Die österreichische Nationalmannschaft bejubelt den ersten Einzug ins EM-Achtelfinale überhaupt: Marco Friedl (Mitte, in zivil), Profi des SV Werder Bremen, stand gegen die Ukraine nicht im Kader.
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Die österreichische Nationalmannschaft bejubelt den ersten Einzug ins EM-Achtelfinale überhaupt: Marco Friedl (Mitte, in zivil), Profi des SV Werder Bremen, stand gegen die Ukraine nicht im Kader.

Friedl wieder nicht im Kader

Österreich zieht ins EM-Achtelfinale ein - Werder-Verkaufskandidat Friedl schaut zu

Bukarest – Großer Jubel bei der österreichischen Nationalmannschaft: Dank eines 1:0-Erfolgs gegen die Ukraine zog das Team von Trainer Franco Foda am Montagabend zum ersten Mal überhaupt ins Achtelfinale einer Europameisterschaft ein. Dort trifft der Zweitplatzierte der Gruppe C, bei dem Marco Friedl von Werder Bremen wie bereits zum EM-Auftakt nicht im Kader stand, am Samstag auf Italien. Von der Tribüne aus sah Friedl, wie sein Team durch ein Tor des Hoffenheimers Christoph Baumgartner (21.) den historischen Erfolg feierte. Immerhin kamen zwei Ex-Bremer gegen die Ukrainer zum Einsatz: Marko Arnautovic und Florian Grillitsch standen beide in der österreichischen Startformation.

Bereits ihr erstes Gruppenspiel gegen Nordmazedonien hatten die Österreicher ohne Marco Friedl im Kader mit 3:1 gewonnen. In der zweiten Partie gegen die Niederlande (0:2) hatte Friedl dann immerhin auf der Bank gesessen. Die Hoffnung des SV Werder Bremen, dass Friedl doch noch die EM-Bühne betreten und ein wenig Werbung in eigener Sache machen darf, wird durch das neuerliche Fehlen des 23-jährigen Verteidigers aber nicht größer. Allerdings gilt Friedl mit einem geschätzten Marktwert von 7,5 Millionen Euro auch so als gefragter Verkaufskandidat, einige Bundesliga-Clubs sollen interessiert sein.

Werder Bremen: Marco Friedl und vier Ex-Bremer ziehen ins EM-Achtelfinale ein

Ein sehr ähnliches Leid teilt bei der Europameisterschaft auch Friedls Ex-Teamkollege Davy Klaassen: Der ehemalige Star des SV Werder Bremen in Diensten von Ajax Amsterdam saß im für die Niederlande relativ bedeutungslosen dritten Gruppenspiel nur auf der Bank – damit hat auch er noch keine einzige Minute EM-Luft geschnuppert. Die Elftal fuhr beim souveränen 3:0-Sieg gegen Nordmazedonien aber auch ohne Klaassens Hilfe souverän den Gruppensieg ein.

Und apropos Ex-Bremer: Am Montagabend zogen noch drei weitere frühere Werder-Spieler ins EM-Achtelfinale ein: Kevin De Bruyne gelang mit Belgien der dritte Sieg im dritten Gruppenspiel – gegen Finnland setzte sich der „ewige Geheimfavorit“ spät mit 2:0 durch. Besonders emotional wurde es dann am späten Abend für Dänemark: Dank eines fulminanten 4:1-Erfolgs gegen Russland zog das Team, das beim EM-Auftakt gegen Finnland den traumatischen Herzinfarkt von Christian Eriksen wegstecken musste, nach zwei Pleiten zum Start doch noch in die Runde der letzten 16 ein. Bei den Dänen standen Jannik Vestergaard und Thomas Delaney in der Startelf. (mwi)

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