Auf die Unterstützung einiger Fans müssen die Profis des FC Schalke 04 im Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen verzichten. Die Gelsenkirchener sind mit der Ticketvergabe für Gästefans nicht einverstanden.
+
Auf die Unterstützung einiger Fans müssen die Profis des FC Schalke 04 im Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen verzichten. Die Gelsenkirchener sind mit der Ticketvergabe für Gästefans nicht einverstanden.

Grund ist Ablauf der Ticketvergabe

Fans des FC Schalke 04 verärgert: Gruppe plant Boykott des Spiels gegen Werder Bremen

Bremen – Samstagabend, Flutlicht und zwei große Namen im deutschen Fußball: Offiziell verkündet ist es zwar noch nicht, aber es spricht vieles dafür, dass Werder Bremens Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am 20. November ausverkauft sein wird. Eine große Gruppe Schalker Fans wird den Weg nach Bremen jedoch nicht antreten. Die Fan-Organisation „Supporters Club“ hat angekündigt, das Spiel zu boykottieren, weil sie mit dem Ablauf der Ticketvergabe nicht einverstanden ist.

Schalker Fans, die das Zweitliga-Topspiel gegen Werder Bremen live im Wohninvest Weserstadion verfolgen möchten, müssen zunächst – wie vor anderen Spielen auch – über Schalke 04 eine Anfrage stellen. Bei Zusage erhalten sie die Tickets allerdings nicht wie sonst offenbar üblich von ihrem Club, sondern müssen sie direkt im Werder-Shop kaufen – und sich dafür vorher registrieren. Was dem „Supportes Club“ überhaupt nicht passt. 

In einer Stellungnahme teilt die Fan-Organisation mit: „Wir wollen kein System unterstützen, bei dem sämtliche persönliche Daten beim Gastverein (gemeint ist der gegnerische Club, Anm. d. Red.) landen und niemand weiß, wie lange die dort gespeichert werden und was letztlich damit passiert.“ Deshalb werde der „Supporters Club“ keine Busse nach Bremen schicken. Dafür aber einen ziemlich bissigen Gruß in Richtung Norden: „Dass es auch in Pandemie-Zeiten andere Möglichkeiten der Vergabe von Gäste-Tickets gibt, haben andere Vereine bereits gezeigt, aber in Bremen ticken die Uhren schon immer anders.“

Wegen Ticket-Vergabe: Werder Bremen kann Fan-Ärger des FC Schalke 04 nicht nachvollziehen

Es ist in dieser Saison nicht das erste Mal, dass Gäste-Fans mit dem Bremer Procedere des Ticketverkaufs nicht einverstanden sind. Ende August hatten bereits einige Ultra-Gruppen von Hansa Rostock aus den gleichen Gründen wie nun der Schalker „Supporters Club“ auf einen Besuch des Weserstadions verzichtet. Bei Werder Bremen können sie den Ärger der Schalker Fans nicht nachvollziehen. Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald erklärt auf Nachfrage der DeichStube: „Die Bestimmungen für die Ticketvergabe treffen wir in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und setzen die uns auferlegten Vorgaben um, um allen Besuchern einen sicheren Stadionaufenthalt zu gewährleisten.“

Werder Bremen sei angehalten, eine Kontaktverfolgung im Falle einer Corona-Infektion sicherzustellen. „Das ist derzeit ein übliches Verfahren bei jeder Großveranstaltung. Auch im Vergleich zu den letzten Heimspielen im Wohninvest Weserstadion, bei denen es keinerlei Unstimmigkeiten zu diesem Thema gab, haben wir die Vorgehensweise nicht verändert. Ich denke, gerade die Besucherzahlen bei den letzten beiden Heimspielen haben deutlich gemacht, dass die Vorgaben von den Zuschauern angenommen werden.“ (dco) Schon gelesen? Wegen Corona: Noch kein Ticket-Vorverkauf für Werder-Spiel in Kiel! Und: Ex-Bremer Franco di Santo liebäugelt mit Rückkehr zu Werder Bremen: „Ich würde es lieben“!

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare