?  

Clemens Fritz probierte alles, um so wenig wie möglich dazu zu sagen – und dann rutschte ihm doch etwas raus, das erahnen lässt: Werder Bremen diskutiert längst darüber, ob ein Transfer eines Führungsspielers zu diesem späten Zeitpunkt noch zu verantworten ist.

„Wir haben auch davon gelesen“, meinte Fritz zur Meldung in der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“, Ajax Amsterdam hätte sich für eine Rückholaktion Davy Klaassens entschieden und auch schon ein entsprechendes Interesse bei Werder Bremen hinterlegt. Letzteres wollte Fritz weder bestätigen noch dementieren und verwies auf eine Aussage von seinem Chef: „Der aktuelle Stand ist bei uns der gleiche, wie es Frank Baumann schon vor einigen Wochen gesagt hat: Bei uns ist niemand unverkäuflich. Aber wir als Verein wollen jetzt auch nicht jedes Gerücht kommentieren.“

Werder Bremen: Clemens Fritz zu Davy-Klaassen-Gerücht - „Können uns nicht leisten zu sagen, wir beschäftigen uns mit nichts“

Doch damit gaben sich die Medienvertreter natürlich nicht zufrieden und löcherten den Ex-Profi am Rande des Vormittagtrainings von Werder Bremen. Der antwortete höflich wie immer, versuchte aber auch, so unverbindlich wie möglich zu klingen. „Es ist kein Geheimnis, dass Davy Klaassen ein sehr wichtiger Spieler für uns ist. Er hat eine sehr hohe Qualität, ist ein absoluter Führungsspieler bei uns. Sicherlich würden wir ihn gerne behalten, aber klar ist auch, niemand ist unverkäuflich. Wir sind nun mal in einer Situation – gerade auch durch Corona – in der wir es uns nicht leisten können, zu sagen, wir beschäftigen uns mit nichts.“

Und genau das ist bei Davy Klaassen auch der Fall, wie Fritz wenig später, ohne Kamera gegenüber den schreibenden Journalisten indirekt bestätigte. „Natürlich wissen wir um die Bedeutung von Davy, aber auf der anderen Seite steht natürlich auch, dass wir wirtschaften müssen, da müssen wir mal schauen“, meinte Fritz und antwortete auf die Frage, ob Klaassen einen Wechselwunsch geäußert habe: „Wir sind mit Davy im Austausch, Frank (Baumann/Sportchef, Anm. d. Red.), Florian (Kohfeldt/Trainer, Anm. d. Red.) und ich. Aber da gilt, was ich schon gesagt habe: Wir wollen uns zu dem Gerücht nicht äußern.“

Werder Bremen: Spült Davy Klaassen-Verkauf das so dringend benötigte Geld in die Kassen?

Hinter den Kulissen wird dagegen gesprochen. Werder Bremen hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass in diesem Sommer Transfereinnahmen generiert werden müssen. Bislang sollte das durch einen Verkauf von Milot Rashica erreicht werden, aber für den findet sich einfach kein Abnehmer. Nun könnte Davy Klaassen das dringend benötigte Geld in die Kasse spülen. Die „Bild“ berichtet, dass Ajax eine Ablöse von zwölf Millionen Euro bieten will – und sich der Spieler eine Rückkehr vorstellen kann.

Werder Bremen würde zudem das Gehalt eines Topverdieners einsparen, 3,5 Millionen Euro pro Saison. Aber der Verlust von Davy Klaassen würde auch eine große Lücke ins Bremer Mittelfeld reißen. Doch zumindest da machte Fritz als Leiter der Scouting-Abteilung wenn auch ganz allgemein Mut, dass Werder noch selbst tätig werden könnte: „Gerade, wenn man sagt, dass keiner unverkäuflich ist, muss man besondres gut vorbereitet sein. Das sind wir, aber es muss natürlich sportlich und finanziell passen.“ (kni) Lies auch unseren Kommentar zum Klaassen-Gerücht: Ein Spiel mit dem Feuer.

Zur letzten Meldung vom 29. September, 9 Uhr:

Ajax Amsterdam will Werder-Bremen-Star Davy Klaassen - Frank Baumann: „Keiner ist unverkäuflich“

Bremen – Verliert der SV Werder Bremen in Davy Klaassen noch einen absoluten Führungsspieler? Ajax Amsterdam macht offenbar ernst, will den Mittelfeldspieler zurückholen und hat darüber auch schon Werder informiert. Ein konkretes Angebot soll folgen.

