Dieter Burdenski hat nicht nur zu Werder Bremen eine gute Verbindung, sondern auch zu Erzgebirge Aue.
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Dieter Burdenski hat nicht nur zu Werder Bremen eine gute Verbindung, sondern auch zu Erzgebirge Aue.

Dieter Burdenski verbindet beide Clubs

Werder-Gegner Aue und die spezielle Bremer Note

Bremen - Es gibt sie im Grunde vor jedem Spiel, diese Querverbindungen zwischen beiden Mannschaften, die das Duell – mal mehr, mal weniger stark – mit zusätzlicher Bedeutung aufladen. Ein Trainer, der früher beim Gegner auf der Bank saß. Ein Stürmer, der einst in der Fankurve des Rivalen stand. Oder schlicht ein spektakuläres Aufeinandertreffen aus der Vergangenheit, das bis heute nachwirkt. Vor dem Duell des SV Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue (Freitag, 18.30 Uhr) ist die Sache nicht ganz so offensichtlich. Und doch gibt es etwas, das beide Clubs miteinander verbindet. Dieter Burdenski spielt eine zentrale Rolle dabei.

Werders Bundesliga-Rekordspieler (444 Einsätze) stand zwar nie in Aue unter Vertrag und gilt auch nicht als klassischer Fan des sächsischen Vereins – und trotzdem ist er ihm schon seit den 1990er-Jahren eng verbunden. „Es ist eine Partnerschaft, die dermaßen vertrauenswürdig ist, dass es schon fast Seltenheitswert hat“, sagt Burdenski, dessen Bremer Unternehmen „Burdenski Sportswear“ offizieller Ausrüster des FC Erzgebirge Aue ist. Beide Seiten blicken inzwischen auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück. Ihr Anfang liegt im Sommer 1994.

Damals richtete Dieter Burdenski mit seiner Werbe-Firma den sogenannten „Fiat-Cup“ aus, ein Großfeldturnier, dessen Vorrunde in Halle (Saale) und dessen Endrunde in Aue ausgetragen wurde. Neben Werder Bremen nahmen auch Teams wie Eintracht Frankfurt, Fenerbahce Istanbul und PSV Eindhoven teil. Das Ziel: Nach dem Mauerfall sollte dem Fußball in Ostdeutschland größere Aufmerksamkeit verschafft werden, um die Vereine vor Ort zu unterstützen. In den Tagen vor der Endrunde in Aue entstand der Kontakt zwischen dem gastgebendem Verein und Ausrichter „Burdenski Sportswear“. „Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden“, berichtet Geschäftsführer Reyhan Gök. Als die Auer zwei Jahre später, 1996, plötzlich Probleme mit ihrem Ausrüster hatten, sprang Burdenski ein.

Werder Bremen gegen Erzgebirge Aue: Indirekte Verbindung der Clubs über Dieter Burdenski

Seitdem stattet das Unternehmen den FC Erzgebirge Aue mit Sportbekleidung aus. Hergestellt werden Aues Trikots und Trainingsshirts vom US-amerikanischen Sport-Riesen „Nike“, veredelt werden sie bei „Burdenski Sportswear“. „Wir bekommen die Trikots als Rohlinge und drucken dann unter anderem Vereinswappen und Sponsorenlogo drauf“, erklärt Gök - und betont: „Das Volumen ist im Laufe der Jahre immer größer geworden.“ Zahlen möchte der Geschäftsführer nicht nennen. Wie wichtig das Unternehmen inzwischen für den Verein ist, zeigt aber allein die Tatsache, dass es zur Saison 2012/13 in den Rang eines Hauptsponsors aufstieg.

Kein Wunder also, dass sich Burdenski und Gök mit ihren Tipps für den Ausgang des Spiels bei Werder Bremen lieber zurückhalten. „Der Bessere soll gewinnen“, sagt der Ex-Torhüter, dem Werder sonst über alles geht. Gök ergänzt: „Ich wünsche mir, dass Werder am Ende aufsteigt und Aue den Klassenerhalt schafft. Das wäre perfekt.“ (dco) Schon gelesen? Trotz Beschluss auf Bundesebene: Darum darf Werder Bremen gegen Erzgebirge Aue vor mehr als 15.000 Zuschauern steigen!

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