Der SV Werder Bremen setzt mit einem Banner an der Fassade des Wohninvest Weserstadions ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine.
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Der SV Werder Bremen setzt mit einem Banner an der Fassade des Wohninvest Weserstadions ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine.

SV Werder gegen den Ukraine-Krieg

Laute Gedenkminute und großes Banner: Werder Bremen zeigt vor dem Dresden-Spiel Solidarität mit der Ukraine

Bremen – Zu übersehen ist es nicht, und auch die Botschaft könnte klarer nicht sein: „Wir gemeinsam für Frieden. STOP WAR!“, steht auf dem großen Banner, gehalten in den ukrainischen Landesfarben Blau und Gelb, das seit Freitag an der Fassade des Wohninvest Weserstadions hängt. Der SV Werder Bremen bringt damit seine Haltung zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine klar zum Ausdruck und wird während des Heimspiels gegen Dynamo Dresden (Sonntag, 13.30 Uhr) weitere Zeichen folgen lassen.

„Es wird im Rahmen des Spiels eine Solidaritätsaktion für die Menschen in der Ukraine geben“, kündigt Werders Clubsprecher Christoph Pieper an. So würden einige Sponsoren während der Partie beispielsweise auf ihre Bandenwerbung verzichten, damit dort Botschaften gegen den Krieg gezeigt werden können. Online bittet der Club außerdem um Spenden für die Organisation SOS-Kinderdorf, die ukrainische Kinder und ihre Familie in Sicherheit bringen will. Kurz vor dem Anstoß soll es zudem eine laute Gedenkminute geben, wie Pieper erklärt: „Wir wollen emotional Beistand leisten und positive Energie in Richtung Ukraine senden, um den Menschen etwas Hoffnung rüberzuschicken.“ Werder Bremen hofft, dass das Stadion während der Gedenkminute nicht wie sonst üblich still und andächtig, sondern dafür „sehr laut und hoffentlich emotional“ sein wird.

Werder Bremen will trotz Ukraine-Krieg weiter spielen: „Sonst hätte die falsche Seite gewonnen“

Danach soll es dann um Sport, soll es gegen Dynamo Dresden um wertvolle Punkte im Rennen um den Aufstieg gehen. Was angesichts des Schreckens in der Ukraine freilich mehr als unbedeutend erscheint – und dazu führt, dass Kritiker bereits die Frage stellen, ob das überhaupt miteinander vereinbar ist: Krieg und sportliche Wettkämpfe.

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„Die Bilder, die uns aus der Ukraine erreichen, sind schockierend“, betont Ole Werner, Cheftrainer des SV Werder Bremen. Trotz allem sei es aber so, „dass wir die Möglichkeit haben, über Zeichen, die wir setzen, etwas positive Unterstützung an die Menschen zu geben, die direkt vom Krieg betroffen sind.“ Den Sportbetrieb auch in anderen Ländern großflächig einzustellen, hält der 33-Jährige für die falsche Idee. „Wir helfen ja niemandem damit, wenn wir jetzt keinen Sport mehr machen und keinen Fußball mehr spielen“, sagt Werner – und hält fest: „Es ist wichtig, zu zeigen, dass wir nicht wegen eines Krieges, den in Person von Herrn Putin jemand vom Zaun bricht, mit unserem Leben aufhören. Dann hätte die falsche Seite gewonnen.“ (dco)

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