Das berichtet die niederländische Tageszeitung „De Telegraaf“. Das Transferfenster ist noch bis Montag, 5. Oktober, geöffnet. Das Internetportal „transfermarkt.de“ schätzt den Marktwert des 27-Jährigen auf zwölf Millionen Euro. Ob diese Summe als Ablöse in Zeiten von Corona und einer Vertragslaufzeit von nur noch zwei Jahren möglich ist, bleibt abzuwarten. Schon am Wochenende hatte es Spekulationen gegeben, dass sich Ajax Amsterdam mit Davy Klaassen vom SV Werder Bremen beschäftigt. Die DeichStube fragte deshalb bei Werder-Sportchef Frank Baumann nach, der am Montagabend antwortet: „Unsere Situation ist ja bekannt. Einerseits wollen wir natürlich eine möglichst schlagkräftige Mannschaft haben, andererseits haben wir aber auch schon gesagt, dass kein Spieler unverkäuflich ist.“ Konkret auf die Personalie Davy Klaassen eingehen wollte er aber nicht.

Werder Bremen-Transfers: Wechselt Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam zurück?

Das Problem: Werder Bremen braucht dringend Transfereinnahmen. Eigentlich sollte Milot Rashica verkauft werden, aber es findet sich kein Abnehmer, der die aufgerufene Ablösesumme von 20 Millionen Euro zahlen will oder mit dem der Spieler zufrieden ist. Bei Davy Klaassen und Ajax könnte das anders sein. Dort ist der 27-Jährige groß geworden. Dort könnte er nicht nur in seiner Heimat um nationale Titel spielen, sondern auch in der Champions League. Vor drei Jahren hatte Klaassen den niederländischen Rekordmeister für eine Ablösesumme von 27 Millionen Euro Richtung FC Everton verlassen. In der Premier League wurde Klaassen aber nicht glücklich, wechselte für die Bremer Rekordablösesumme von 13,5 Millionen Euro an die Weser. Dort spielte er zwar nicht überragend, ist aber dennoch ein Leistungsträger, trägt als Vize-Kapitän viel Verantwortung.

Werder Bremen: Berater von Davy Klaassen will sich nicht zu möglichem Wechsel äußern

Als im vergangenen Juli erstmals über ein angebliches Ajax-Interesse berichtet wurde, stellte Klaassen-Berater Sören Lerby gegenüber der DeichStube klar: „Die Spekulationen um Davys Zukunft können aufhören, er bleibt definitiv in Bremen.“ Nun will sich Lerby auf Nachfrage zur Zukunft seines Klienten nicht mehr äußern, verweist an den Club. Vielleicht hält sich der Berater auch deshalb zurück, weil Davy Klaassen die Festlegung auf einen Verbleib nicht so gut fand. „Das war eine heftige Aussage. Mich hat sie überrascht. Im Fußball weißt du ja nie. Ich bin da vorsichtig“, sagte der Niederländer im Sommer während des Trainingslagers im Zillertal. Nun könnte er Recht behalten. (kni)

Letzte Meldung vom 15. August 2020:

Davy Klaassen streicht sein „unverkäuflich“ bei Werder Bremen – aus triftigem Grund

Davy Klaassen und Werder Bremen – das galt seit einer Aussage von Sören Lerby als ganz sichere Sache für die kommende Saison. Doch der Werder-Profi kassierte nun das Versprechen seines Beraters ein, ohne damit einen Wechsel anvisieren zu wollen. Dem 27-jährigen Niederländer, der noch zwei Jahre bei Werder unter Vertrag steht, geht es dabei um etwas Grundsätzliches im Fußball.

„Die Spekulationen um Davys Zukunft können aufhören, er bleibt definitiv in Bremen“, hatte Ex-Profi Lerby vor drei Wochen der „DeichStube“ gesagt. Davy Klaassen hat es in seinem Urlaub gelesen. „Er hat mich damit etwas überrascht“, gestand der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen in einer Presserunde im Trainingslager in Zell am Ziller und erklärte: „Im Fußball ist das schon eine heftige Aussage. Es ist ganz schwierig zu planen – gerade in dieser Zeit, wo alles anders ist als sonst. Keiner weiß, was passiert. Wenn du sagst, du bleibst definitiv, dann ist es auch definitiv.“ Dann würde es kein Zurück geben, ohne wortbrüchig werden zu müssen. „Aber im Fußball weißt du es nie, deswegen bin ich immer etwas vorsichtig“, meinte Klaassen.

