Momentan außen vor: Lars Lukas Mai (l.) und Niklas Schmidt fristen bei Werder Bremen ein Reservistendasein.
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Momentan außen vor: Lars Lukas Mai (l.) und Niklas Schmidt fristen bei Werder Bremen ein Reservistendasein.

Vor SV Werder gegen Nürnberg

Lars Lukas Mai und Niklas Schmidt beim SV Werder Bremen auf der Bank – Verschnaufpause oder Fingerzeig?

Bremen – Für Lars Lukas Mai war es gewiss keine Überraschung. Er hatte nach seinem haarsträubenden Fehler gegen den SV Sandhausen mit Konsequenzen rechnen müssen. Für Niklas Schmidt waren die Vorzeichen dagegen nicht so klar gewesen, aber am Ende saß der Mittelfeldspieler beim 1:1 des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli genauso wie sein Kollege aus der Abwehr 90 Minuten lang nur auf der Bank.

Es war das erste Mal in der laufenden Saison, dass Trainer Markus Anfang gar nicht auf Niklas Schmidt setzte und das zweite Mal, dass auch Lars Lukas Mai nicht mitwirken durfte. Nun gehört es im Fußball – gerade für junge Spieler – dazu, mal nur der zwölfte oder 13. Mann zu sein. Es muss auch nicht auf jede Nicht-Berücksichtigung hypersensibel reagiert werden. Doch wenn – wie in beiden Fällen – die Leistungskurven schon vorher klar im Negativtrend gewesen waren, zudem Änderungen in Ausrichtung und Besetzung der Mannschaft einen persönlichen Nachteil bringen, dann stellt sich schon die Frage: Wo bleiben jetzt Mai und Schmidt bei Werder Bremen?

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Werder Bremen - Clemens Fritz: „Wir haben unglaubliches hohes Vertrauen in Niklas Schmidt“

Clemens Fritz stellt in seinen Antworten eines klar nach vorne: Sorgen macht sich der Leiter Profi-Fußball weder um den einen noch um den anderen. „Er ist ein super Typ mit einer starken Mentalität“, sagt er über Lars Lukas Mai – und über Niklas Schmidt dann dies: „Wir haben ein unglaublich hohes Vertrauen in ihn.“ So hoch ist es, dass Werder Bremen den 23-Jährigen Anfang Oktober mit einem neuen Vertrag ausstattete. Doch es fällt auf, dass der Mittelfeldspieler, Typ Spielmacher, nicht mehr die Leistung abruft, die ihn noch zu Saisonbeginn zu einem Aufsteiger im Team des Absteigers gemacht hatte. Einen Zusammenhang zwischen Vertragsunterschrift und Leistungsknick will Fritz freilich nicht erkennen: „Ich würde nicht sagen, dass seitdem nichts mehr kommt. Niklas hat es eine Zeit lang sehr gut gemacht, jetzt hat er ein paar Schwankungen drin, was aber normal ist.“

Schmidt war lange der Standard-Beauftragte bei Werder, Coach Markus Anfang nannte die Ecken und Freistöße des 23-Jährigen eine „Waffe“. Und das waren sie auch. Doch dann entdeckte Anfang, dass Marvin Ducksch aus ruhenden Bällen ebenso gut gefährliche Bälle machen kann. Was Schmidt ein Stück verzichtbarer machte. Weil sein Einfluss auf das Bremer Spiel auch sonst mehr und mehr nachließ, der Trainer schließlich gegen St. Pauli mit langen Bällen auf die Doppelspitze Ducksch/Füllkrug operieren ließ, statt den Ball durch das Mittelfeld laufen zu lassen, war Niklas Schmidt am Wochenende gar nicht mehr gefragt. Fritz sieht darin aber mehr ein Einzelereignis als einen Trend: „Es kommt immer auf das Spiel an. Niklas wird auf jeden Fall weiter Einsätze bekommen. Ich habe eine hohe Meinung von ihm.“

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Werder Bremen: „Lars Lukas Mai bringt alles mit“ - Zitat Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball

Dass Markus Anfang eine solche auch von Lars Lukas Mai hat, ist allgemein bekannt. Schließlich holte er seinen Spieler bei Darmstadt 98 auch nach Bremen. Doch der Rückpass in Sandhausen, der dem Gegner einen Elfmeter und Werder Bremen in dem Spiel aus dem Tritt brachte, ließ dem Trainer fast keine andere Wahl, als den U21-Nationalspieler gegen St. Pauli rauszunehmen. Zudem stellte Anfang auf Dreierkette um – auch ein Grund, weshalb Mai nicht erste Wahl war. Wenn in Kürze Ömer Toprak ins Team zurückkehrt, dürfte es noch enger werden für die Leihgabe des FC Bayern.

Doch selbst wenn die Durststrecke für Mai länger werden sollte, ist sich Fritz einer Sache total sicher: Aufgeben wird der 1,90 Meter große Verteidiger des SV Werder Bremen nie: „Er spielt seine zweite Saison in der 2. Liga, kann noch kein gestandener Spieler sein. Er macht sicherlich noch Fehler, aber er bricht deswegen nicht zusammen, sondern lernt daraus. Und er kommt immer über die Mentalität, hat einen starken Charakter. Lasse traut sich was auf dem Platz, versteckt sich nie. Ich finde, er hat auch eine gute Spieleröffnung.“ Kurzum: Die Veranlagung passt, doch zur Entwicklung gehören auch Verschnaufpausen. So sieht es jedenfalls Fritz und bescheinigt Mai: „Er bringt alles mit.“ (csa) Lest auch: Nach Degradierung bei Werder Bremen: „Michael Zetterer muss jetzt das Beste draus machen.“ Und: Verfolgt das Zweitliga-Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg im Live-Ticker der DeichStube!

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