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Davy Klaassen sieht die mangelnde Chancenverwertung bei Werder Bremen nicht als Problem.

„Vielleicht mögen mich meine Mitspieler nicht“

Klaassen hat da einen Verdacht, wenn er frei vor dem Tor steht...

Bremen – Am Donnerstagnachmittag hatte dann auch Davy Klaassen endgültig genug – was zu viel ist, ist einfach zu viel: Die kurze Trainingshose blieb im Schrank!

In den Tagen zuvor hatte der Niederländer stets als einziger Bremer Profi mit nackten Beinen auf dem Platz gestanden, trotz eisigen Windes, der den Osterdeich entlang pfiff, trotz Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts. „Ich mag beim Fußball einfach keine langen Hosen“, sagte Klaassen, räumte dann aber ein: „Jetzt ist es aber auch mir zu kalt geworden.“ Sein Alleinstellungsmerkmal während der Trainingseinheiten ist der 25-Jährige also los, er fällt jetzt nicht mehr so auf – womit wir bei einem ganz speziellen Thema wären, das Klaassen mit viel Humor kommentierte.

Zum Hintergrund: Während des Bremer 1:0-Erfolgs bei Hannover 96 war Klaassen gleich zweimal von seinen Teamkollegen übersehen worden, trotz bester Position für einen Torabschluss landete der Ball nicht bei ihm. Darauf angesprochen entgegnete der Mittelfeldspieler während der Pressekonferenz vor dem Frankfurt-Spiel trocken: „Ich weiß auch nicht. Vielleicht mögen mich meine Mitspieler nicht.“

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Über sein Gesicht huschte bei diesen Sätzen ein breites Lächeln. „Nein, so etwas kann im Fußball einfach passieren“, schob Klaassen direkt hinterher, „mit der Kommunikation ist es in den Stadien manchmal schwierig, weil es sehr laut ist.“ Außerdem müsste die Entscheidung, wohin der Ball gespielt wird, stets schnell getroffen werden. Keine Frage: Da kann ein Einzelner schon mal übersehen werden.

Im Heimspiel gegen Frankfurt wird es anders laufen, da ist sich Davy Klaassen sicher. Überhaupt ist Werders Rekordtransfer überzeugt davon, dass das lästige Thema mit der mangelnden Chancenverwertung in Bremen schon bald Geschichte ist. „Ich sehe das nicht als Problem. Ein Problem hätten wir, wenn wir keine Chancen kreieren würden“, sagte er. „Natürlich wollen wir mehr Tore schießen, aber das kommt von alleine, wenn wir so weiterspielen.“ Heißt: Weiterhin mutig kombinieren, weiterhin vorne drauf gehen, weiterhin die Tiefe suchen – und sich weiterhin anbieten, auch wenn einen die Kollegen mal übersehen.

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