Pavel Dotchev, Aushilfstrainer und Sportlicher Leiter von Erzgebirge Aue, wünscht Werder Bremen den Aufstieg.
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Pavel Dotchev, Aushilfstrainer und Sportlicher Leiter von Erzgebirge Aue, wünscht Werder Bremen den Aufstieg.

Aues Dotchev mit viel Sympathie für Werder

Gegner Aue wünscht dem SV Werder Bremen den Aufstieg - und Ole Werner freut sich

Bremen – Ausgerechnet der Mann aus Aue zerrte das Thema auf den Tisch. „Ich wünsche Werder von Herzen den Aufstieg“, sagte Pavel Dotchev, Ein-Spiel-Aushilfstrainer und Sportlicher Leiter des FC Erzgebirge, nachdem sein Team in Bremen mit 0:4 untergegangen war. Es war ein Satz, in dem viel Sympathie lag für den SV Werder Bremen und der natürlich auch die grün-weiße Hoffnung befeuert, dass der Aufenthalt in der 2. Liga nur ein Abstecher sein möge.

Anders als Pavel Dotchev, der unter dem Eindruck der eigenen klaren und hochverdienten Niederlage Werder in die Rolle des Aufstiegskandidaten rückte, waren die Bremer überhaupt nicht bereit, sich Gedanken in diese Richtung zu machen. Wobei: Alle Bremer nun auch nicht. Einer wagte es. Mal wieder.

Niclas Füllkrug, derzeit in Top-Form befindlicher Stürmer, sagte, was er auch in den Tagen der großen Trainer-Turbulenzen gesagt hatte. „Ich würde gerne um was spielen in dieser Saison“, erklärte er und meinte damit gewiss nicht Platz neun, auf den Werder Bremen sich wenigstens bis Sonntagnachmittag vorgearbeitet hat. Ihm geht es natürlich um die ersten drei Plätze, die zum Aufstieg berechtigen, von denen sein Team aber auch nach der gelungenen Premiere von Trainer Ole Werner noch weit entfernt ist. Deshalb beließ es der 28-Jährige auch nur bei seinem persönlichen Wunsch und verwies ansonsten an die Bremer Bosse: „Das muss die oberste Club-Ebene kommentieren.“

Werder Bremen bleibt beim Thema Aufstieg defensiv - träumt aber natürlich vom Aufschwung

Die hat das Thema Wiederaufstieg aber seit Saisonbeginn auf den Index gesetzt. Und verständlicherweise hat die bisherige sportliche Ausbeute daran nichts geändert. Bislang ist Werder Bremen den Ansprüchen hinterhergelaufen, gegen Erzgebirge Aue deutete sich aber an, dass genügend Qualität im Team steckt, um vielleicht doch größer denken zu können. Kapitän Ömer Toprak ließ sich nach dem 4:0 aber noch nicht dazu verführen: „Ich tue mich schwer damit, jetzt alles neu zu bewerten. Wir wollen die nächsten beiden Spiele erfolgreich gestalten, dann geht es in die Winterpause und dann können wir mal schauen, wo wir stehen.“ Bis Weihnachten muss Werder noch beim aktuellen Tabellendritten Jahn Regensburg (Freitag, 18.30 Uhr) sowie zum Rückrundenauftakt bei Krisenclub Hannover 96 (Sonntag, 19. Dezember) antreten.

Von sechs Punkten darf geträumt werden, damit könnte Werder Bremen wohl den Anschluss nach oben herstellen. Aber das ist alles Theorie, Wunschdenken vor dem Fest. Ole Werner hätte selbstredend nichts einzuwenden gegen eine optimale Punktausbeute. Dotchevs Daumendrücken für Werder nahm er zwar dankbar zur Kenntnis, jedoch nicht zum Anlass, nach nur einem Spiel unter seiner Leitung Luftschlösser zu bauen. „Ich freue mich über jeden, der uns Gutes wünscht“, sagte der 33-Jährige, „wir bleiben aber dabei, dass wir unsere Konzentration auf unsere eigene Arbeit legen. Alle, die uns die Daumen drücken, helfen sicherlich dabei - ob sie nun in Bremen oder Aue sitzen.“ (csa) Schon gelesen? Tor-Premiere für Werder Bremen: Endlich hat Romano Schmid einen reingezaubert! Lest auch: Torfestival unter den Augen von Ole Werner - Werders U23 schlägt auch Jeddeloh klar!

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