Rodolfo Cardoso, Ex-Profi von Werder Bremen wünscht sich nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus politischer Sicht einen WM-Triumph für Argentinien.
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Rodolfo Cardoso, Ex-Profi von Werder Bremen, wünscht sich nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus politischer Sicht einen WM-Triumph für Argentinien.

Heute steigt das WM-Finale

Ganz Argentinien „braucht ein Erfolgserlebnis für die Seele“ - Ex-Werder-Profi Rodolfo Cardoso hofft auf WM-Titel für sein Heimatland

Bremen – Zu einer eigenen WM-Teilnahme hat es nicht gereicht. Aber immerhin acht Länderspiele hat Rodolfo Esteban Cardoso für sein Heimatland Argentinien absolviert. 1997 gehörte er auch zum Kader der Südamerikaner, der an der Copa America in Bolivien teilnahm, allerdings schon im Viertelfinale gegen Peru ausschied. Zu dieser Zeit hatte der Mittelfeldspieler dem SV Werder Bremen längst den Rücken gekehrt. Eine Saison lang, von 1995 bis 1996, war Cardoso ein Grün-Weißer und kämpfte mit einigen Verletzungen. Anschließend wechselte er zum Nordrivalen Hamburger SV, in der Stadt an der Elbe lebt er noch heute. Und am Sonntag wird der inzwischen 54-Jährige ganz genau hinschauen, was seine Argentinier im Finale der Weltmeisterschaft gegen Titelverteidiger Frankreich (16 Uhr) zeigen. 

Im Vorfeld hat Rodolfo Cardoso, Ex-Spieler von Werder Bremen, die Bedeutung eines möglichen Triumphs hervorgehoben. „Politisch gesehen steckt Argentinien in einer großen Krise. Es gibt immer mehr Armut, und die Politiker bekommen die Situation nicht in den Griff. Das Land braucht ein Erfolgserlebnis für die Seele“, sagte der 54-Jährige dem Online-Portal „ran.de“. „Südamerikaner sind beim Fußball einfach fanatisch, gehen raus, feiern und vergessen die Probleme dann für den Moment.“

Ex-Werder-Bremen-Profi Rodolfo Cardoso wünscht sich den WM-Triumph insbesondere für die „Seele“ des Landes

Die Unterstützung in Argentinien sei vor dem WM-Endspiel gegen Frankreich „riesig, mehr geht eigentlich nicht“, sagte Rodolfo Cardoso „Was hier in den vergangenen Tagen und Wochen abgelaufen ist, ist beeindruckend. Die Menschen unterstützen die Nationalmannschaft wie schon lange nicht mehr. Und die Unterstützung sorgt auch dafür, dass das Team so erfolgreich spielt.“

Rodolfo Cardoso lobte das Nationalteam um Superstar Messi für die bisherigen Auftritte im Golfemirat. „Die Mannschaft haut sich rein, jeder kämpft für den anderen. Früher hatte Lionel Messi sehr viel Verantwortung. Ihm hat es gutgetan, dass er den FC Barcelona verlassen hat“, sagte der frühere Profi. „Man wächst als Spieler und als Mensch, das sieht man auf dem Platz. Er kämpft mit, hat Spaß am Fußball und eine gute Mannschaft um sich herum, die ihm etwas von der Verantwortung abnimmt.“  (dpa/mbü)

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