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Florian Kohfeldt wurde im Spiel gegen Eintracht Frankfurt vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt.

Werder-Coach muss Stellungnahme abgeben

DFB ermittelt gegen Kohfeldt

Bremen – Das kommt wenig überraschend: Der DFB-Kontrollausschuss hat ein Ermittlungsverfahren gegen Florian Kohfeldt eingeleitet.

Der Werder-Coach war in der Schlussphase des Heimspiels am Samstag gegen Eintracht Frankfurt von Schiedsrichter Markus Schmidt auf die Tribüne verbannt worden. Kohfeldt muss nun in den nächsten Tagen eine schriftliche Stellungnahme abgeben. Danach entscheidet der DFB-Kontrollausschuss, ob eine Anklage erhoben wird. Das teilte der DFB auf Nachfrage der DeichStube mit.

Kohfeldt droht damit eine Geldstrafe in vierstelliger Höhe. Das hängt auch davon ab, was Schiedsrichter Schmidt als Ursache für seine Entscheidung angegeben hat. Liegt eine Beleidigung vor, könnte es teuer werden. Doch Kohfeldt hatte nach dem Spiel ausdrücklich betont: „Es ist von mir kein böses Wort gefallen – über 90 Minuten nicht.“

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Belässt es der Kontrollausschuss bei einer Ermahnung?

Möglicherweise war Schmidt einfach Kohfeldts nicht zu übersehende Kritik an den Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns inklusive des Video-Assistenten zu viel geworden. So oder so: Der DFB-Kontrollausschuss leitet immer ein Ermittlungsverfahren ein, wenn ein Trainer seinen Platz verlassen muss.

Das Verfahren kann natürlich auch eingestellt werden. Oder der Kontrollausschuss belässt es bei einer Ermahnung mit dem Hinweis, dann beim nächsten Vorfall durchzugreifen. Bei Kohfeldt ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Der Werder-Coach hatte zwar schon so manche Diskussion mit Unparteiischen während und nach Spielen, aber das blieb jeweils folgenlos. Gegen Frankfurt war es anders – und darüber wunderte sich der 36-Jährige: „Das verstehe ich nicht so ganz. Ich bin nur weggerannt.“ Vor der Verbannung bewahrte ihn das kurz vor Spielende nicht – und nun auch nicht vor dem Ermittlungsverfahren.

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