SV Werder hat neuen „aggressive Leader“

Aggressiver Start: Jens Stage ist Werder Bremens neuer Balleroberer

Innsbruck – Es war nur eine halbe Stunde, doch in seinen ersten 30 Spielminuten für den SV Werder Bremen deutete Jens Stage schon an, welchen Wert er für seinen neuen Club mal haben könnte. Denn der Vier-Millionen-Euro-Einkauf vom FC Kopenhagen agierte bei der 1:2-Testspielniederlage gegen Besiktas Istanbul nicht nur extrem aggressiv, sondern als Balleroberer auch ziemlich geschickt – mit einer Ausnahme, bei der sich der Däne für ein rüdes Foul dann auch prompt eine Gelbe Karte einhandelte.

„Da war ich vielleicht etwas zu aggressiv. Aber ich hatte den Ball verloren und wollte ihn wiederhaben“, sagte der 25-Jährige nach der Partie in den Katakomben des Innsbrucker Tivoli-Stadions und merkte noch mit einem leichten Grinsen an: „Ich mag es, aggressiv und intensiv zu spielen.“ Dafür hat ihn der SV Werder Bremen auch geholt. So ein „Aggressive Leader“ in schöner Erinnerung an einen gewissen Thomas Delaney fehlte noch im Mittelfeld des Aufsteigers. „Man hat seine Qualitäten in der Balleroberung gesehen, seine Körperlichkeit“, lobte Chefcoach Ole Werner seinen neuen Spieler Jens Stage, merkte aber auch an: „Was das Positionsspiel angeht, kann er sich noch verbessern - und daran werden wir mit ihm arbeiten.“

Werder Bremen-Neuzugang Jens Stage feiert Debüt: „Man hat seine Qualitäten in der Balleroberung gesehen“

Genauso wie an der Fitness. „Ich komme aus einer leichten Verletzung“, erzählte Jens Stage. Die Wade hatte im Endspurt der vergangenen Saison gestreikt. „Die medizinische Abteilung kümmert sich gut um mich, wir gehen die Sache Schritt für Schritt an.“ Deswegen habe er gegen Besiktas auch nur eine halbe Stunde gespielt. Die Belastung soll in den nächsten Wochen gesteigert werden und sich dann auch die Einsatzzeit erhöhen, um spätestens zum Pflichtspielstart am 1. August im Pokal gegen Energie Cottbus ohne Risiko voll belastbar zu sein.

Während sich die Kollegen am Montag und Dienstag von den Strapazen des Trainingslagers erholen dürfen, hat Stage ein etwas anderes Programm: „Ich fliege von Bremen nach Kopenhagen und hole meine Freundin. In Bremen wohne ich noch im Hotel, deswegen kommt meine Freundin mit – dann kann sie entscheiden, wo wir hinziehen.“ Da will einer so schnell wie möglich in seiner neuen sportlichen Heimat ankommen. In der Mannschaft ist ihm das schon ganz gut gelangen. „Das ist eine gute Gruppe, alle wissen, was der Plan ist. Alle halten immer zusammen, alle kommen gut miteinander aus“, betonte Jens Stage. Trotzdem war er nach seiner Premiere für Werder Bremen in Innsbruck nicht ganz zufrieden: „Um ehrlich zu sein, hätte ich gerne gewonnen, auch wenn es nur ein Testspiel war. Wir spielen alle Fußball, um zu gewinnen – das haben wir nicht und das fühlt sich nicht gut an.“ (kni)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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