Trainer Markus Anfang wundert sich über zwei nicht gegebene Elfmeter für Werder Bremen im Spiel gegen den KSC.
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Trainer Markus Anfang wundert sich über zwei nicht gegebene Elfmeter für Werder Bremen im Spiel gegen den KSC.

VAR greift nicht für den SV Werder ein

Ein Foul, ein Handspiel, kein Elfmeter - und Werder-Trainer Markus Anfang fragt sich: Wo blieb der Videobeweis? 

Bremen – In der Welt des Fußballs sind „Collinas Erben“ längst eine Instanz. In Podcasts, in Sozialen Medien und auch bei Sky diskutieren und bewerten die Mitarbeiter des Schiedsrichter-Magazins strittige Entscheidungen in der 1. und 2. Liga. Nach dem 0:0 des SV Werder Bremen beim Karlsruher SC meldeten sich „Collinas Erben“ gleich zweimal zu Wort. Es ging um zwei Elfmeter, die die Bremer hätten bekommen können, aber nicht bekommen haben. Was „Collinas Erben“ falsch fanden, womit sie auf einer Linie mit unzufriedenen Bremern lagen.

Fall eins: Ein Schubser von KSC-Profi Philip Heise gegen Nicolai Rapp vom SV Werder Bremen, der mit Tempo Richtung leeres Karlsruher Tor lief, um abzustauben. Heises Arm ging raus, schob Rapp so am Ball vorbei. „Auch wenn es nur ein kleiner Schubser war, war er dennoch elementar“, bewertete Werder-Sportchef Frank Baumann die Szene aus der 29. Minute. „Für mich ist es ein Elfmeter“, protestierte auch Trainer Markus Anfang. Schiedsrichter Bastian Dankert und Video-Assistent Christan Dingert, beides erfahrene Bundesliga-Referees, sahen jedoch keine strafbare Aktion. „Collinas Erben“ schon: „Rot und Strafstoß wären hier angemessen gewesen.“

Werder Bremen bekommt in Karlsruhe zwei Elfmeter nicht - auch der VAR greift nicht ein

Fall zwei: Ein Handspiel von Lucas Cueto im KSC-Strafraum (38.). Unbedrängt von einem Bremer und ohne dass er aus einem halben Meter Entfernung angeschossen worden wäre, hatte der Karlsruher den Ball mit dem rechten Arm mitgenommen. Anfang fühlte sich an seine vergangene Saison in Darmstadt und „zehn Handelfmeter gegen uns“ erinnert. Diesmal sei der Arm des Karlsruhers „ganz oben“ gewesen, dennoch lief das Spiel weiter. Unverständnis bei Werder Bremen und auch bei „Collinas Erben“, die eine „unnatürliche Armhaltung“ gesehen hatten: „Also Strafstoß“.

Nur dumm, wenn zwar alle es so sehen, aber nicht die, auf die es ankommt. Kurios vor allem, dass Video-Schiri Dingert seinen „Chef“ Dankert in beiden Fällen nicht in die Review-Zone bat, die Möglichkeit des Videobeweises einfach ungenutzt blieb. Dass sich Dankert die Szenen wenigstens nochmal ansieht, „darauf hatte ich gehofft“, meinte Markus Anfang. Die Verantwortung für den verpassten Bremer Sieg schob der Coach des SV Werder Bremen den Schiedsrichtern trotz allen Ärgers aber ausdrücklich nicht zu: „Wir hätten das Spiel auch so für uns entscheiden können.“ (csa)

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