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Der ehemalige Werder-Manager könnte sich eine neue Aufgabe als Sportchef gut vorstellen.

Ex-Werder-Manager bringt sich ins Gespräch

Allofs: Eine Empfehlung für Pizarro und eine für sich selbst

Bremen – Zu seinen Top-Transfers als Manager des SV Werder gehörten Spieler wie Johan Micoud, Diego, Mesut Özil, Miro Klose oder Naldo und Per Mertesacker. Sowie natürlich Claudio Pizarro. Der Peruaner war der erste große Einkauf von Klaus Allofs – und er hat sich für Werder als der nachhaltigste von allen erwiesen.

20 Jahre später kickt Pizarro immer noch mit der Raute auf der Brust, ist gerade mit 40 Jahren und 136 Tagen zum ältesten Torschützen der Bundesliga-Geschichte aufgestiegen. „Ein Glücksfall für Werder“ sei der Stürmer, sagt Allofs in einem Interview mit „MeinWerder“ und empfiehlt, den Vertrag mit dem Torjäger über die laufende Saison hinaus zu verlängern. 

„Einen Fall wie den von Claudio hat es in der Form wohl noch nicht gegeben. Das ist ja eine wahnsinnige Geschichte, außergewöhnlich! Claudio ist nicht nur eine moralische Unterstützung, der seine Erfahrung weitergibt, er hilft unmittelbar auf dem Platz. Man muss nichts konstruieren oder schönreden, es ist messbar, dass er Dinge macht, die der Mannschaft helfen“, erklärt der 62-Jährige: „Die Konstellation Claudio mit Werder bringt etwas Besonderes hervor. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt ein Minuszeichen in dieser Verbindung gibt.“

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Allofs hat Lust wieder Verantwortung zu übernehmen

Es ist deutlich herauszulesen, dass Allofs als Entscheidungsträger bei Werder nicht zögern würde, Pizarro zum Bleiben zu überreden. Doch Allofs, von 1999 bis 2012 an den grün-weißen Hebeln der Macht, trifft derzeit keine Entscheidungen. Seit seiner Beurlaubung beim VfL Wolfsburg im Dezember 2016 ist der Ex-Nationalspieler ohne Job. 

Ein Zustand, den er nicht gerade genießt, wie er gegenüber „MeinWerder“ erklärt: „Ich habe jahrelang in verantwortungsvoller Aufgabe Entscheidungen getroffen, das habe ich gelernt, und es ist schon so, dass mir das ein wenig fehlt. Die Lust, Dinge zu beeinflussen, sie zu verbessern, etwas zu erreichen, ist da.“

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Allofs ein Thema bei Schalke 04?

Dass diese Aussagen den Charakter einer Bewerbung besitzen, ist kaum zu leugnen. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, Allofs, der mittlerweile in Duisburg lebt, könne bei Schalke 04 ein Thema werden, falls es zur Trennung von Sportchef Christian Heidel kommen sollte. Selbst bestätigte Allofs aber einen Kontakt nach England. „Es wäre eine interessante Herausforderung gewesen“, meint der gebürtige Düsseldorfer, wird aber nicht konkreter. 

Generell gilt bei ihm trotz des nahenden Rentenalters: „Ich beobachte die Szene sehr intensiv und wäre bereit, wenn es eine interessante Herausforderung gibt, sie anzugehen. Weil ich glaube, in der Lage zu sein, erfolgreich zu sein. Das haben meine Stationen in Bremen und Wolfsburg gezeigt.“

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