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Martin Przondziono, ehemaliger Spieler des SV Werder Bremen, wurde als Sportchef vom SC Paderborn entlassen.

Fabian Wohlgemuth wird neuer Sportchef

Paderborn feuert Ex-Werder-Spieler Przondziono

Paderborn – Ein Konkurrent des SV Werder Bremen im Abstiegskampf hat einen überraschenden Personalwechsel vorgenommen – und dabei auch noch einen ehemaligen Spieler der Grün-Weißen vor die Tür gesetzt.

Wegen „unterschiedlicher Auffassungen in der sportlichen Weiterentwicklung“ hat sich der SC Paderborn von Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono getrennt.

Wie der Aufsteiger aus Ostwestfalen am Montag weiter mitteilte, übernimmt Fabian Wohlgemuth, der bis zum vergangenen Herbst beim Zweitligisten Holstein Kiel tätig war, die Position als Geschäftsführer Sport beim Tabellenschlusslicht der 1. Liga.

„Aus unserer Sicht ist die erzwungene Pause eine gute Gelegenheit, den ohnehin angestrebten Wechsel in der sportlichen Leitung jetzt herbeizuführen“, begründete Elmar Volkmann, der Vorsitzende des SCP-Wirtschaftsrates, die „einstimmig“ beschlossene Trennung von Przondziono (50), der zu Saisonbeginn die Nachfolge des zu RB Leipzig gewechselten Markus Krösche angetreten hatte.

SC Paderborn: Fabian Wohlgemuth löst Vertrag bei Holstein Kiel auf

Wohlgemuth (41), der erst am Montagnachmittag seinen Vertrag bei Holstein Kiel aufgelöst hatte, erhält in Paderborn einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2022. Der gebürtige Berliner solle „die sportliche Weiterentwicklung des Vereins auf Basis der bestehenden Spielphilosophie vorantreiben“.

Fabian Wohlgemuth, der vor seiner Zeit in Kiel das Nachwuchsleistungszentrum beim VfL Wolfsburg geleitet hatte, sei der „Wunschkandidat“ des SCP gewesen, erklärte Volkmann, „weil er viele für uns zentrale Eigenschaften mitbringt. Er hat in Kiel eine ähnlich offensive Spielweise verfolgt wie wir, arbeitet gerne mit jungen Spielern zusammen und ist in Fußball-Deutschland sehr gut vernetzt.“

Werder Bremen: Martin Przondziono gehörte zum Meisterschafts-Kader

Przondziono war 1990 als Spieler von den Sportfreunden Salzgitter zu den Werder-Amateuren gewechselt und gehörte offiziell sogar zu jenem Kader, der 1993 die Meisterschaft gewann. Ein Bundesliga-Spiel durfte er aber nie bestreiten: „Für einen jungen Spieler war es damals sehr schwer, sich in die Truppe zu spielen. Werder Bremen war eine europäische Spitzenmannschaft.“ 1994 ging er deshalb zum damaligen Zweitligisten 1. FC Nürnberg, wo er übrigens mit dem heutigen Werder-Sportchef Frank Baumann zusammenspielte. (kni/sid)

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