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Der Eine folgt auf den Anderen: Neuzugang „Dr. Erhano“ (l.) mit seinem Vorgänger bei Werder Bremen - Weltmeister „MoAuba“ (r.).

Nachfolger von „MoAuba“ steht fest

eSport: Werder setzt mit „Dr. Erhano“ auf die Nachwuchsförderung

Bremen - Die Fußstapfen könnten größer nicht sein, das weiß auch Erhan „Dr. Erhano“ Kayman. Schließlich tritt er bei Werder Bremen das Erbe eines Weltmeisters an. „Ich sehe das für mich als Motivation“, betont der 29-jährige eSportler, der ab der neuen Saison als Nachfolger von Mohammed „MoAuba“ Harkous bei Werder unter Vertrag steht.

Und einen klaren Auftrag hat: Gemeinsam mit Michael „MegaBit“ Bittner soll er den deutschen Meistertitel im Videospiel FIFA verteidigen. Darüber hinaus kommt dem gebürtigen Münsteraner noch eine spezielle Aufgabe zu: Künftig ist er dafür verantwortlich, dass junge eSport-Talente bei Werder zu den Stars von morgen ausgebildet werden.

Kaum Weltmeister, schon weg - die Nachricht von Harkous' Abgang hat Werder zwar getroffen, aber nicht überrascht, wie Dominik Kupilas, der eSport-Verantwortliche des Clubs, erklärt: „Wir haben schon seit Wochen intensive Gespräche mit Mo geführt, und dabei war immer klar, dass es auch das Szenario gibt, dass er uns verlässt.“ Deswegen hat Werder schon frühzeitig Kontakt zu Kayman aufgenommen, der in den vergangenen zwei Jahren für den deutschen FIFA-Vizemeister VfB Stuttgart an der Konsole saß. Nachdem die reale Bundesliga-Mannschaft der Schwaben aus dem Oberhaus abgestiegen war, war allerdings auch die eSport-Sparte von Budgetkürzungen betroffen. „Das hatte natürlich Einfluss“, erklärt Kayman, dessen Vertrag ohnehin ausgelaufen wäre.

Neuzugang „Dr.Erhano“ soll sich bei Werder Bremen um die eSport-Nachwuchstalente kümmern

Beim VfB hatte sich der 29-Jährige als Koordinator um eSport-Nachwuchstalente gekümmert. Und das soll er in Bremen auch tun. „Wie es am Ende genau aussehen wird, ist noch nicht geklärt. Die Gespräche laufen noch“, sagt Kupilas. Bis zum Erscheinen von FIFA 20 (24. September) soll das Konzept stehen. "Wir versuchen, Werders große Expertise im Nachwuchsbereich aus dem realen Fußball auf den virtuellen runter zu brechen", erklärt Kupilas. Und weiter: „Das Ziel ist, in der Region Spieler zu finden, die wir im Schatten von Erhan und Michi zu großen FIFA-Spielern ausbilden können.“

Einen guten Namen hat sich Werder während des einjährigen Bestehens der eSport-Sparte bereits gemacht - nicht zuletzt dank des ersten deutschen Weltmeisters „MoAuba“. Wohin es den 22-Jährigen nach seinem Abgang aus Bremen verschlägt, wollte er noch nicht verraten. „Nach dem WM-Titel gab es sehr viele Anfragen. Wie es für mich weitergeht, wird im September bekanntgegeben“, sagte er, verriet aber immerhin, dass er in der kommenden Saison kein Gegner seines Ex-Clubs Werder sein wird.

Update (20. September 2019): Nach seinem Abschied von Werder Bremen hat „MoAuba“ bei einem neuen Team unterschrieben.

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Das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf war ein bitteres Debüt bei Werder Bremen für Ömer Toprak: Vom Platz ging es direkt ins Krankenhaus. Am Sonntagabend wurde die zweite Runde des DFB-Pokals ausgelost - Werder Bremen trifft auf den 1. FC Heidenheim.

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