Vier Ex-Spieler und ein Fan des SV Werder Bremen: Beim kommenden Gegner SV Sandhausen spielen einige Profis mit grün-weißer Vergangenheit.
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Vier Ex-Spieler und ein Fan des SV Werder Bremen: Beim kommenden Gegner SV Sandhausen spielen einige Profis mit grün-weißer Vergangenheit.

Werder gegen Sandhausen

Fünf auf einen Streich: Sandhausen-Quintett mit enger Verbindung zum SV Werder Bremen

Bremen - Von Annika Hinke. Wenn am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr das Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und SV Sandhausen im Weserstadion angepfiffen wird, dürfte es für gleich fünf Gäste-Profis ein besonderes Duell werden. Stürmer Pascal Testroet, Mittelfeldspieler Tom Trybull, Abwehrspieler Dennis Diekmeier und Ersatztorhüter Felix Wiedwald standen in der Vergangenheit allesamt bei den Grün-Weißen unter Vertrag – und Stammkeeper Patrick Drewes hat als gebürtiger Delmenhorster ebenfalls eine spezielle Verbindung zu Werder.

Patrick Drewes, der beim TuS Heidkrug groß wurde und später nach Wolfsburg wechselte, hat zwar nie selbst für den SV Werder Bremen gespielt, ist aber bekennender Fan des Vereins. Schon dem Hinspiel fieberte der 29-Jährige entgegen, sagte damals im Gespräch mit der DeichStube: „Meine Sympathie für Werder ist schon noch groß.“ Seinerzeit trennten sich beide Mannschaften 2:2, es war Drewes‘ erste Partie gegen seinen Herzensclub. Insgesamt 26 Mal hütete er in der laufenden Saison das Tor des SV Sandhausen, auch am Wochenende sollte das mit großer Sicherheit der Fall sein. Einzig am siebten Spieltag gegen Heidenheim musste er aufgrund einer Muskelverletzung passen.

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Werder Bremen-Ex-Spieler heute beim SV Sandhausen: Felix Wiedwald, Tom Trybull, Pascal Testroet und Co.

Der Ersatzmann wäre allerdings ein alter Bekannter: Felix Wiedwald. Der inzwischen 32-Jährige nimmt seit dem 20. Spieltag als Nummer zwei auf der Auswechselbank des SV Sandhausen Platz, nachdem er zuvor vereinslos war. Der Achimer lief zwischen 2015 und 2017 für die Profis des SV Werder Bremen auf, brachte es in dieser Zeit auf 65 Pflichtspieleinsätze. In seiner Vita steht allerdings auch eine Partie, die er gegen die Bremer bestritt – und zwar am 7. Dezember 2014. Damals gewann er im Trikot von Eintracht Frankfurt mit 5:2 gegen die Grün-Weißen.

Felix Wiedwald ist jedoch nicht der einzige Winter-Neuzugang des SV Sandhausen mit Werder-Vergangenheit: Am Deadline Day verstärkten sich die Baden-Württemberger mit Tom Trybull von Hannover 96. Der Mittelfeldspieler, über den Ex-Werder-Manager Klaus Allofs einst einmal gesagt hatte, er könne auch für den FC Barcelona spielen, schnürte von 2011 bis 2014 seine Schuhe für die Grün-Weißen und brachte es in dieser Zeit auf immerhin 21 Bundesliga-Einsätze. Höhepunkt: Sein einziger Bundesliga-Treffer für Werder Bremen beim 2:0-Nordderby-Sieg gegen den HSV - im zarten Alter von 18 Jahren. Es folgten Stationen beim FC St. Pauli, Greuther Fürth, ADO Den Haag, Norwich City und den Blackburn Rovers. Das Duell am Sonntag wird für den erfahrenen Trybull allerdings eine Premiere sein: gegen die Bremer spielte der 29-Jährige noch nie.

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Werder Bremen gegen den SV Sandhausen: Wiedersehen mit drei Ex-Bremern und einem Werder-Fan

Neben Felix Wiedwald hat der SV Sandhausen noch einen zweiten Achimer im Kader – einen, der sich auch sportlich im Norden bestens auskennt: Dennis Diekmeier. Der aktuelle Kapitän der Süddeutschen blickt auf eine grün-weiße Vergangenheit zurück, beim SVW durchlief er mehrere Juniorenmannschaften und spielte letztlich 19 Mal für die U23. Seinen Durchbruch schaffte er in Nürnberg, ehe er zum Hamburger SV wechselte und allerlei Nordderbys erlebte. Seit 2019 steht der nun 32-Jährige in Sandhausen unter Vertrag. Im Laufe seiner Karriere traf er elf Mal auf Werder Bremen, die Bilanz ist nahezu ausgeglichen (drei Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen).

Bleibt noch Pascal Testroet. Der Angreifer erhielt einst seinen ersten Profivertrag bei Werder Bremen, zu einem Einsatz in der Bundesliga sollte es aber nicht kommen. Was Testroet laut beklagte und sich somit eine Suspendierung einhandelte. Seither folgten einige Vereinswechsel, im Sommer unterschrieb er dann in Sandhausen. In der Hinrunde gelang dem 31-Jährigen gegen Werder – im bis dato einzigen Vergleich mit seinem Ex-Arbeitgeber - sogar ein Doppelpack. Wie man die Bremer ärgert, ist einem Quartett des Quintetts also bekannt. Alte Verbindungen hin oder her. (ahi)

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