Für Markus Anfang, Trainer des SV Werder Bremen, ist der FC Schalke 04 der große Favorit in der 2. Liga.
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Für Markus Anfang, Trainer des SV Werder Bremen, ist der FC Schalke 04 der große Favorit in der 2. Liga.

Wer landet in der 2. Fußball-Bundesliga vorn?

Für Werder-Coach Markus Anfang ist Schalke 04 der Favorit

Zell am Ziller – Schon in gut zwei Wochen startet die wohl interessanteste 2. Liga aller Zeiten in die Saison – und da stellt sich so langsam auch die Favoritenfrage. Die Antwort fällt Trainern meistens sehr schwer. Das gilt auch für Markus Anfang, den neuen Coach des SV Werder Bremen. Einen Club, den er vorne erwartet, nennt der 47-Jährige dann aber doch: den FC Schalke 04.

Anfang ist ein echter Zweitliga-Experte, hat in dieser Klasse schon für drei Clubs gearbeitet: Holstein Kiel, 1. FC Köln und zuletzt Darmstadt 98. Die Favoritenfrage sei gerade in dieser Liga eine ganz besondere. „Man hat ja letztes Jahr gesehen, dass man das schwer sagen kann. Am Ende waren drei Mannschaften oben, die es auch verdient hatten, aber die man nicht unbedingt oben erwartet hatte“, blickt der Trainer des SV Werder Bremen noch einmal auf die Abschlusstabelle. Der VfL Bochum wurde Meister, Greuther Fürth und Holstein Kiel landeten dahinter. Kiel scheiterte dann in der Relegation am 1. FC Köln. Die „Störche“ dürften auch in der kommenden Saison eine gute Rolle in Liga zwei spielen. Sicher auch der Hamburger SV oder Fortuna Düsseldorf. Doch Markus Anfang hat ein anderes Team ganz weit oben auf dem Zettel und kann das gut begründen.

Markus Anfang: Schalke 04 hatte mehr Planungszeit für die 2. Liga als Werder Bremen

„Auch wenn man so eine Zeitspanne als Verein nicht haben will: Aber wenn man schon fünf, sechs Monate vorher weiß, dass man eventuell absteigt, kann man das besser planen. Ich glaube deshalb, dass Schalke 04 oben mit dabei sein wird.“ Und was ist mit Werder Bremen, dem zweiten Absteiger aus der Bundesliga? „Werder ist erst am letzten Spieltag abgestiegen, da ist die Zeitspanne sehr eng“, betont Anfang, der die Folgen im Trainingslager im Zillertal deutlich zu spüren bekommt. Er hat zwar einen durchaus schlagkräftigen Kader, weiß aber überhaupt nicht, wie lange ihm einzelne Spieler noch zur Verfügung stehen. So ziemlich jeder Profi steht zum Verkauf, abgesehen von den vier Neuzugängen Anthony Jung, Nicolai Rapp, Lars Lukas Mai und Kyu-hyun Park. Deswegen lautet Anfangs mit den Verantwortlichen des Vereins abgesprochenes Motto: „Erst der Wiederaufbau, dann der Wiederaufstieg.“

Ein echtes Saisonziel möchte der Coach erst verkünden, wenn er seinen tatsächlichen Kader kennt. Das kann durchaus noch bis zum Ende der Transferperiode (31. August) dauern. Allerdings wird das die Trainer anderer Clubs gewiss nicht daran hindern, den SV Werder Bremen zu einem der Favoriten zu erklären. Schließlich geht es um einen Traditionsclub, der auch nach dem Abstieg trotz aller finanziellen Probleme immer noch ein Budget für den Kader zur Verfügung hat, von dem der größte Teil der Zweitligisten nur träumen kann. (kni)

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