Ivan Klasnic musste 2007 zwei Nierentransplantationen über sich ergehen lassen.
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Ivan Klasnic musste 2007 zwei Nierentransplantationen über sich ergehen lassen.

„Dieses Match kann ich nicht verlieren“

Fall Ivan Klasnic: Urteil wird erwartet

Bremen - Am Freitag ist es soweit: Vor dem Landgericht Bremen wird im Zivilprozess zwischen Ex-Werder-Profi Ivan Klasnic und dem ehemaligen Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski sowie weiteren Medizinern eine Entscheidung verkündet.

Für den nierentransplantierten Klasnic geht es um den Erhalt von Schmerzensgeld und Entschädigungen für erlittene Verdienstausfälle in einer Gesamthöhe von 1,1 Millionen Euro. „Ich bin gespannt, was am Freitag passiert. Ich bin guten Mutes. Verlieren kann ich dieses Match nicht mehr“, sagt der 37-Jährige, der das Gericht nach dem Marathon Prozess auf seiner Seite wähnt.

Klasnic wirft Dr. Dimanski und der Internistin Dr. Manju Guha vor, eine seit 2002 bekannte Niereninsuffizienz bei ihm nicht behandelt zu haben. Klasnic musste 2007 zwei Nierentransplantationen über sich ergehen lassen, mittlerweile wartet er erneut auf eine Spenderniere, ist ein Dialyse-Patient. Seit 2008 läuft das Verfahren vor dem Landgericht.

Bei der Verkündung der gerichtlichen Entscheidung wird Klasnic am Freitag nicht persönlich anwesend sein. Auch Dr. Götz Dimanski wird nicht kommen. Beide Parteien warten auf die schriftliche Zustellung des Urteils, das noch lange nicht das Ende der Auseinandersetzung sein muss. Die Dimanski-Seite hatte bereits nach dem letzten Verhandlungstag angekündigt, im Falle eines für sie negativen Urteils vor das Oberlandesgericht zu ziehen. „Aber das entscheidet letztlich die Versicherung“, betont Dr. Dimanski. Sie müsste für etwaige Zahlungen an Klasnic geradestehen, sie bestimmt folglich, wie lang der Weg durch die Instanzen sein wird. Dem Tag morgen sehe er „gelassen“ entgegen, sagt Dimanski.

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