Trainer Florian Kohfeldt und Kapitän Davy Klaassen umarmen sich beim Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld
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Davy Klaassen verabschiedet sich vom SV Werder Bremen und Trainer Florian Kohfeldt: Im Transfer-Poker mit Ajax Amsterdam erzielten die Clubs eine Einigung.

Transfer-Einigung mit Ajax Amsterdam

Offiziell: Werder Bremen und Ajax bestätigen Davy Klaassen-Transfer - bis zu 14 Millionen Euro Ablöse

Bremen/Amsterdam - Jetzt ist es fix: Der SV Werder Bremen und Davy Klaassen gehen ab sofort getrennte Wege. Die Bremer haben sich offiziell mit Ajax Amsterdam über einen Wechsel geeinigt. Das gaben beide Clubs am Montagnachmittag bekannt.

„Für uns war klar, dass wir Davy nicht um jeden Preis gehen lassen würden, sondern nur, wenn unsere Vorstellungen erfüllt würden, zumal er bei uns zu den absoluten Leistungsträgern gehört hat. Das ist nun erfolgt. So konnten wir Davys Wunsch entsprechen, zu Ajax wechseln zu dürfen, weil er dort seien sportliche Heimat sieht“, wird Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Werder Bremen: Davy Klaassen wechselt für elf Millionen Euro Ablöse zu Ajax Amsterdam

Laut offizieller Pressemitteilung von Ajax Amsterdam überweisen die Niederländer eine Ablösesumme von elf Millionen Euro an Werder Bremen. Diese Summe kann sich durch Bonuszahlungen noch auf bis zu 14 Millionen Euro erhöhen. Bei seinem Heimatverein unterschreibt Davy Klaassen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024.

Um den Wechsel perfekt machen zu können, verzichtet Klaassen dem Vernehmen nach sogar auf Gehalt. Bei Werder Bremen hatte der ehemalige niederländische Nationalspieler noch ein Jahressalär von 3,5 Millionen Euro kassiert, bei Ajax ist es nun deutlich weniger. Beim niederländischen Rekordmeister erhält Klaassen zukünftig die Rückennummer sechs. Der ehemalige Ajax-Kapitän bestritt in zwei Jahren an der Weser 81 Pflichtspiele für die Bremer, in denen er 16 Treffer erzielte. Einen Klaassen-Ersatz haben die Bremer nicht mehr verpflichtet und werden aus auch nicht mehr tun. (mwi) Ein Kommentar zur Transfer-Politik: So spart sich Werder Bremen in die 2. Liga!

Zur letzten Meldung vom 5. Oktober 2020:

Der Deal mit Davy Klaassen: Werder Bremen holt sich die Rekordablöse zurück

Bremen – Der Vize-Kapitän ist verkauft! Einen Tag vor Ende der Transferperiode bestätigte der SV Werder Bremen am Sonntag den Wechsel von Davy Klaassen zu dessen Heimatclub Ajax Amsterdam.

Dort erhält der 27-Jährige einen Vierjahresvertrag, Werder Bremen kassiert eine Ablöse von mindestens elf Millionen Euro, durch Bonuszahlungen kann sie um weitere drei Millionen Euro ansteigen. Wobei ein Großteil dieser Bonuszahlungen nicht an Ajax-Erfolge, sondern lediglich an Einsätze von Davy Klaassen gekoppelt ist.

Die Forderung der Bremer ist damit erfüllt. Werder-Sportchef Frank Baumann bestätigt zwar keine Zahlen, erklärt gegenüber der DeichStube aber, dass die einst gezahlte Bremer Rekordablöse von 13,5 Millionen Euro nun an Werder zurückfließt: „Was wir vor zwei Jahren für Davy an den FC Everton gezahlt haben, nehmen wir jetzt wieder ein.“ Wirtschaftlich sei der Transfer deshalb „vor allem in diesen schwierigen Corona-Zeiten für uns völlig in Ordnung“, so Baumann.

