Platzsturm nach dem Aufstieg des SV Werder Bremen: Ordner versuchen Teile des Platzes zu sichern.
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Platzsturm nach dem Aufstieg des SV Werder Bremen: Ordner versuchen Teile des Platzes zu sichern.

„Ich finde es nicht gut“

DFB-Präsident Neuendorf kritisiert Platzstürme bei Werder Bremen und in anderen deutschen Stadien

Bremen/Berlin – Natürlich hatte Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die Szenen mitbekommen, die sich am vergangenen Sonntag in Bremen abgespielt haben. Und der Platzsturm der Fans nach dem feststehenden Aufstieg des SV Werder Bremen hatte ihm nicht wirklich gefallen – wie übrigens auch die vergleichbaren Bilder zuvor aus Gelsenkirchen, Köln, Berlin oder Stuttgart, als dortige Anhänger ebenfalls den Rasen erobert hatten.

„Ich finde es nicht gut, weil es in gewisser Weise natürlich auch immer Risiken bedeutet für die Spielerinnen und Spieler, für die Zuschauer selbst auch, für das Sicherheitspersonal. Also, das geht schon mit Risiken einher“, sagte der 60-Jährige jetzt beim Medienevent „Bild100 Sport“ in Berlin über die Platzstürme. „Insofern hoffe ich, dass es sich nicht zu einem Trend ausweitet, sondern dass es einzelne Ereignisse bleiben.“

Werder Bremen: DFB-Präsident Bernd Neuendorf kritisiert Platzsturm der Fans

Ein wenig entspannter blickte Fritz Keller, Neuendorfs Vorgänger im Amt des DFB-Präsidenten, auf die Ereignisse in den Stadien wie am vergangenen Wochenende bei Werder Bremen. „Irgendwie können die Fans ja auch ihre Freude zum Ausdruck bringen. Wenn man das organisiert, ist das, glaube ich, auch nicht so gefährlich, sondern einfach ein bisschen mehr Freiheiten lassen“, wünschte er sich. „Wenn man es organisiert, hat man auch die Möglichkeit, was zu machen.“

Beim Platzsturm im Wohninvest Weserstadion waren nach Polizeiangaben mehr als 20 Personen verletzt worden, allerdings glücklicherweise nicht allzu schwer. Werder Bremen bedauerte die Vorgänge, wie Mediendirektor Christoph Pieper im Nachgang gegenüber der DeichStube erklärt hatte. Insgesamt zeigte sich der Verein aber zufrieden: „Unser Sicherheitskonzept ist gut gelaufen und die Fans haben sich im Großen und Ganzen gut benommen“, urteilte Pieper. (mbü/dpa)

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