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Kevin Möhwald wechselt vom 1. FC Nürnberg zum SV Werder Bremen.

Transfer von Kevin Möhwald jetzt offiziell

Einmal „Pommes grün-weiß“, bitte!

Bremen - Die Aufstiegsfeiern des 1. FC Nürnberg hat Kevin Möhwald natürlich mitgemacht. Er hat dabei aber nicht so sehr auf dem Gas gestanden wie vielleicht manch anderer Mitspieler. Den Erfolg zu begießen, ist Möhwalds Sache nämlich nicht.

Er trinke nicht so gerne Alkohol, hatte er in den Tagen mitgeteilt, als um ihn herum das Party-Leben tobte. Vielleicht hat er jedoch auch deshalb nicht so ausschweifend gefeiert, weil sein persönlicher Aufstieg schon viel länger feststand. Bereits im März war der Mittelfeldmann mit Werder einig, verkündet wurde der ablösefreie Transfer erst am Dienstag.

Möhwald ist der neue Mann für das Bremer Mittelfeld – und er bringt einige Parameter mit, die zumindest als gutes Omen gewertet werden dürfen, dass der 24-Jährige vor einer Erfolgsgeschichte steht. Denn es gibt Parallelen zu zwei Bremer Ehrenspielführern und zwei weiteren Werder-Legenden – aber zugegeben: Es sind Parallelen, die eher zu Peripherie eines Profi-Lebens gehören.

Nach „Pizza“ und „Lutscher“ jetzt „Pommes“

Nummer eins: Möhwald stammt wie Clemens Fritz aus Erfurt, dort wurde er 13 Jahre nach dem Bremer Ex-Spielführer geboren, dort lernte er das Fußballspielen.

Nummer zwei: Möhwalds Sprungbrett zu Werder war der 1. FC Nürnberg. Jener Club also, der auch für Frank Baumann, den heutigen Werder-Sportchef, die Station vor einer tollen Karriere in Bremen war. Anno 1999 war das. Jetzt sagt Baumann über Möhwald: „Wir sind davon überzeugt, dass Bremen für ihn der richtige Verein ist, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen. Das kenne ich ja noch aus eigener Erfahrung.“

Frank Baumann war vom 1. FC Nürnberg zu Werder Bremen gewechselt.

Nummer drei: Möhwald wird „Pommes“ gerufen – und mit Spielern, die Spitznamen aus der Kategorie „Mehr oder weniger Ungesundes aus der Lebensmittelabteilung“ tragen, haben die Bremer beste Erfahrungen gemacht. Siehe „Pizza“ Pizarro oder „Lutscher“ Frings. Jetzt also „Pommes“ – und zwar in der neuen Variante „grün-weiß“.

In Nürnberg kreativer Kopf der Mannschaft

Ob aus Kevin Möhwald jemals ein Fritz, Baumann oder Frings wird, ist freilich nicht vorherzusagen. Dass er kein Pizarro wird, natürlich schon. Er ist schließlich kein Torjäger, sondern im Mittelfeld zu Hause. Dort wird sich der Rechtsfuß, der einen brauchbaren Distanzschuss anzubieten hat, aber erstmal beweisen müssen. Er kann den Part als Sechser spielen, besser aufgehoben scheint er aber auf einer Halbposition oder gar auf der „10“ zu sein. 

In Nürnberg galt er als kreativer Kopf der Mannschaft. Auf jeden Fall wird er damit leben müssen, bei Werder als Nachfolger von Zlatko Junuzovic (wechselt ablösefrei zu RB Salzburg) gesehen zu werden. Werder-Trainer Florian Kohfeldt hatte Möhwalds Vorzüge vor kurzem so beschrieben: „Kevin ist ein technisch sehr guter Spieler, der sich gut in den Zwischenräumen bewegt und auch strategisch veranlagt ist.“ Der Neue sei auch ein „richtig guter Typ, der hervorragend in unsere Mannschaft passt“.

Noch keine Erstliga-Erfahrung

Der ehemalige U20-Nationalspieler ist jedoch auch ein Spieler, der noch keine Erstliga-Erfahrung gesammelt hat. Bis 2015 hat er für seinen Heimatclub RW Erfurt gespielt und 103 Partien in Liga drei absolviert. Es folgten drei Jahre 1. FC Nürnberg mit 87 Zweitliga-Spielen, in denen ihm zwölf Tore und 23 Assists gelangen.

Nach dem Aufstieg hätte Möhwald auch beim „Club“ bleiben können, in den Genuss der ersten Liga wäre er auch bei den Franken gekommen. Aber er setzt auf Werder und eine Zukunft, die ihm verlockernder erscheint als die in Nürnberg. „Die Perspektive und das Konzept haben mich absolut überzeugt“, sagt er in einer Werder-Mitteilung. Da glaubt einer fest daran, dass es in Bremen ein Ende hat mit dem Abstiegskampf.

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