Werder Bremen: Davy Klaassen und Milot Rashica bringen viel Geld - aber es geht viel Qualität verloren

Sportlich ist es aber heikel. Denn nicht nur die Corona-Krise macht die Zeiten herausfordernd, sondern auch die sportliche Schieflage, in die die Bremer in den vergangenen zwölf Monaten geraten sind. Nun auch noch den Mittelfeldchef, einen Spieler mit einer hochgelobten Mentalität und einer – im Teamvergleich – gehobenen fußballerischen Qualität, zu verkaufen, ist gefährlich. Es zeigt aber auch, wie sehr Werder Bremen Transfer-Einnahmen benötigt.

Baumann muss Geld reinholen, hat nun im Endspurt der Transferperiode einen ersten großen Deal abgewickelt. Sehr wahrscheinlich ist zudem, dass heute auch Milot Rashica transferiert wird. Das wäre dann Leistungsträger Nummer zwei, der zu Geld gemacht würde. Vielleicht wäre dann das 30-Millionen-Euro-Loch, das die Corona-Pandemie in die Clubkasse gefressen hat, schon gestopft. Unschöner Begleitumstand: Die Mannschaft wäre ziemlich ausgeblutet. Es sei denn, Baumann legt heute, am letzten Tag der Transferfrist, noch personell nach. In die Karten schauen lässt sich der Manager nicht. „Überraschungen sind halt meistens überraschend“, hatte er am Samstag nach dem 1:0 über Arminia Bielefeld über seine Transfer-Pläne gesagt.

Werder Bremen-Transfer: Davy Klaassen nimmt bei Ajax Amsterdam Gehaltseinbuße hin

Trainer Florian Kohfeldt setzt darauf, dass ihm Spieler nicht nur genommen, sondern auch gegeben werden. In den vergangenen Jahren hatte Baumann häufig am letzten Tag der Transferperiode noch mit bis dahin nicht gehandelten Namen gepunktet. „Schauen wir mal, was Deadline-Day-Frank diesmal macht“, meinte der Coach mit einem Lachen, das Gelassenheit demonstrierte. Dass es eine gespielte Gelassenheit war, lässt sich zumindest nicht ausschließen.

Vollkommen ehrliche Gefühle sind es indes, die Davy Klaassen auf seinem Weg zurück zu Ajax Amsterdam begleiten. Als Elfjähriger war er einst in die Nachwuchsakademie des niederländischen Rekordmeisters gekommen, schaffte es dann zu den Profis, wurde sogar deren Kapitän. Dann ging es 2017 jedoch für eine 27-Millionen-Euro-Ablöse zum FC Everton, wo er allerdings nicht zündete. Nur ein Jahr später zahlte Werder Bremen 13,5 Millionen und sicherte sich die Dienste des Mittelfeldspielers, für den sich jetzt der Kreis schließt.

„Ajax ist mein Verein! Deshalb möchte ich gerne zurück“, erläuterte er am Sonntagmittag gegenüber der DeichStube den Hauptgrund für seinen Wechselwunsch. Dass Ajax Champions League spielt, ist ihm sicherlich auch ganz sympathisch. Allerdings: Laut niederländischen Medienberichten muss er Gehaltseinbußen hinnehmen. Die 3,5 Millionen Euro, die Werder ihm pro Saison gezahlt hat, überweist Ajax nicht mehr. Für die Bremer wird diese Summe nun frei. Was den wirtschaftlichen Wert des Transfers noch zusätzlich verstärkt.

