Ailton, Ex-Profi des SV Werder Bremen, wurde in einer Pressekonferenz mit Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt als offizieller Botschafter des Freimarkts vorgestellt.
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Ailton, Ex-Profi des SV Werder Bremen, wurde in einer Pressekonferenz mit Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt als offizieller Botschafter des Freimarkts vorgestellt.

Ailton löst „Miss Freimarkt“ ab

Trotz Angst vor Karussells: Ex-Werder-Star Ailton ist nun Freimarkt-Botschafter

Bremen – Ailton atmete tief durch und brachte nur ein lang gezogenes „Puuuuh“ heraus. Der ehemalige Profi des SV Werder Bremen wollte dann doch lieber nicht verraten, ob er in seiner aktiven Zeit mal mit seinen Teamkollegen auf dem Bremer Freimarkt über die Stränge geschlagen hat. Schließlich ist der Brasilianer nun offizieller Botschafter für das größte Volksfest in Nordwesteuropa – und sogar der erste überhaupt. Ailton löst die seit 2004 jährlich gewählte „Miss Freimarkt“ ab, die den Veranstaltern als Werbefigur nicht mehr zeitgemäß erschien.

„Wir erleben zu Recht einen Kulturwechsel in der Gesellschaft“, freute sich Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt auf einer Pressekonferenz in den Räumen der Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WfB) über die Neuerung beim Freimarkt und bedankte sich ausdrücklich beim Ex-Profi des SV Werder Bremen: „Mit Ailton fangen wir beim Botschafter gleich hochkarätig an. Das setzt natürlich Maßstäbe.“ Aber nicht nur wegen Ailton rechnet die Linken-Politikerin damit, dass es beim 987. Bremer Freimarkt nach den schwierigen Pandemie-Zeiten einen Besucheransturm geben und dabei die Vier-Millionen-Marke geknackt wird. „Wir waren vor Wochen in Bremen ausverkauft und dieses Wochenende auch, es gibt also kein freies Hotelzimmer“, betonte Vogt die Beliebtheit Bremens als Reiseziel und meinte zu den eher rückläufigen Besucherzahlen beim aktuellen Oktoberfest in München: „Die Wiesn und auch die Cannstatter Wasen in Stuttgart sind doch ein bisschen mehr Ballermann, wir dagegen sind ein Familienfest.“

Werder Bremen-Ex-Profi Ailton ist 2022 erster Botschafter der Bremer Freimarkts - aber hat Angst vor Karussells

Auch Ailton schlendert gerne mit seiner Familie über die Bürgerweide. Seine Lieblingsbeschäftigung dabei: „Essen – und ein bisschen trinken. Alles super lecker!“ Seine Kinder würden dagegen die Fahrgeschäfte bevorzugen. „Aber ich habe Angst vor Karussells!“, gestand der „Kugelblitz“, wie er in Bremen gerne genannt wird. Als erster Botschafter des Freimarkts muss er sich auch gar nicht durch die Luft schleudern lassen, sondern Ailton soll vor allem Werbung machen – mit Radiospots und in den sozialen Medien.

Der 49-Jährige wird bei der Eröffnungsfeier, beim Freimarktsumzug und diversen anderen Veranstaltungen dabei sein. „Das ist eine große Ehre für mich“, sagte Ailton, der von WfB-Geschäftsführer Oliver Rau, einem ehemaligen führenden Mitarbeiter des SV Werder Bremen, ins Gespräch gebracht worden war. Und der Double-Gewinner von 2004 fühlte sich sichtlich wohl in seiner neuen Rolle. Nachdem er die berühmten Lebkuchenherzen des Freimarkts für den Fototermin weggelegt hatte, meinte er mit strahlenden Augen: „Mein Herz ist auch Bremen.“ (kni)

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