Eren Dinkci überzeugte im Testspiel des SV Werder Bremen gegen Zenit St. Petersburg und will in der neuen Saison durchstarten.
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Eren Dinkci überzeugte im Testspiel des SV Werder Bremen gegen Zenit St. Petersburg und will in der neuen Saison durchstarten.

Sturm-Talent will beim SV Werder durchstarten

Eren Dinkci denkt nur an Werder: „Ich bin ein Bremer Jung und spiele gerne hier“

Zell am Ziller – Dass Eren Dinkci im Trainingslager im Zillertal einen großen Auftritt haben würde, stand von vornherein fest. Es war quasi ein fixer Programmpunkt während Werder Bremens einwöchigem Aufenthalt in Österreich.

„Da es mein erstes Trainingslager mit den Profis war, musste ich leider singen“, berichtete der 19-Jährige, der während des Mannschaftsabends auf einer Berghütte einen Song des türkischen Sängers Tarkan zum Besten gab – und damit vor allem zwei Mitspieler von den Stühlen riss. „Besonders Kapi und Leo waren begeistert“, sagte Eren Dinkci mit einem breiten Lächeln über sein musikalisches Ausrufezeichen, dem er am Mittwochabend dann noch ein sportliches folgen ließ. Während des 2:2 im Testspiel des SV Werder Bremen gegen Zenit St. Petersburg glänzte der Angreifer speziell als Torschütze – und deutete allgemein an, dass mit ihm zu rechnen ist.

Werder Bremen: Eren Dinkci krönt gute Woche im Trainingslager im Zillertal mit Tor im Testspiel

„Ich fand das Spiel schon geil“, strahlte Dinkci nach dem Abpfiff und urteilte: „Wir haben top gespielt und sind definitiv eine gute Mannschaft.“ In der Tat hatte Werder Bremen vor allem während der ersten Hälfte positiv überrascht und sich mit dem schönen Treffer von Eren Dinkci (21.) früh dafür belohnt. Yuya Osako hatte den Stürmer auf der rechten Seite per herrlichem Zuspiel in Szene gesetzt. Den Rest erledigte Dinkci dann bemerkenswert abgeklärt: „Ich habe hochgeschaut und gesehen, dass keiner in der Mitte steht. Dann dachte ich mir: Bringst du den Ball eben irgendwie selbst aufs Tor.“

So einfach kann das manchmal offenbar sein. Und schon hatte Dinkci seine generell gute Woche im Zillertal gekrönt. Zwar hatte der gebürtige Bremer zwei Tage lang wegen muskulärer Probleme etwas kürzer treten müssen, letztlich war es aber halb so wild. Die Zeit auf dem Trainingsplatz reichte auch so aus, dass sich Dinkcis Bild von Werders neuem Cheftrainer Markus Anfang weiter verfestigt hat: „Bei mir kommt er wirklich sehr gut an.“

Werder Bremen: Kein Wechsel-Wunsch! Eren Dinkci konzentriert sich voll auf Werder

Nach dem Test gegen St. Petersburg verzichtete Anfang zwar generell auf Sonderlob für seine Spieler („Ich möchte keinen Einzelnen herausheben“), aber dennoch dürfte Eren Dinkci in seinen Plänen für die neue Saison eine wichtige Rolle spielen. Der Angreifer ist stark im Abschluss, schnell und kann auch auf dem Flügel agieren – all das macht ihn für Werder sehr wertvoll. In der vergangenen Bundesliga-Saison kam Dinkci bereits acht Mal in der Bundesliga zum Einsatz und erzielte ein Tor. In Liga zwei sollen es nun deutlich mehr Einsätze werden, sagt er: „Ich hoffe, dass ich möglichst viele Spiele machen kann. Dann sehen wir weiter.“

Und was passiert, wenn vorher doch noch ein lukratives Angebot eines anderen Clubs auf den Tisch flattert? In der Vergangenheit war sowohl dem italienischen Spitzenclub Juventus Turin als auch Vereinen aus England Interesse an Dinkci nachgesagt worden. „Im Fußball weiß man nie“, sagt der Profi, betont aber auch: „Grundsätzlich bin ich aber ein Bremer Jung und spiele gerne bei Werder.“ Ein Satz, der nicht unbedingt nach Wechselwunsch klingt. Im Gegenteil: Dinkcis Fokus scheint voll auf Werder Bremen zu liegen. „Wir haben jetzt noch zwei Wochen bis zum Saisonstart. Da müssen wir noch mal Gas geben“, sagt der Mann, der seinem großen sportlichen Auftritt aus dem Zillertal möglichst bald weitere folgen lassen möchte. (dco)

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