Werder Bremen: Wechsel von Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam führt zu sportlichen Problemen

Dass sein Wechsel jedoch zu weiteren sportlichen Problemen bei Werder Bremen führt, ist dem 16-fachen niederländischen Nationalspieler natürlich bewusst. „Es tut mir auch leid, aber ich möchte einfach gerne zurück zu meinem Verein“, bat er um Verständnis und machte dem Team Mut: „Wir sind gut in die Saison gestartet, es sieht doch ganz gut aus.“

Beim 1:0 über Arminia Bielefeld hatte Davy Klaassen am Samstag seine Abschiedsvorstellung gegeben, sein 69. Bundesligaspiel für Werder war sein letztes. In zwei Jahren hatte er nur zwei Partien in der Liga verpasst, stand dabei immer in der Startelf und erzielte zwölf Tore. Bei seiner Auswechslung gegen Bielefeld nahm ihn Coach Kohfeldt in den Arm, die Werder-Mitarbeiter auf der Tribüne spendeten Applaus, weil schon alle wussten, was folgen würde. Zuvor hatte Klaassen ein schwächeres Spiel gezeigt – vielleicht auch, weil der Wechsel auf ihm lastete. „Es war nicht so einfach für mich“, sagte er im Rückblick, „die Beine waren etwas schwer. Das Wichtigste ist aber, dass wir gewonnen haben.“ So konnte er sich wenigstens mit einem einigermaßen ruhigen Gewissen Richtung Heimat verabschieden. (kni/csa) Derweil soll Werder Bremen bei der Suche nach einem Klaassen-Nachfolger erneut auf Marko Grujic gestoßen sein.

Zur letzten Meldung vom 4. Oktober 2020 (18.15 Uhr):

Baumann bestätigt Einigung - Davy Klaassen-Transfer zu Ajax fix: Werder Bremen bekommt elf Millionen Euro plus Bonus

Bremen - Es fehlen quasi nur noch die Unterschriften: Davy Klaassen wechselt von Werder Bremen zu Ajax Amsterdam. Jetzt hat auch Werder-Sportchef Frank Baumann eine Einigung im Transfer-Poker bestätigt.

„Es wird auf einen Wechsel hinauslaufen“, wird Baumann auf dem offiziellen Twitter-Kanal des SV Werder Bremen zitiert. „Die letzten Details und Formalitäten müssen noch geklärt werden.“ Bereits im Laufe des Sonntags war die Einigung der Grün-Weißen mit Ajax Amsterdam über einen Transfer von Davy Klaassen bekannt geworden. (han)

Zur letzten Meldung vom 4. Oktober 2020 (15.45 Uhr):

Werder Bremen: Davy Klaassen-Transfer zu Ajax fix: Werder bekommt elf Millionen Euro plus Bonus

Amsterdam - Das Tauziehen um Davy Klaassen ist offenbar beendet. Der SV Werder Bremen und Ajax Amsterdam haben sich am Sonntagmorgen laut eines Berichts der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ auf einen Transfer geeinigt haben.

Demnach erhält Werder Bremen eine Ablösesumme von elf Millionen Euro, dazu sind weitere drei Millionen Euro als Bonuszahlungen möglich. Werder hatte vor zwei Jahren die grün-weiße Rekordablöse von 13,5 Millionen Euro bezahlt, um Davy Klaassen vom FC Everton loszueisen.

Werder Bremen-Transfer: Davy Klaassen wechselt zurück zu Ajax Amsterdam

Laut „De Telegraaf“ ist Davy Klaassen bereits am Mittag Richtung Amsterdam gereist, um einen Vier-Jahres-Vertrag zu unterschreiben. Kurz zuvor hatte der Niederländer im Gespräch mit der DeichStube gesagt: „Ajax ist mein Verein! Das ist einfach so, deshalb möchte ich gerne zurück. Mit Ajax wird es da kein Problem geben.“

Schon als Elfjähriger war Klaassen in die Nachwuchsakademie von Ajax Amsterdam gewechselt und hatte es von dort aus nicht nur bis zu den Profis geschafft, sondern wurde sogar Kapitän. 2017 wagte der Mittelfeldspieler den Schritt ins Ausland, wechselte für eine Ablösesumme von 27 Millionen Euro zum FC Everton. In der Premier League konnte sich Davy Klaassen aber nicht durchsetzen, ein Jahr später ging er zum SV Werder Bremen – für die grün-weiße Rekordablöse von 13,5 Millionen Euro. (kni)

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