Sebastian Mielitz, Ex-Torwart von Werder Bremen, ist zurück in Norddeutschland - und freut sich auf den Start mit dem VfB Oldenburg in die 3. Liga.
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Sebastian Mielitz, Ex-Torwart von Werder Bremen, ist zurück in Norddeutschland - und freut sich auf den Start mit dem VfB Oldenburg in die 3. Liga.

Derby gegen Meppen zum Auftakt

„Super Sache“: Ex-Werder-Keeper Mielitz heiß auf Saisonstart mit Oldenburg

Oldenburg – Aus seiner ganz besonderen Beziehung zum SV Werder Bremen hat Sebastian Mielitz nie einen Hehl gemacht. An der Weser ist er schließlich Bundesliga-Torwart geworden. Der Abschied vor acht Jahren fiel ihm nicht leicht, immer mal wieder hat er mit einer Rückkehr zum SV Werder geliebäugelt. Nun hat er es zumindest in die Nähe geschafft. Der 33-Jährige steht seit ein paar Wochen im Tor des VfB Oldenburg und ist einer der Hoffnungsträger beim Aufsteiger in die 3. Liga. Zum Saisonstart erwartet Mielitz am Samstag gegen den SV Meppen gleich ein Derby im Oldenburger Marschweg-Stadion.

„Darauf freue ich mich schon riesig. Das wird eine super Sache“, ist Sebastian Mielitz im Gespräch mit der DeichStube schon im Derbyfieber. Über 6.000 Karten hat der VfB Oldenburg bereits verkauft. „Es ist unglaublich, was hier in den vergangenen Jahren geleistet wurde“, schwärmt Mielitz. Deswegen habe er sich schnell von „dem längerfristigen Projekt“, wie er es nennt, überzeugen lassen. Mielitz ist zwar vor allem Torwart, will aber auch seine große Erfahrung als Fußballprofi einbringen. „Ich bin ja quasi ein Gründungsmitglied der 3. Liga“, grinst der gebürtige Zehdenicker. 2008 hütete er in der neu geschaffenen Spielklasse das Tor von Werder Bremens U23. Es war sein Sprungbrett in die Bundesliga, in die er es 2009 schaffte. Von August 2012 bis November 2013 war Mielitz sogar Stammkeeper der Grün-Weißen. Es folgten die Stationen SC Freiburg, Greuther Fürth, SönderjyskE (erste dänische Liga), Viktoria Köln (3. Liga) und zuletzt FC Helsingör (zweite dänische Liga).

Werder Bremen-Ex-Torwart Sebastian Mielitz neu beim VfB Oldenburg - und das Karriereende ist „noch lange kein Thema“

„Nach meiner Knieverletzung ging es mir in Helsingör vor allem darum, zu beweisen, dass alles hält und ich noch topfit bin. Das ist mir gelungen“, sagt Sebastian Mielitz: „Leider haben wir den Aufstieg knapp verpasst, sonst wäre ich geblieben.“ Aber so gab es die Möglichkeit zum Wechsel – und da kam das Angebot vom VfB Oldenburg genau richtig. „Wir wollten gerne zurück in den Norden von Deutschland. Meine Frau stammt ja aus Delmenhorst. Also war es auch eine familiäre Entscheidung.“ Künftig wird Familie Mielitz in Oldenburg leben – und der Papa beim VfB noch so lange wie möglich im Tor stehen. „Das Karriereende ist für mich noch lange kein Thema. Ich fühle mich gut – und es macht mir noch Riesenspaß“, sagt der frühere Torwart von Werder Bremen und lobt sogleich sein neues Team: „Ich bin super-herzlich aufgenommen worden. Das ist eine intakte Truppe. Die Mannschaft ist zwar sehr jung, aber wir haben auch einige erfahrene Spieler dabei.“ Wie ihn selbst zum Beispiel.

Sebastian Mielitz drückt Werder Bremen die Daumen und ist vom Klassenerhalt überzeugt

Der Klassenerhalt sei natürlich das oberste Ziel. Dass der VfB Oldenburg deshalb gerne als „Underdog“ bezeichnet werde, „habe ich auch schon gehört, aber das mag ich nicht so“. Die 3. Liga sei so eng, „da ist vieles möglich, wenn man nur von Spiel zu Spiel denkt und immer alles raushaut“.

Natürlich schaut Sebastian Mielitz auch auf einen anderen Aufsteiger. „Ich drücke Werder Bremen wie immer ganz fest die Daumen. Die Bundesliga ist ein hartes Brett, aber ich bin davon überzeugt, dass Werder den Klassenerhalt schaffen wird.“ So oft wie möglich will Mielitz dabei auch persönlich vorbeischauen. Und so stellt er denn am Ende des Gesprächs über seine Rückkehr ins Werder-Land zufrieden fest: „Das ist ein bisschen wie nach Hause zu kommen.“ (kni)

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