Früher eine Sturm-Hoffnung bei Werder Bremen, jetzt in einer schweren Phase seine Karriere: Melvyn Lorenzen (hier im Trikot von ADO Den Haag) spielt in Indonesien vor.
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Früher eine Sturm-Hoffnung bei Werder Bremen, jetzt in einer schweren Phase seine Karriere: Melvyn Lorenzen (hier im Trikot von ADO Den Haag) spielt in Indonesien vor.

Vorspielen bei Persela Lamongan

Nach 16 Monaten ohne Verein: Abenteuer Fernost als letzte Chance für Ex-Werder-Talent Melvyn Lorenzen

Seine Karriere schien am Ende, jetzt greift er womöglich nach dem letzten Strohhalm: Nach 16 Monaten hat Melvyn Lorenzen wieder einen Club gefunden. Das ehemalige Stürmer-Talent des SV Werder Bremen stürzt sich ins Abenteuer Fernost – es geht nach Indonesien.

Persela Lamongan heißt der Club, der Melvyn Lorenzen eine Chance geben will. Denn mehr ist es erst mal nicht. Der 26-Jährige darf sich bei einem einmonatigen Turnier vor dem eigentlichen Saisonstart empfehlen. „Der Vertrag gilt bis zum Menpora Cup. Man könnte sagen, es ist eine Prüfung“, sagt Club-Manager Edy Yunan Achmadi bei „indosport.com“. „Wenn er den Anforderungen entspricht, werden wir ihm natürlich einen Verlängerungsvertrag für die Liga 1 anbieten.“

Lorenzen kann allerdings nicht sofort mitwirken. Nach der Ankunft in der Hauptstadt Jakarta hat sich der Stürmer aus Corona-Schutz-Gründen in Quarantäne begeben. Die Bedingungen sind also alles andere als optimal. Erst die Isolation, dann das Vorspielen in Indonesien und dann mal gucken – das illustriert, an welchem Punkt Lorenzen in seiner Karriere angekommen ist.

Werder Bremen-Ex-Talent Melvyn Lorenzen: Indonesien als Neustart - und letzte Chance?

Einst war Melvyn Lorenzen ein Mann mit Zukunft beim SV Werder Bremen, zwischen 2013 und 2016 lief er 14 Mal in der Bundesliga für die Grün-Weißen auf, schoss ein Tor. Doch der Durchbruch sollte ihm nicht gelingen, 2016 legten die Verantwortlichen ihm einen Wechsel nahe, Lorenzen blieb dennoch noch ein Jahr – „rückblickend ein Fehler“, räumte Lorenzen in einem Interview mit „transfermarkt.de“ ein. Es folgten zwei Jahre bei ADO Den Haag (45 Spiele, drei Tore) und ein nicht mal halbjähriges Intermezzo bei Karpaty Lwiw in der Ukraine. Seit Dezember 2019 war Lorenzen ohne Club.

Dass sich ihm nun in Indonesien, das nun nicht gerade als Fußball-Hochburg bekannt ist, eine Chance ergibt, macht dem Profi nichts. „Fremde Kulturen und Spielweisen wirken auf mich sehr reizvoll“, hatte Lorenzen im Januar gesagt. Hauptsache, er darf endlich wieder spielen, Hauptsache, die schwere Zeit des Einzeltrainings ist endlich vorbei, Hauptsache, die Hoffnung lebt weiter. Lorenzen: „Für mich persönlich ist es ein ständiger innerer Kampf, nicht aufzugeben und darauf zu vertrauen, dass die richtige Gelegenheit kommt.“ Jetzt also Persela Lamongan. Vielleicht ein Neustart, vielleicht eine letzte Chance, vielleicht beides. (han) (Auch interessant: Ex-Werder-Talent Ruud ter Heide muss 14 Jahre ins Gefängnis.)

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