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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

„An Dreistigkeit nicht zu überbieten“

DFL-Boss Seifert knöpft sich Mäurer vor

Frankfurt - Etwas mehr als eine Woche nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts über die Beteiligung von Profiklubs an Polizeikosten bei Hochrisikospielen wirft DFL-Geschäftsführer Christian Seifert dem Bremer Innensenator Ulrich Mäurer falsche Aussagen vor.

„Zu behaupten, die Gewinne lägen nur bei der DFL, das Land wolle Werder nichts Böses, das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten“, sagte der Boss der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem „kicker“ (Montagsausgabe).

Gebührenbescheid an Oberverwaltungsgericht zurückverwiesen

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte in der vergangenen Woche festgestellt, dass die Beteiligung des Profi-Fußballs an Polizeikosten grundsätzlich rechtmäßig sei. Der konkrete Rechtsstreit zwischen der DFL und der Hansestadt Bremen über den Gebührenbescheid über 415.000 Euro wurde von Richter Wolfgang Bier an das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen zurückverwiesen.

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Mäurer hatte immer wieder argumentiert, dass die DFL sich an den Kosten beteiligen solle, weil sie einen Rekordumsatz nach dem anderen vermeldet. Seifert stellte nun klar, „dass die DFL zwar Milliarden bewegt, aber knapp 94 Prozent davon an die Klubs ausschüttet. Die DFL hat keine Milliardengewinne“.

Vielmehr würde Werder Bremen, an den der Gebührenbescheid weitergeleitet wird, „für das Land Bremen über 300 Millionen Euro Wertschöpfung“ erzielen. Seifert forderte den SPD-Politiker Mäurer deshalb auf, „den Fans des SV Werder die Wahrheit“ zu sagen. 

(sid)

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Die DFL hat vier Bescheide des Landes Bremen wegen der Polizeikosten bei Risikospielen beglichen. Die Hälfte der 1,17 Mio. Euro will sich die DFL von Werder Bremen zurückholen.

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