Der Fanclub Ahoi-Crew fiel bei Werder Bremen schon häufiger durch bemerkenswertes Engagement positiv auf - hier beim Polieren der Stolpersteine in Bremen.
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Der Fanclub Ahoi-Crew fiel bei Werder Bremen schon häufiger durch bemerkenswertes Engagement positiv auf - hier beim Polieren der Stolpersteine in Bremen.

Fanclub Ahoi-Crew geht mit gutem Beispiel voran

„Finanziell #aufwerdern“: Fans des SV Werder wollen und sollen auf Ticket-Erstattungen verzichten

Die Coronavirus-Pandemie trifft den Fußball mit vielen Spielausfällen. Das bedeutet: Sie wird den Fußball auch finanziell treffen, und zwar so hart, dass die Existenz von Bundesliga-Clubs auf dem Spiel stehen könnte. Das wissen auch die Fans des SV Werder Bremen.

Und weil Werder-Anhänger für ihre Solidarität bekannt sind und ihrem Club so gut es geht aus der Patsche helfen wollen, wundert es nicht, dass bereits jetzt die erste monetäre Hilfsaktion startet. „Finanziell #aufwerdern“ hat der Fanclub „Ahoi-Crew 05“ sie überschrieben. Zur Erinnerung: #aufwerdern, das war die Fan-Aktion, die Werder Bremen zuletzt in der Bundesliga aus der Krise motivieren sollte. Jetzt geht es um etwas anderes als Sport, aber um die gleiche positive Haltung.

„Wir rufen unsere Mitglieder und alle Werder-Fans daher dazu auf, in dieser schwierigen Zeit unserem Verein auch finanziell die Stange zu halten und auf Rückerstattungen von Tickets zu verzichten“, schreibt die „Ahoi-Crew“ aus Osnabrück auf ihrer Internetseite. Im Fußball gehe es zwar um Millionen, auf Hilfe seien die Clubs nun trotzdem angewiesen.

Werder Bremen: Fanclub Ahoi-Crew will bei Verzicht von Ticket-Rückgaben Vorbild sein

Alle Fans, die keine Gehaltseinbußen durch die Corona-Krise verkraften müssen, sollen also „solidarisch sein und auf Rückforderungen aus verkauften Tickets und Dauerkarten verzichten“. Der Vorstand der „Ahoi-Crew“ wolle dabei als gutes Beispiel vorangehen. Wer sein Geld für ausgefallene Spiele trotzdem zurückfordert, solle darüber nachdenken, den erstatteten Betrag für wohltätige Zwecke wie die Tafeln zu spenden.

Aber nicht nur die Fans sollen den Club unterstützen: Die Osnabrücker fordern Spieler und Trainerstab der Profis auf, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten „und so zu helfen, die finanzielle Stabilität von Werder Bremen bestmöglich zu erhalten und damit Arbeitsplätze und Zukunft des Vereins zu sichern“. Die Deutsche Fußball-Liga und ihre Mitgliedsvereine seien derweil aufgerufen, den Verteilschlüssel der TV-Gelder so anzupassen, dass die Existenz aller Erst- und Zweitligisten gesichert wird. (han)

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