Eren Dinkci kam unter Werder Bremen-Trainer Ole Werner erst zu drei Kurzeinsätzen über insgesamt elf Minuten.
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Eren Dinkci kam unter Werder Bremen-Trainer Ole Werner erst zu drei Kurzeinsätzen über insgesamt elf Minuten.

Werder-Angreifer mit wenig Einsatzzeit

Eren Dinkci und die Formdelle: Schwierige Phase für das schnelle Werder-Talent

Bremen – Nein, das ist noch nicht das Jahr von Eren Dinkci. Dabei hatte die Saison für den Stürmer so verheißungsvoll beim SV Werder Bremen begonnen. Markus Anfang machte ihn zum Stammspieler, weil er unbedingt mit Flügelstürmern agieren wollte. Doch dessen Nachfolger Ole Werner setzte Dinkci nur noch drei Mal ganz kurz ein. Dabei lief es für den 20-Jährigen auch nicht wirklich glücklich. Beim 2:1-Sieg gegen den Karlsruher SC rutschte der schnelle Angreifer mehrfach aus, beim Nordderby gegen den Hamburger SV agierte er etwas planlos. Auch in den öffentlichen Trainingseinheiten gelingt Dinkci aktuell nicht so viel. Eine Leistungsdelle, die bei einem jungen Spieler nicht ungewöhnlich ist. Deshalb nimmt Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball den jungen Bremer auch in Schutz, aber ebenso in die Pflicht.

„Wenn du zu Saisonbeginn viel gespielt hast, ist die Erwartungshaltung schon sehr hoch“, sagt Clemens Fritz über Eren Dinkci und ergänzt: „Es ist für keinen Spieler einfach, auf der Bank zu sitzen. Aber wir haben auch gesagt: Wenn wir als Team Erfolg haben wollen, muss sich jeder komplett einbringen. Da ist es auch mal notwendig, Geduld zu haben.“ Wie ausgeprägt diese Eigenschaft bei Eren Dinkci tatsächlich ist, bleibt offen. Der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen sagt lediglich: „Wir wissen um sein Potenzial, wir wissen aber auch, dass er sich noch weiterentwickeln muss. Das will er, das macht er.“

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Werder Bremen: Eren Dinkci erhält wenig Einsatzzeit - Leiter Profifußball Clemens Fritz: „Es ist auch mal Geduld notwendig“

Von der Lockerheit, die Eren Dinkci im Sommer und Herbst auszeichnete, ist nicht mehr viel zu sehen. Der 20-jährige Stürmer des SV Werder Bremen wirkt angespannt und unzufrieden. Öffentlich darüber sprechen möchte er nicht. „Eren ist einer, der mehr will, er ist ehrgeizig, er will spielen“, erklärt Clemens Fritz. Nicht selten mündet zu großer Ehrgeiz in Verkrampfung.

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Der Druck ist dabei nicht zu unterschätzen. Eren Dinkci, dessen Vertrag bei Werder Bremen bis 2023 läuft, gilt ohne Frage als großes Talent. Viele Clubs haben sich in der Vergangenheit um eine Verpflichtung bemüht, gerade erst im Winter soll laut „Bild“ Premier-League-Club FC Brentfort angeklopft, sich bei Werder aber einen Korb abgeholt haben. Im Aufstiegsrennen wollen die Bremer ausreichend Alternativen besitzen für den Fall, dass einer der beiden Topstürmer Niclas Füllkrug oder Marvin Ducksch mal ausfällt. Mit deren Torjäger-Qualitäten kann Dinkci allerdings nicht annähernd mithalten. Seit seinem Traumeinstand in der Bundesliga Ende 2020 als Matchwinner beim Last-Minute-Sieg gegen Mainz hat er in der Liga nicht mehr getroffen. Natürlich stellt sich da auch die Frage, wie gut Eren Dinkci wirklich ist. Den Angreifer des SV Werder Bremen selbst dürfte das womöglich auch beschäftigen.

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Clemens Fritz hat für solche Situationen als Ex-Profi einen altbekannten Rat: „Gerade unsere jungen Spieler müssen an sich arbeiten, die Trainingsqualität hochhalten. Sie müssen versuchen, sich in jedem Training anzubieten. Wenn die Chance im Spiel dann kommt, muss man da sein.“ Das kann manchmal sehr schnell gehen – und mit Geschwindigkeit kennt sich Eren Dinkci bestens aus: Mit 35,27 km/h liegt der Stürmer des SV Werder Bremen auf Rang vier der Top-Speed-Tabelle in der 2. Liga. Nur Streli Mamba (Rostock, 35,97), Phil Neumann (Kiel, 35,73) und Sei Muroya (Hannover, 35,65) wurden in dieser Saison schneller gemessen. (kni)

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