Drei Debüts beim SV Werder Bremen: Nicolai Rapp (v.l.), Oscar Schönfelder und Abdenego Nankishi spielten beim DFB-Pokal-Aus gegen den VfL Osnabrück ihr erstes Pflichtspiel für Grün-Weiß.
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Drei Debüts beim SV Werder Bremen: Nicolai Rapp (v.l.), Oscar Schönfelder und Abdenego Nankishi spielten beim DFB-Pokal-Aus gegen den VfL Osnabrück ihr erstes Pflichtspiel für Grün-Weiß.

Drei Profis geben Werder-Pflichtspiel-Debüt

Nicolai Rapp, Oscar Schönfelder und Abdenego Nankishi: Werder Bremens Debütantenball an der Bremer Brücke

Osnabrück – Drei Wechsel, drei Debüts: Während Werder Bremens bitterer 0:2-Pokalniederlage beim VfL Osnabrück haben am Samstag gleich drei Profis ihre Pflichtspiel-Premiere mit der grün-weißen Raute auf der Brust gefeiert. Die Nachwuchsspieler Abdenego Nankishi und Oscar Schönfelder kamen ebenso erstmals zum Einsatz wie Neuzugang Nicolai Rapp. Trainer Markus Anfang zeigte sich hinterher grundsätzlich zufrieden mit den Auftritten der Debütanten, die in Sachen Auffälligkeit stark unterschiedlich ausgefallen waren.

Nicolai Rapp zum Beispiel benötigte nach seiner Einwechslung in der 72. Minute nur wenige Augenblicke, ehe er an der Bremer Brücke erstmals im Fokus stand. Nach einer Flanke von Niklas Schmidt wuchtete der Mittelfeldspieler, der im Juni aus Darmstadt zu Werder Bremen gekommen war, den Ball per Kopf an den Pfosten. Kurz darauf scheiterte er an Osnabrücks Keeper Philipp Kühn (77.), ehe er in der Nachspielzeit erneut einen Kopfball gegen den Pfosten setzte (90.+1). „Rappo hat als Achter viel Torgefahr in unser Spiel gebracht, weil er immer wieder vorne mit reingegangen ist“, lobte Anfang, für den der 24-Jährige ab sofort eine echte Alternative sein dürfte. Den Saisonauftakt hatte Rapp wegen muskulärer Probleme verpasst. Jetzt ist er fit, was übrigens genauso für Abdenego Nankishi gilt.

Werder Bremen-Debüts: Trainer will Talente wie Abdenego Nankishi und Oscar Schönfelder „ans Spielen bekommen“

Der 19-jährige Angreifer ist vor der Saison aus der Bremer U23 fest in den Profikader aufgerückt und bekam in Osnabrück ab der 67. Minute erstmals seine Chance auf dem Flügel. „Abed hatte immer wieder gute Aktionen“, hielt Anfang fest, „er ist ins Eins-gegen-Eins gegangen und hat auch den Abschluss gesucht.“ Zählbares brachte das am Ende zwar nicht ein, Anfang traut dem Bremer Eigengewächs aber generell einiges zu. In Sachen Identifikation mit dem Verein dürfte Nankishi ohnehin ganz weit vorne liegen – schließlich hat er einst als U17-Spieler parallel eine Ausbildung zum Bürokaufmann in der Geschäftsstelle des SV Werder Bremen absolviert.

Als Anfang am Samstag in der Schlussphase in Oscar Schönfelder den dritten Debütanten auf den Platz schickte, endete für den 20-jährigen Flügelspieler damit eine längere Leidenszeit. Im vergangenen Sommer war er aus der U19 des 1. FSV Mainz 05 nach Bremen gekommen, zog sich dann aber direkt eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung zu, wegen der er die komplette Saisonvorbereitung und damit die Chance, sich bei den Profis zu empfehlen, verpasste. Nach sechs Regionalliga-Einsätzen für die U23 rückte der ehemalige U19-Nationalspieler in diesem Sommer in den Zweitliga-Kader auf, in dem Anfang auch ihn als Versprechen für die Zukunft sieht. „Wir müssen einen Wiederaufbau betreiben und haben diese jungen Kerle. Klar versuchen wir, sie ans Spielen zu bekommen“, betonte der Trainer. (dco) Lest auch: Wechselt Fredrik Aursnes zu Werder Bremen? Entscheidung steht kurz bevor!

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