Werder Bremen: Davy Klaassen wie einst Micoud - Kann nicht sagen, „ob ich nächstes Jahr hier noch spiele“

Und er ist damit wahrlich nicht der erste Werder-Profi, der sich so äußert. Ein gewisser Johan Micoud hatte mal für viel Aufregung gesorgt, als er im letzten Drittel der Saison nicht sagen konnte, „ob ich nächstes Jahr hier noch spiele“. Schon hieß es, Micoud wolle weg. Aber es war nur seine Grundeinstellung, dass im Fußball alles möglich sei, erklärte er später, nachdem er nicht gewechselt war.

Bei Davy Klaassen sieht es auch stark danach aus, dass er bleibt. „Es gibt Spieler, die sagen, ich muss weg. Das Gefühl habe ich nicht“, betonte der Niederländer: „Ich habe immer noch Spaß hier und spüre die Herausforderung.“ Gerade nach der verkorksten Saison mit dem Fast-Abstieg. Eine neue Erfahrung für den Mittelfeldspieler, der mit Ajax Amsterdam immer um Titel gekämpft hat und dann vom FC Everton in die Premier League geholt wurde. „Abstiegskampf habe ich noch nie mitgemacht, und das will ich auch nie wieder mitmachen“, sagte Klaassen und versicherte: „So eine Saison wollen wir nicht mehr. Wir wollen zeigen, dass wir besser als ein Abstiegskandidat sind.“ 

Werder Bremen: Davy Klaassen würde die Kapitänsbinde übernehmen, wenn er gefragt würde

Und zwar alle! Es reiche nicht aus, wenn nur einige Spieler so denken würden. Davy Klaassen erwartet das von jedem Teamkollegen. Er sei dafür bereit, auch noch mehr Verantwortung zu übernehmen und vorneweg zu gehen. Das Kapitänsamt strebt er dabei nicht unbedingt an – aus Respekt vor Niklas Moisander. „Er ist unser Kapitän und macht es gut.“ Wenn er allerdings gefragt werden würde, ob er künftig die Binde trage, dann müsse er sich damit beschäftigen. Trainer Florian Kohfeldt will wie immer erst am Ende der Vorbereitung entscheiden, wer sein Kapitän sein wird.

In der vergangenen Saison war Klaassen immerhin schon Vize-Kapitän bei Werder Bremen. Und mit sieben Toren und sechs Assists lag der Rekordeinkauf, der vor zwei Jahren für eine Ablösesumme von 13,5 Millionen Euro vom FC Everton an die Weser gewechselt war, auf Platz zwei der Bremer Scorerliste – hinter Milot Rashica. „Du kannst mit deinen Daten nicht zufrieden sein, wenn du mit der Mannschaft fast absteigst. Fußball ist ein Teamsport“, betonte Klaassen: „Wenn du gegen den Abstieg spielst, dann fokussierst du dich nur aufs Überleben und weniger aufs Toreschießen.“

Werder Bremen: Davy Klaassen genervt von Wechsel-Gerücht um Ajax Amsterdam

Zu gerne würde sich der 27-Jährige wieder mehr aufs Toreschießen konzentrieren. Und er ist da durchaus optimistisch: „Das Schöne an der Bundesliga ist ja: Das eine Jahr spielst du um Europa, das andere gegen den Abstieg. Von diesem Niveau hast du viele Mannschaften. Es ist schwierig zu sagen, wo wir im Vergleich zu den anderen Mannschaften stehen.“

Einfacher ist es für Davy Klaassen, sein Verhältnis zu seinem Berater Sören Lerby zu beschreiben. „Wir haben darüber gesprochen. Alles ist okay, unsere Kommunikation sehr gut. Es war ja auch nicht so schlimm.“ Das einzige, was ihn nervt, ist, dass er ständig auf ein angebliches Interesse seines Ex-Clubs Ajax Amsterdam angesprochen wird. „Ich habe keinen Bock auf Spekulationen. Die Medien können das gerne machen, aber ich muss dazu ja nichts sagen.“ (kni)

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