Schlechte Stimmung beim SV Werder Bremen nach der 0:3-Niederlage bei Darmstadt 98 - die Stimmen zum Spiel.
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Schlechte Stimmung beim SV Werder Bremen nach der 0:3-Niederlage bei Darmstadt 98 - die Stimmen zum Spiel.

Werder Bremen geht in Darmstadt unter

„Das war schlecht, da hätten wir alle auswechseln können“ – Stimmen zum Debakel des SV Werder in Darmstadt

Darmstadt – Der SV Werder Bremen hat beim SV Darmstadt 98 eine ordentliche Abreibung bekommen: 0:3 musste sich die Mannschaft von Trainer Markus Anfang geschlagen geben. Werder blass und harmlos, bereitete die Gegentreffer mitunter selbst vor. So auch in der 65. Spielminute, als Nicolai Rapp mit einem Rückpass zum Gegner das 0:2 einleitete. Die Stimmen zum Spiel von Anfang, Rapp und Co..

Markus Anfang (Cheftrainer des SV Werder Bremen): „Ich habe immer Probleme damit, Ansprüche zu stellen, aber es war auf jeden Fall weit weg von dem, was die Mannschaft spielen kann. In der ersten Halbzeit hatte man das Gefühl, dass wir nicht wirklich nach vorne spielen wollen. Ich habe das nicht verstanden, weil wir ganz viele Aktionen hatten, in denen wir einfach aufdrehen müssen und nach vorne spielen können. Wir haben gefühlt jeden Ball nach hinten prallen lassen und nicht den Weg nach vorne gesucht. Das ist nicht wirklich zu erklären, weil die Räume da waren. Aber insgesamt muss man einfach sagen, dass wir heute keine Leistung gebracht haben, die dazu berechtigt hätte, in die Punkte zu kommen. Viele haben nicht das geleistet, was sie leisten können.“

Stimmen zum Werder Bremen-Debakel in Darmstadt: „Das ist nicht schön, das fühlt sich überhaupt nicht gut an“

„Wir gewinnen 3:0, wir verlieren 3:0, es ist immer ein Auf und Ab. Wir reden davon, eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft zu haben, die Potenzial hat und wir müssen uns entwickeln. Daran müssen wir uns messen lassen und dass die Mannschaft es besser kann, hat sie gerade gegen Heidenheim gezeigt. Insgesamt war es heute aber kein gutes Spiel. Hinten raus in der zweiten Halbzeit haben wir schon versucht, es anders zu gestalten – und wenn der eine oder andere Ball reinrutscht, läuft so ein Spiel vielleicht noch mal anders. Aber dass du direkt für jede Situation bestraft wirst, passt dann auch zu dem Spiel heute. Wir wissen, dass Werder Bremen ein großer Verein ist, aber die aktuelle Situation ist halt einfach anders. Und die müssen wir annehmen. Wir haben gesagt, wir müssen einen Wiederaufbau betreiben – da sind wir dabei. Aber heute, das muss man ehrlicherweise sagen, hatte das weniger mit Wiederaufbau zu tun. Die Leistung, wie wir sie auf den Platz bringen können, haben wir heute nicht gebracht. Das soll keine Ausrede sein. Das ist nicht schön, das fühlt sich überhaupt nicht gut an.“

Markus Anfang über die Rapp-Szene: „Die Szene war bezeichnend dafür, dass wir nicht nach vorne gespielt haben – und den Gedanken immer nach hinten hatten. Es ist egal, wer den Fehler macht, aber dass wir den Ball nach hinten spielen und dafür bestraft werden, war bezeichnend.“

Nicolai Rapp (Werder-Mittelfeldspieler und Unglücksrabe vor dem 0:2): „Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen. Da können wir noch froh sein, dass wir mit einem 0:1 in die Kabine gehen. Damit waren wir gut bedient, denn Darmstadt war sehr gefährlich in der ersten Halbzeit. Wir leider gar nicht. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen und keine Bälle festgemacht. Das war sehr schlecht von allen. Da hätten wir alle Spieler auswechseln können. Dann kommen wir aus der Pause, sind am Drücker, aber mit meinem Fehler dann zum 0:2 gab es nochmal einen Knackpunkt, der uns das Spiel gekostet hat.  Ich habe ihn nicht gesehen und wollte den Ball klatschen lassen. Das war sehr schlecht. Den Ball darf ich gar nicht so spielen. Ich habe mich bei der Mannschaft schon entschuldigt, denn nach einem 0:1 kannst du immer noch einmal zurückkommen. Nach dem 0:2  kam dann direkt das 0:3. Dann war es schwierig.  Natürlich schmerzt das. So was kommt im Fußball vor. Die nächsten zwei, drei Tage wird es wehtun, aber dann geht der Blick schon wieder Richtung Sandhausen. Wenn ich mich jetzt zu lange damit beschäftige, helfe ich der Mannschaft nächste Woche auch nicht.“

Werder Bremen kommt in Darmstadt unter die Räder - und jetzt? Die Stimmen zum Spiel

Marvin Ducksch (Stürmer des SV Werder Bremen): „Wir hatten uns einiges vorgenommen, haben aber wieder nichts umsetzen können. Das ist uns zum wiederholten Male passiert. Wir wollten es besser machen als wir es in Dresden gemacht haben und sind dann sogar noch schlechter in die Partie gekommen. So kann man nicht auftreten. Wir wussten, was auf uns zukommt, wie der Gegner spielt und welche Räume wir zu bespielen haben. Es ist uns nicht gelungen. Wir wollten die Tugenden auf den Platz bringen. Herz, Leidenschaft, Wille. Davon hat uns heute einiges gefehlt. So kann man in der 2. Liga keine Spiele gewinnen. Heute hat einfach alles ein bisschen gefehlt. Es war wieder ein Scheißtag für uns. Es bringt aber nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir bereiten uns jetzt wieder auf das nächste Spiel vor.“

Frank Baumann (Werder-Sportchef): „Wir haben unsere Leistung nicht auf den Platz gebracht und haben deswegen auch verdient verloren. Gerade in der ersten Halbzeit waren wir sehr behäbig und pomadig. Wir haben viele kleine Fehler gemacht, die sich dann natürlich summieren. Darmstadt hat es ordentlich gemacht, aber es war jetzt auch keine Top-Leistung. Sie haben das Momentum für sich gehabt, haben im richtigen Moment ein schönes Tor gemacht, den er so wahrscheinlich auch nicht nochmal treffen wird. Das 0:2 haben wir vorgelegt, das 0:3 war dann wieder ein Traumtor. Das hat für Darmstadt natürlich alles gepasst. Umso ärgerlicher ist es aber, dass eine normale Leistung von Darmstadt dazu geführt hat, dass wir es nicht gepackt haben. Das ist schon sehr enttäuschend. Jeder Einzelne kann besser spielen, aber auch wir als Mannschaft müssen uns zusammenraufen und besser wehren.“

Mit Material von Sky

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