Neues Zentrum für Sportmedizin im Weserstadion

Ex-Mannschaftsarzt Alberto Schek kehrt zu Werder Bremen zurück

Bremen – Die intensive Suche nach den Gründen für die historisch schlechte Saison – bei Werder Bremen lief sie am Ende immer wieder auf einen Punkt hinaus: auf die beispiellose Verletzungsmisere, mit der sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt geplagt hatte.

Insgesamt 22 Spieler hatten während der Serie 2019/20 aus Verletzungsgründen mindestens ein Spiel verpasst, gleich acht Profis verletzten sich in der Reha erneut. Traurige Bestwerte, die sich in der neuen Saison auf gar keinen Fall wiederholen sollen. Werder Bremen ist deshalb gerade damit beschäftigt, seine medizinische Abteilung neu zu organisieren. Der Paracelsus-Klinik Bremen kommt dabei eine besondere Rolle zu.

Die Klinik ist schon länger medizinischer Partner des Vereins und richtet derzeit in Turm drei des Weserstadions ein neues Zentrum für Sportmedizin und Prävention ein, darüber berichtet kreiszeitung.de*. Eröffnet werden soll es im Oktober. In dieser Woche gab die Paracelsus-Klinik nun bekannt, dass Dr. Alberto Schek als Chefarzt die ärztliche Leitung des neuen sportmedizinischen Fachbereichs übernimmt. Damit kehrt ein guter, alter Bekannter ins Weserstadion zurück.

Bei Werder Bremen herrscht Vorfreude im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Dr. Alberto Schek

Der 38-Jährige war einst neben Mannschaftsarzt Philipp Heitmann für Werder Bremens Bundesligateam zuständig und arbeitete zudem im Leistungszentrum, ehe er 2017 nach Berlin ging, wo er unter anderem als medizinischer Leiter der Fußballakademie von Hertha BSC fungierte. Zudem ist Schek Teamarzt des Deutschen Hockey-Bundes. In Turm drei des Weserstadions wird er ab Herbst auf zwei Etagen und rund 500 Quadratmetern Fläche mit seinem Team „eine für die Region exklusive medizinische Infrastruktur mit modernsten Diagnostik- und Therapiemethoden“ anbieten, wie es in einer Pressemitteilung der Paracelsus-Klinik heißt. Das Angebot richte sich nicht nur an Profisportler, sondern an alle „körperlich aktiven Menschen“. Bei Werder Bremen sehen sie der künftigen Zusammenarbeit mit Alberto Schek mit Vorfreude entgegen.

„Diese Personalentscheidung freut uns und ist ein weiterer Schritt, dass unser medizinischer Partner seine sportmedizinische Expertise weiter erhöht“, wird Sportchef Frank Baumann in der Mitteilung zitiert. Und weiter: „Wir freuen uns, dass Alberto Schek dazu beiträgt, den Ausbau des sportmedizinischen Kompetenzzentrums der Paracelsus-Klinik voranzutreiben. Davon werden auch wir bei Werder Bremen profitieren.“ (dco)

Zur letzten Meldung vom 25. Februar 2020:

Trotz des Stolperstarts: Werder Bremen intensiviert Zusammenarbeit mit Paracelsus-Klinik

Die Kooperation läuft schon seit Saisonbeginn – und es lässt sich gewiss nicht sagen, dass sie bislang unter einem besonders glücklichen Stern gestanden hätte. Dennoch halten Werder Bremen und die Paracelsus-Klinik aneinander fest und haben der Zusammenarbeit nun auch einen offiziellen Anstrich verpasst.

Die Bremer Paracelsus-Klinik, die seit dem vergangenen Sommer bereits den Werder-Mannschaftsarzt stellt, ist ab sofort „Offizieller Medical Partner“ des SV Werder. Das hat der Club am Montag mitgeteilt. „Wir sind froh, mit der Paracelsus-Klinik einen medizinischen Partner an der Seite zu haben, der uns bei unserer Arbeit hervorragend begleitet, professionell unterstützt und sehr flexibel agiert“, sagt Geschäftsführer Frank Baumann in einer Werder-Meldung.

Werder Bremen von einer grassierenden Verletzungsseuche geprägt

Flexibilität war zum Beispiel gefordert, als Dr. Benjamin Schnee, im Sommer 2019 erst als neuer Teamarzt installiert, seinen Posten schon Ende Oktober wieder aufgab und auch die Paracelsus-Klinik verließ. Aus privaten Gründen, wie es hieß. Dr. Daniel Hellermann übernahm bei Werder Bremen zunächst kommissarisch, dann dauerhaft. Weil die laufende Saison aus medizinischer Sicht aber nicht nur von diesem ungeplanten Arztwechsel, sondern lange auch von einer grassierenden Verletzungsseuche geprägt war, kann von einem unbeschwerten Start der Kooperation nur schwer die Rede sein.

