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Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, meint, dass das erhöhte Wechselkontingent in der Coronavkirus-Krise eher ein Vorteil für Spitzenteams ist.

Werders Joker stechen nicht

Werder-Sportchef Baumann: Fünf erlaubte Wechsel ein Vorteil für Spitzenteams

Bremen - Florian Kohfeldt hatte alles probiert, der Cheftrainer des SV Werder Bremen hatte das vergrößerte Wechselkontingent voll ausgeschöpft - ohne Erfolg.

Unter dem Strich blieb es aber auch nach dem 1:4 gegen Bayer Leverkusen dabei: Werders Joker stechen nicht, überhaupt nicht. Fünf frische Spieler dürfen die Clubs seit dem Bundesliga-Neustart einwechseln, bei Werder Bremen waren es am Montagabend allesamt Offensivkräfte, die allesamt wirkungslos blieben. Auch Johannes Eggestein, Nick Woltemade, Josh Sargent, Fin Bartels und Yuya Osako war das erste Bremer Jokertor der laufenden Saison nicht geglückt.

Werder Bremen: Die Einwechselspieler stechen nicht

Natürlich hatte auch Sportchef Frank Baumann darauf gehofft, dass einer aus diesem Quintett neue Impulse auf den Rasen bringt, seine Mannschaft mitreißt, aufweckt. All das blieb aus. Kritisieren wollte er die Spieler dafür aber nicht. Er nahm sie lieber in Schutz. „Es ist nicht ganz so leicht, beim Stand von 1:3 oder 1:4 gegen eine richtig gute Leverkusener Mannschaft ins Spiel zu kommen und ihm dann nochmal eine Wende zu geben“, sagte der 44-Jährige, der mit vermutlich neidischem Blick hatte mit ansehen müssen, wie das mit den Einwechselspielern auch funktionieren kann. Zum Vergleich: Leverkusens Trainer Peter Bosz brachte Leon Bailey, Karim Bellarabi, Julian Baumgartlinger, Lucas Alario und Paulinho ins Spiel - Namen, die bei Werder Bremen durchweg in der Startelf stehen würden und von denen einige noch großen Einfluss auf die Partie nahmen. Höhepunkt: Bellarabi bereitete den Treffer zum 4:1-Endstand vor.

Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann Erhöhtes Wechselkontingent ein Vorteil für Spitzenteams

„Wenn man sich die Bank von Leverkusen anschaut, ist dort einfach sehr viel Qualität vorhanden“, sagte Frank Baumann, der die neue Regel mit den fünf erlaubten Wechseln generell eher als Vorteil für die Spitzenteams sieht, „weil ihre Kader einfach breiter aufgestellt sind“. Zu wenig gute personelle Optionen sieht der Sportchef im Aufgebot des SV Werder Bremen aber nicht: „Wir haben schon bald wieder Alternativen. Davy Klaassen kommt nach seiner Gelbsperre zurück, und Ludwig Augustinsson wird sehr bald auch wieder dabei sein.“ (dco)

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Unterdessen hat sich Vereinslegende Rune Bratseth für einen Trainerwechsel beim SV Werder Bremen ausgesprochen.

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