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Davy Klaassen ärgerte sich über seine ausgelassene Chance gegen Fortuna Düsseldorf, fand den Auftritt von Werder Bremen aber insgesamt in Ordnung.

Nach 1:3 zum Bundesliga-Start

Davy Klaassen: „Wir haben keine Krise”

Bremen - Es war eine Szene, die sinnbildlich für den Chancenwucher von Werder Bremen bei der überraschenden wie unnötigen 1:3-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf stand. Nachdem Torhüter Zack Steffen einen Bremer Schuss in der 67. Spielminute nur nach vorne hatte abprallen lassen, kam Davy Klaassen (26) aus kürzester Distanz völlig freistehend zum Abschluss – und vergab kläglich.

„Wenn ich darüber nachdenke, ärgere ich mich natürlich schon. Das kann eigentlich nicht passieren“, schilderte der Mittelfeldmotor von Werder Bremen die Situation am Dienstagnachmittag im Rahmen einer Medienrunde am Weserstadion und wirkte dabei zumindest für einen kurzen Augenblick ein wenig ratlos. Wenige Sekunden später begab sich der Davy Klaassen  dann aber doch auf Ursachenforschung.

„Normalerweise würde ich so einen Ball immer mit der Innenseite schießen, aber der Ball ist mir so zwischen die Füße gekommen, dass ich nur mit dem Außenrist abschließen konnte. Die Ausführung war dann schlecht, aber es gibt Schlimmeres“, konstatierte Davy Klaassen etwas lapidar.

Werder Bremen: Davy Klaassen widerspricht Florian Kohfeldt

Trainer Florian Kohfeldt hätte sich in dieser Situation einen abgezockteren Klaassen gewünscht: „Wenn ich mir da nicht sicher bin, dass ich den Ball über die Linie drücke, dann lege ich ihn mir einen Meter zur Seite und warte mal ab, was passiert“, hatte der Coach des SV Werder unmittelbar nach dem Spiel gehadert und damit auf den unkontrolliert herauseilenden Fortuna-Keeper angespielt, der vermutlich einen Elfmeter verursacht hätte.

Fehlende Cleverness wollte sich Klaassen allerdings partout nicht unterstellen lassen und widersprach seinem Coach in diesem Punkt ausdrücklich: „Ich glaube, das ist eher Theorie. Wenn ich einen Ball aus drei Metern vor die Füße bekomme, vertraue ich einfach darauf, den auch reinzuschießen. Das würde ich beim nächsten Mal wieder genauso machen.“

Davy Klaassen „eher zufrieden“ mit Spiel von Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf

Schlimmer als die vergebene Gelegenheit wog bei Klaassen ohnehin das unbefriedigende Resultat des Auftaktspiels. „Nach so einer Niederlage ist das Gefühl im ersten Moment natürlich schlecht, weil wir zu Hause gegen Düsseldorf eigentlich gewinnen müssen“, sagte der Niederländer und schränkte dann umgehend ein: „Aber, wenn wir genauer auf das Spiel schauen, bin ich schon eher zufrieden, weil wir viele Chancen kreiert und gut gespielt haben - aber klar, das Ergebnis ist natürlich schlecht.“

Nun sei es aber umso wichtiger, sich nicht zu sehr von negativer Stimmung anstecken zu lassen und sich das positive Gefühl für die kommenden Spiele zu bewahren: „Wir dürfen jetzt eben nicht direkt denken: ‚Das Ergebnis ist scheiße und alles ist schlecht.‘ Wir müssen unsere Fehler analysieren und positiv bleiben, dann werden wir auch wieder gewinnen.“

„Keine Krise“ - Davy Klaassen wird der Saison-Start von Werder Bremen zu schlecht gesehen

Klaassen machte am Dienstag keinen Hehl daraus, dass ihm der Start der Bremer in der Öffentlichkeit und den Medien zu schlecht bewertet wurde und wird. „Ich glaube, wir sehen das innerhalb der Mannschaft ein bisschen anders als ihr. Klar ist eine Niederlage kein Superstart, aber wir haben keine Krise.“ Im Gegenteil: „Wir haben gut gespielt und müssen jetzt weitermachen.“

Gelegenheit dazu haben die Bremer am kommenden Samstag, um 15.30 Uhr in der Prezero-Arena in Sinsheim. Dann trifft das Team von Florian Kohfeldt auf 1899 Hoffenheim, das sein Auftaktspiel ebenfalls verloren hat - mit 0:1 gegen Eintracht Frankfurt. Klaassen dazu: „Ich glaube, das wird ein schönes Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen – jetzt vielleicht sogar noch etwas mehr.“

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Nach seiner Auswechslung gegen Fortuna Düsseldorf ist klar: Milot Rashica ist verletzt und wird Werder Bremen mehrere Wochen fehlen. Schlechte Nachrichten für Florian Kohfeldt und Werder Bremen: Linksverteidiger Ludwig Augustinsson wird wegen einer rätselhaften Verletzung noch wochenlang fehlen, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss.

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