Werder Bremen will „Kooperation zukünftig noch weiter ausbauen.“

Dass Verletzungspech und Paracelsus-Klinik aber in keinem Zusammenhang stehen, dokumentiert Werder Bremen mit der Vertiefung der Zusammenarbeit. Hinter Dr. Daniel Hellermann stehe nun eine ganze Klinik sowie eine eigene sportmedizinische Fachabteilung. Baumann: „Diese Expertise und die positiven Erfahrungen, die wir mit Daniel Hellermann und der Paracelsus-Klinik gemacht haben, wollen wir weiter nutzen und die Kooperation zukünftig noch weiter ausbauen.“

Die in der Bremer Vahr ansässige Paracelsus-Klinik plant zudem, „die Abteilung Sportmedizin um Chefarzt Dr. Sanjay Weber-Spickschen mit weiteren Experten aus angrenzenden Fachgebieten zu erweitern“, sagt die Leiterin des Geschäftsbereichs Sport- und Gesundheitsmedizin der Paracelsus-Klinik, Melanie Stade. (csa)

Zur letzten Meldung 31. Dezember 2019

Mannschaftsarzt verlässt Werder Bremen - Baumann: „Hat mit Verletztensituation nichts zu tun“

Bremen - Erst vor der Saison hatte er seinen Dienst aufgenommen, nun kehrt Dr. Benjamin Schnee Werder Bremen schon wieder den Rücken: Der Mannschaftsarzt verlässt den Verein aus privaten Gründen, wie Werder am Dienstagvormittag bekannt gab.

„Ben hat unseren medizinischen Partner, die Paracelsus-Klinik, die sein Arbeitgeber ist, gebeten, seinen Vertrag aufzulösen, da er aus privaten Gründen nach Berlin zurückkehren möchte“, wird Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, in einer Mitteilung zitiert. Dr. Benjamin Schnee selbst erklärt: „Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, da ich mich sowohl bei der Paracelsus-Klinik als Arbeitgeber aber vor allem auch bei Werder sehr wohl gefühlt habe.“

In Schnees kurze Amtszeit fiel die beispiellose Bremer Verletztenmisere, als bis zu elf Spieler zeitgleich nicht zur Verfügung standen. Der Abschied des Arztes steht damit aber nicht in Zusammenhang, versicherte Baumann: „Nein, dieser Verdacht ist falsch. Dass Ben geht, hat mit der Verletztensituation nichts zu tun.“

Dr. Benjamin Schnee war erst im Sommer zu Werder Bremen gekommen

Dr. Benjamin Schnee war erst im Sommer nach Bremen gekommen, hatte in der Paracelsus-Klinik als „Leiter Sportmedizin“ in der orthopädischen Abteilung gearbeitet - und war die zentrale Figur bei Werders Umstrukturierung der medizinischen Betreuung der Profimannschaft.

Mit einer neuen Praxis im Weserstadion, die permanent besetzt sein sollte, wollte Werder Bremen für ein noch lückenloseres medizinisches Angebot sorgen. Da der bisherige Mannschaftsarzt Dr. Philip Heitmann das aus zeitlichen Gründen nicht leisten konnte, kam Schnee.

Werder Bremen: Gemeinsame Suche nach neuem Teamarzt mit der Paracelsus-Klinik 

Nach dessen schnellem Abgang wird nun zunächst Dr. Daniel Hellermann die Aufgaben als Mannschaftsarzt übernehmen. „Daniel gehört ja bereits – genau wie Dr. Christoph Engelke – schon länger zum Ärzteteam, das rund um die Mannschaft arbeitet, so dass wir einen direkten Übergang gewährleisten können", so Frank Baumann, der sich nun gemeinsam mit der Paracelsus-Klinik auf die Suche nach einem neuen Teamarzt machen wird. „Wir hatten ja damals schon einen Rekrutierungsprozess gestartet, auf den wir jetzt aufbauen können“, erklärte der Sportchef. Bis zur Winterpause soll eine Entscheidung getroffen sein.

zur letzten Meldung vom 19. Juni 2019: 

Mit neuem Teamarzt: Werder Bremen strukturiert medizinische Abteilung um

Bremen - Der SV Werder Bremen strukturiert seine medizinische Abteilung um. Mit neuem Konzept und neuem Teamarzt sollen die Bundesliga-Profis künftig noch intensiver betreut werden.

„Ziel ist es, eine Praxis im Kabinenbereich zu öffnen, die unseren Spielern des gesamten Leistungsbereichs durchgehend offen steht“, erklärt Werder-Sportchef Frank Baumann in einer Vereinsmitteilung. „Damit verbunden sind deutlich gestiegene Anforderungen an zeitliche Ressourcen des Teamarztes.“

Werder Bremen: Philip Heitmann hört auf - Benjamin Schnee neuer Teamarzt

Der bisherige Teamarzt Dr. Philip Heitmann kann und will das in Zukunft nicht mehr leisten. Die Doppelbelastung mit der Arbeit im Verein und seiner eigenen Praxis seien bereits enorm gewesen, sagt Heitmann: „Ich wollte diese Belastung gern auch im Sinne meiner Familie verringern und mich auch zugunsten meiner Patienten voll auf meine Praxis konzentrieren.“ Heitmann war seit 2005 für Werder aktiv.

Sein Nachfolger wird Dr. Benjamin Schnee. Der Leiter Sportmedizin in der Abteilung Orthopädie an der Bremer Paracelsus-Klinik soll zum Start der Werder-Profis in die Sommervorbereitung seine Arbeit aufnehmen. „Der Profisport ist eine besondere Aufgabe auch für Mediziner“, sagt Schnee. Dr. Daniel Hellermann und Dr. Christoph Engelke ergänzen wie bisher das Ärzteteam. (han) -- *kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Nicht die einzige Veränderung in der Sommerpause: Werder Bremen baut auch räumlich im Weserstadion um

Rubriklistenbild: © nordphoto

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