+
Alexander Nouri (l.) ist raus, Bruno Labbadia ist neuer Trainer bei Hertha BSC.

Neuer Coach in Berlin

Ex-Bremer ersetzt Ex-Bremer: Labbadia wird Hertha-Trainer und löst Nouri ab

Beide waren früher bei Werder Bremen aktiv, jetzt löst der eine Ex-Bremer den anderen in Berlin ab: Bruno Labbadia wird neuer Trainer bei Hertha BSC und folgt auf Alexander Nouri.

Bruno Labbadia löst beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Alexander Nouri als Cheftrainer ab. Wie der Hauptstadtclub am Donnerstag bekanntgab, übernimmt der 54-Jährige ab Montag in Berlin die Mannschaft und bringt seinen langjährigen Vertrauten Eddy Sözer als Co-Trainer mit. Labbadia wird dann das aufgrund der Coronavirus-Pandemie nur stark eingeschränkt mögliche Training leiten. Derzeit ruht der Spielbetrieb in der Bundesliga wegen der Krise vorerst bis zum 30. April. Wann es weitergeht, ist noch völlig offen. Für Nouri ist es der nächste Rückschlag nach Entlassungen als Trainer bei Werder Bremen und dem FC Ingolstadt.

„Mein Team und ich freuen uns total auf diese Aufgabe. Hertha BSC ist ein Verein mit einem klaren, ambitionierten Plan für die Zukunft. Wir haben große Lust, Teil dieses Plans und der Weiterentwicklung von Hertha zu sein“, sagte Labbadia in einer Vereinsmitteilung: „Es liegt viel Arbeit vor uns. Damit werden wir unter Einhaltung der aktuell geltenden Regeln ab Montag beginnen und uns bestmöglich auf den Tag vorbereiten, an dem wieder Fußball gespielt wird.“

Bruno Labbadia vierter Trainer bei Hertha BSC in dieser Saison

Bruno Labbadia ist bei der abstiegsbedrohten Hertha bereits der vierte Trainer in der laufenden Spielzeit. Die Berliner waren mit dem glücklosen Ante Covic in die Saison gestartet, der 44-Jährige musste jedoch bereits Ende November 2019 gehen und wurde spektakulär vom früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann abgelöst. Zwar verbesserte sich die Situation unter dem Weltmeister von 1990 für eine kurze Zeit, doch Klinsmann warf nach nicht mal drei Monaten hin. Sein Auftritt löste vor allem viel Trubel und am Ende auch viel Ärger aus. Nach Klinsmanns abruptem Rücktritt wurde dessen Assistent Alexander Nouri zum Chefcoach ernannt und sollte eigentlich bis zu Sommer in der Verantwortung bleiben. Dazu kommt es nun aber nicht.

Der ehemalige Stürmer Labbadia (1996 bis 1998 bei Werder Bremen) arbeitete als Trainer in der Bundesliga zuvor schon für Bayer Leverkusen, den Hamburger SV, den VfB Stuttgart und zuletzt bis zum Sommer des vergangenen Jahres für den VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen hatte er bis in die Europa League geführt. Schon im vergangenen November galt Labbadia als möglicher Covic-Nachfolger. Genau wie Wunschlösung Niko Kovac. Den früheren Bayern-Trainer konnten die Berliner aber offenbar noch immer nicht von einem Engagement in seiner Geburtsstadt überzeugen.

Werder Bremen-Ex-Trainer Alexander Nouri ohne Zukunft in Berlin

Labbadias Vorgänger Alexander Nouri konnte seit seiner Beförderung Mitte Februar nur bedingt überzeugen und schaffte es nicht, Hertha entscheidend aus der Abstiegszone zu führen. Mit 28 Punkten aus 25 Begegnungen steht der Club nur auf Platz 13 und hat lediglich sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone - zu wenig für die eigenen Ansprüche des „Big City Club“, der mit Investoren-Millionen große Ziele verfolgt und in den nächsten Jahren möglichst schnell ins internationale Geschäft zurück will. Auch Nouris Co-Trainer Markus Feldhoff hat keine Zukunft bei den Berlinern.

Laut des Fachmagazins „Kicker“ befand sich Nouri in den vergangenen Tagen schon gar nicht mehr bei der Mannschaft. Obwohl die Herthaner bereits seit Montag wieder in Kleingruppen trainieren, weilte Nouri laut eines Berichts bei seiner Familie in der Nähe von Bremen. Die Einheiten, bei denen der Schwerpunkt im konditionellen Bereich lag, leitete Athletiktrainer Henrik Kuchno. Zuvor stand Hertha durch die Auswirkungen der Corona-Krise mehr als drei Wochen lang nicht auf dem Trainingsplatz. Wegen eines positiven Coronavirus-Tests bei einem Spieler musste sich die gesamte Mannschaft außerdem zeitweise für zwei Wochen in eine häusliche Quarantäne begeben. (dpa)

Ist das bitter: Für Hertha-Trainer Alexander Nouri ist spätestens nach der Saison Schluss - der ehemalige Coach des SV Werder Bremen hat keine Zukunft in Berlin.

Zur letzten Meldung vom 18. März 2020:

Bestätigt: Ex-Werder-Coach Alex Nouri ab Sommer kein Hertha-Trainer mehr

Berlin - Bundesligist Hertha BSC wird sich nach dem Ende dieser Saison von Cheftrainer Alexander Nouri trennen. Das bestätigte Manager Michael Preetz im „Phrasenmäher“-Podcast der Bild-Zeitung. Der ehemalige Coach des SV Werder Bremen hatte erst Mitte Februar das Amt von Jürgen Klinsmann übernommen.

Für Alex Nouri, der erst seit rund einem Monat das Amt des Hertha-Cheftrainers bekleidet, bedeutet das Aus in Berlin nach den Entlassungen beim SV Werder Bremen und dem FC Ingolstadt den nächsten sportlichen Rückschlag.

Unter Interimstrainer Nouri konnte die Hertha nur fünf Punkte aus vier Bundesliga-Spielen (darunter ein 2:2 gegen Werder) einfahren - zu wenig, um die Vereinsführung um Manager Michael Preetz nachhaltig von sich zu überzeugen.

Hertha BSC setzt nicht weiter auf Cheftrainer Alexander Nouri und sucht einen neuen Coach 

„Es ist nun unser Ziel, dass wir gemeinsam in dieser Konstellation diese Saison idealerweise zu Ende spielen wollen“, äußerte sich Preetz am Mittwoch mit Blick auf Nouri, „um dann für die neue Saison ab dem 1. Juli 2020 eine neue Entscheidung auf der Cheftrainer-Position zu treffen“.

Die Hertha liegt derzeit sechs Punkte vor dem Relegationsrang auf Platz 13. Aufgrund einesCoronavirus-Falles befinden sich Mannschaft, Trainer- und Funktionsteam der Berliner in häuslicher Quarantäne. Der Spielbetrieb in der Bundesliga ist bis zum 2. April ausgesetzt, in Berlin darf bis zum 19. April nicht gespielt werden. Als mögliche Nouri-Nachfolger werden unter anderem Niko Kovac (48) und Bruno Labbadia (54) gehandelt. (mwi/dpa)

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare