Der SV Werder Bremen hofft, beim ersten Heimspiel der neuen Saison wieder vor Zuschauern spielen zu können.
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Der SV Werder Bremen hofft, beim ersten Heimspiel der neuen Saison wieder vor Zuschauern spielen zu können.

Bis zu 15.000 Fans im Weserstadion

Werder hofft auf Zuschauer, Mäurer ist skeptisch

Bremen – Der SV Werder Bremen hofft, beim ersten Heimspiel der neuen Saison, die Mitte September beginnt, wieder vor Zuschauern spielen zu können. Doch die Bremer Politik blickt kritisch auf die Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Fan-Rückkehr in die Bundesliga-Stadien während der Coronavirus-Pandemie.

„Ich stehe dem Vorschlag der DFL, Bundesliga-Begegnungen wieder vor Zuschauern zu veranstalten, sehr skeptisch gegenüber“, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) dem „Weser-Kurier“: „Niemand kann im Augenblick absehen, wo wir im September stehen werden und mit welchen Herausforderungen wir umzugehen haben werden.“

Silke Stroth, Staatsrätin im Bremer Gesundheitsamt, hat ebenfalls große Zweifel an der Umsetzung der DFL-Pläne. „Für uns sind Zuschauer bei Spielen der Bundesliga aktuell nur sehr schwer vorstellbar“, sagte sie der Zeitung. Sorgen bereiten ihr die wieder leicht ansteigenden Infektionszahlen und das Ende der Sommerferien mit den Reiserückkehrern. „Das alles zusammen schafft eine Situation, die aktuell noch sehr schwer einzuschätzen ist“, sagte Stroth.

Werder Bremen hofft auf 15.000 Zuschauer im Weserstadion

Werder Bremen hatte sich dagegen zuversichtlich gezeigt. „So wie wir mit den beteiligten Behörden im Moment sprechen, habe ich schon eine große Hoffnung, dass wir zum ersten Heimspiel der Saison zumindest Teile der Tribünen wieder mit Zuschauern befüllen können“, sagte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald, der auf rund 15.000 Anhänger in der 42.100 Besucher fassenden Arena hofft. „Wenn wir überzeugende Konzepte vorlegen, bin ich sicher, dass auch Ulrich Mäurer seine Bedenken zurückstellen wird.“

Die 36 Vereine der DFL hatten sich am Dienstag auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadion geeinigt. (dpa/kni)

Zur letzten Meldung vom 03. August 2020:

Zuschauer-Rückkehr: Werder plant mit 1000 Fans in der Ostkurve

Bremen – Wohl dem, der mal international gespielt hat: Der SV Werder Bremen dürfte nun davon profitieren, dass die Stehplätze im Weserstadion schnell zu Sitzplätzen umfunktioniert werden können, wie es der europäische Fußball-Verband Uefa bei seinen Spielen fordert.

In der Coronavirus-Pandemie sollen auch in der Bundesliga nur Sitzplätze erlaubt sein, um endlich wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen und dafür die Abstände einzuhalten. Für die Ostkurve würde das trotzdem einen großen Zuschauer-Schwund bedeuten: Statt 7.000 Fans würden dort nur noch 1.000 Platz finden. Insgesamt hofft Werder Bremen zum Saisonstart Mitte September auf eine Kapazität von 15.000 Zuschauern, normalerweise ist das Weserstadion mit 42,100 Besuchern ausverkauft.

Bislang ist das alles aber nur ein Wunsch des Fußballs, die Politik muss noch grünes Licht geben, dann sind zudem die Gesundheits- und Ordnungsämter vor Ort am Zug. Die 36 Bundesligisten haben dafür in der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die Vorarbeit geleistet und ein Konzept verabschiedet: keine Stehplätze und kein Alkohol-Verkauf bis Ende Oktober, Verzicht auf Gästefans bis Jahresende sowie Sammlung sämtlicher Kontaktdaten der Ticketkäufer. Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald, der die Grün-Weißen bei der Versammlung vertrat, spricht von „einem kleinen Schritt Richtung Normalität“.

Werder Bremen: Verzicht auf Gäste-Fans tut weh, aber...

Werder Bremen stehe im Austausch mit der Innenbehörde, dem Gesundheitsamt, der Feuerwehr und der Polizei, um ein eigenes Konzept für das Weserstadion zu erarbeiten. Spezialisten würden gerade berechnen, wie viele Zuschauer tatsächlich ins Stadion dürfen. „Wenn erst mal alle sitzen, ist das mit dem Abstand kein Problem“, sagt Hess-Grunewald. Schwieriger würde es beim Einlass, auf den Weg zu den Plätzen und auch beim Toilettengang – speziell in der Halbzeit. Deswegen sei es durchaus möglich, dass die Zahl von 15.000 Zuschauern noch sinke. Gleiches gelte für den Fall, dass sich das Infektionsgeschehen in Bremen und umzu verschärfe, dann würden möglicherweise andere Abstandsregeln gelten.

Eine Chance, dabei zu sein, werden in jedem Fall nur Dauerkarten-Besitzer haben. Weil dadurch die Kontaktdaten leichter ermittelt werden können. Und die sind zwingend erforderlich, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Werder Bremen möchte die Tickets dann verlosen, aber alle sollen nach und nach zum Zug kommen. Die Ultras in der Ostkurve wird das nur zum Teil betreffen. Einige Gruppierungen lehnen das Dauerkarten-System laut Hess-Grunewald ab, andere haben sich dagegen gut eingedeckt. Natürlich wünsche er sich auch lieber ein volles Stadion, gerade der Verzicht auf Gäste-Fans schmerze („Das ist ein Stück Fan-Kultur“), aber nun gehe es nach den Geisterspielen vor allem darum, überhaupt wieder vor Publikum zu spielen: „Und so, wie wir mit den beteiligten Behörden im Moment sprechen, habe ich schon eine große Hoffnung, dass wir zum ersten Heimspiel der Saison zumindest Teile der Tribünen wieder mit Zuschauern befüllen können.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 4. August 2020:

Die 36 Profi-Vereine der Deutschen Fußball Liga, darunter auch der SV Werder Bremen, haben am Dienstag ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr einiger Fans in die Stadien beschlossen. Dieses umfasst ein Alkoholverbot, die vorübergehende Streichung der Kartenkontingente für Auswärtsfans und Stehplätze sowie die Einführung personalisierter Tickets zur Nachverfolgung von Infektionsketten.

Keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol: Die 36 Vereine der Deutschen Fußball-Liga, darunter der SV Werder Bremen, haben sich auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadion geeinigt. 

Die Mitgliederversammlung der DFL beschloss am Dienstag auf Antrag des DFL-Präsidiums vorübergehende Änderungen in der Spielordnung. Ein vierter zentraler Punkt ist die zeitweise Einführung personalisierter Online-Tickets, mit denen während der Corona-Pandemie bei Werder Bremen und Co. die Nachverfolgung von Infektionsketten möglich sein sollen. 

Werder Bremen: Politik bezweifelt, dass Bundesliga-Spiele mit 25.000 Zuschauern möglich sind

„Priorität in Deutschland haben nicht volle Stadien, sondern die gesundheitliche Situation“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert während einer Pressekonferenz. „Aktuell spielt Corona eben noch mit und eine sehr bedeutende Rolle.“ Die endgültige Entscheidung, ob tatsächlich schon zum oder bald nach dem Saisonstart der Bundesliga und 2. Bundesliga am dritten September-Wochenende Zuschauer zugelassen sind, obliegt den Behörden. 

Die erste DFB-Pokalrunde ist schon vom 11. bis 14. September terminiert. Zuletzt hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angesichts ansteigender Zahlen von Neuinfektion Zweifel geäußert. Er hält Bundesligaspiele mit 25.000 Zuschauern „für sehr schwer vorstellbar“. Diskutiert wird auch über Partien mit deutlich weniger Fans auf den Rängen.

Werder Bremen: Bundesliga ohne Gäste-Fans, Alkohol, Stehplätze und mit personalisierten Tickets

Die DFL hatte Mitte Juli einen Leitfaden an Werder Bremen und die 35 anderen Profi-Clubs verschickt, damit diese in Absprache mit den Gesundheitsämtern individuelle Sicherheits- und Hygienekonzepte für ihren Standort erstellen können. Einheitlich geregelt werden nun der Umgang mit den Eintrittskarten sowie das Alkoholverbot. Dieses gilt wie die „vorübergehende Durchführung von Spielen ohne Stehplätze“ zunächst bis zum 31. Oktober. 

Die Maßnahmen, ohne Gästefans zu spielen, sowie zur Nachverfolgung von Infektionswegen gelten bis Jahresende. Die genaue Ausgestaltung der Nachverfolgung liege in der Verantwortung der Clubs, sagte Seifert, der zudem betonte, dass keinerlei Grundsatzentscheidungen für die langfristige Zukunft des Profi-Fußballs in Deutschlands getroffen worden sei.

Werder Bremen: Fans dürfen wegen Coronavirus-Pandemie nur mit personalisierten Tickets in Stadien

Das Fan-Bündnis „Unsere Kurve“ hatte die Pläne der DFL schon im Vorfeld kritisiert. „Bei aller Sehnsucht, die ich selber als regelmäßiger Stadiongänger habe, wir leben in einer Pandemie. Und die Vernunft sollte immer den Gesundheitsschutz nach vorne stellen“, sagte Vorstandsmitglied Jost Peter am Dienstag im Inforadio vom rbb und betonte: „Wenn die Fallzahlen steigen und sich daraus ergibt, dass das Fußballspiel nicht zu besuchen ist, dann habe ich das zu akzeptieren.“

Im Falle einer Zulassung von Zuschauern brauche es klare Regeln, wenn es Tickets zunächst nur in personalisierter Online-Form geben sollte, forderte Peter. So sollten die „abgegebenen Daten (nur) zum Gesundheitsschutz genutzt werden und nicht für andere Zwecke“, wie etwa einer Überwachung der Fans. Diese Verpflichtung müsse von den Vereinen offen ausgesprochen werden, sagte Peter. (dpa/mwi)

Zur letzten Meldung vom 18. Juli 2020:

Werder hofft auf Comeback der Fans: So viele Zuschauer dürften wieder ins Weserstadion

Werder Bremen hofft auf die baldige Rückkehr der Fans ins Weserstadion. Aber wie viele Zuschauer dürften in Coronavirus-Zeiten überhaupt kommen? Es gibt Richtwerte.

Die Faustformel zur Eingrenzung der „Corona-Kapazität“ in den Bundesliga-Stadien kommt von der Deutschen Fußball-Liga. In seinem Leitfaden zur Rückkehr von Zuschauern in die Fußball-Arenen schlägt der Liga-Verband vor, die Sitzplätze zu 50 Prozent zu vergeben, Stehplätze aber nur zu 12,5 Prozent. Dies gelte als exemplarisches Beispiel, wird aber in den Gesprächen der Clubs mit den lokalen Genehmigungsbehörden ein zu verhandelnder Richtwert sein. Für Werder Bremen hieße das, dass 15.750 Sitzplätze und 1.325 Stehplätze pro Heimspiel unter den Dauerkarten-Besitzern verlost werden könnten. In Summe sind das 17.075 Zuschauer – was einer Stadionauslastung von rund 40 Prozent entsprechen würde.

Zum Vergleich: In Dortmund könnten 30.056 Fans zuschauen, in München 29.829. In der Alten Försterei von Union Berlin würde dagegen nur 4.108 Fans Einlass gewährt. Wenn überhaupt. Denn dass wieder Zuschauer in die Stadien strömen dürfen, wird ganz wesentlich vom lokalen Infektionsgeschehen in den Bundesliga-Städten abhängen. Die DFL hat hierfür in ihrem Leitfaden eine Grenze gesetzt.

Werder Bremen: Rückkehr der Fans? Wie hält die man Zuschauer im Stadion auf Distanz?

Ein Okay würde es demnach nur geben, wenn sich das lokale Infektionsgeschehen bei einem Wert von weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bewegen würde. Zur Orientierung: In Bremen lag dieser Wert am Freitag bei 19, in Hamburg bei 6, in Berlin aber bei 123 und in Nordrhein-Westfalen gar bei 1.026 (Quelle: Robert Koch-Institut).

Werder Bremen arbeitet bereits an einem Konzept, wie alle nötigen Hygiene-Maßnahmen umgesetzt werden können. Dabei ist die Verteilung der Zuschauer auf den Tribünen eher ein kleines Problem. Die Fans beim Betreten und Verlassen des Stadion auf Distanz zu halten, wird zu einer größeren Herausforderung. Die DFL empfiehlt hierzu, die Tickets mit unterschiedlichen Einlasszeiten zu versehen. Der deutsche Profi-Fußball hofft, nach den Geisterspielen im Frühjahr in der neuen Saison wieder vor Fans spielen zu können. Idealerweise schon zum Start der neuen Spielzeit am dritten September-Wochenende. (csa)

Der SV Werder Bremen hofft, beim ersten Heimspiel der neuen Saison wieder vor Zuschauern spielen zu können.

Zur letzten Meldung vom 16. Juli 2020:

Bald wieder Fans im Weserstadion? Werder Bremen arbeitet mit Hochdruck an Konzept

Bremen – Werder Bremen arbeitet mit Hochdruck an einem Konzept, damit Fans bald wieder ins Weserstadion dürfen. Aber es gibt in Coronavirus-Zeiten viele Hürden. Das ist der Stand.

0:2 verloren, wieder ein Gegentor nach einem Standard und der Abwärtstrend in der Bundesliga nach der fünften Niederlage am Stück nun aber so richtig in Fahrt – nein, dieser kühle 22. Februar 2020 war definitiv kein guter Tag für Werder Bremen. Und dennoch: Im Verein denken sie heute gerne und auch ein bisschen wehmütig an das Heimspiel gegen Borussia Dortmund zurück – weil es das bis dato letzte vor vollen Rängen war. 42.100 Zuschauer.

Im Weserstadion Gesänge, Gepfeife, Geraune, Geschrei. Alles ganz normal. Und alles inzwischen – Corona lässt grüßen – kaum mehr vorstellbar, entfernte Erinnerungen. In der neuen Saison soll sich das ändern. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und damit auch Werder Bremen streben eine Rückkehr der Fans in die Stadien an. Am Osterdeich arbeiten sie gerade mit Hochdruck an einem entsprechenden Konzept. Ob es sich realisieren lässt, steht allerdings noch völlig in den Sternen. Eine Bestandsaufnahme.

Werder Bremen arbeitet an Konzept für Fan-Rückkehr ins Weserstadion

Die Nummern sind mittlerweile bestens bekannt und vermutlich längst fest eingespeichert – mit der Bremer Gesundheitsbehörde steht Werder schließlich schon seit Monaten in engem Kontakt. Zunächst, in den letzten April- und ersten Mai-Wochen, ging es dabei um ganz Grundsätzliches: Um das viel zitierte Hygienekonzept der DFL, das den Spielbetrieb in der Bundesliga wieder möglich machen sollte und genau dafür am Ende ja auch gesorgt hat. „Seit dem gibt es einen regelmäßigen Austausch. Vor den Spieltagen haben wir als Gesundheitsressort an den Sicherheitsbesprechungen teilgenommen und waren auch in die Auswertung der einzelnen Spieltage eingebunden“, erklärt Lukas Fuhrmann, der Pressesprecher der Behörde, in deren Räumen an der Contrescarpe, mitten in den Bremer Wallanlagen, erst kürzlich wieder ein Anruf von Werder Bremen einging. Ab jetzt geht es um die Fans.

Werder teilte der Behörde seinen Wunsch mit, in der kommenden Saison möglichst wieder vor Publikum spielen zu wollen. Viel mehr erstmal noch nicht. Fuhrmann: „Werder erarbeitet dazu nun zuerst ein Konzept, über welches dann gemeinsam gesprochen wird.“

Werder Bremen hofft auf 10.000 bis 20.000 Fans im Weserstadion

Nach Informationen der DeichStube hofft der Verein darauf, zwischen 10.000 und 20.000 Fans zu seinen Heimspielen empfangen zu können – unter Einhaltung strikter Hygieneregeln, versteht sich. Diese beinhalten unter anderem, dass die Fans im Weserstadion mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten müssen. Nur jede zweite Sitzschale dürfte besetzt sein. Bei Borussia Dortmund haben sie während des letzten Geister-Heimspiels gegen Hoffenheim bereits spezielle Technik ausprobiert. So sollten 3D-Sensoren den Abstand innerhalb eines Tribünenblocks messen. Zudem kamen Wärmebildkameras zum Einsatz, die vor dem Eintritt ins Stadion kontaktlos die Körpertemperatur der Fans feststellten. Ob solche Hilfsmittel künftig auch in Bremen eine Rolle spielen, steht noch nicht fest. Das Werder-Konzept beinhaltet hier noch keine abschließende Lösung.

Der Bremer Liga-Rivale (und Retter im Abstiegskampf) Union Berlin hatte vor einigen Tagen mit der Idee für Schlagzeilen gesorgt, seinen Fans Coronavirus-Tests zu bezahlen, um an der Alten Försterei wieder vor ausverkauftem Haus spielen zu können. Jeder der 22.000 Zuschauer, so das Konzept der Köpenicker, müsse einen negativen Befund beim Einlass vorzeigen, der nicht älter als einen Tag sein darf. Bei Werder Bremen halten sie das für schwer bis gar nicht umsetzbar. „Wir wollen keine falschen Erwartungen wecken, indem wir sagen, wir können hier am Freitagabend 42.000 Leute testen lassen, haben dann am Samstagmittag die Ergebnisse und können die auch noch am Einlass kontrollieren“, sagte Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald gegenüber Radio Bremen.

Werder Bremen: Fan-Rückkehr wäre Riesen-Aufwand - und immer noch kritisch

Eine weitere Schwierigkeit: Der Verein muss – so wie derzeit jeder Friseur und jedes Restaurant – gewährleisten, dass die Nachverfolgung seiner Gäste für den Fall der Fälle gesichert ist. Das ließe sich über am Eingang auszufüllende Fragebogen regeln, klar. Es wäre bei womöglich 20.000 Menschen allerdings mit einem riesengroßen organisatorischen Aufwand verbunden. Auch das muss im Konzept berücksichtigt werden. Den Leitfaden zur Erstellung des Papiers, den die DFL in dieser Woche als Unterstützung an alle Erst- und Zweitligisten verschickt hat, will Werder einarbeiten.

Und selbst wenn das Konzept am Ende steht, bleibt für den Verein ein Problem: Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind laut Rechtsverordnung im Land Bremen bis zum 31. Oktober verboten. Die Saison startet bereits am 18. September. Bei Werder Bremen hoffen sie schon jetzt vorsichtig auf eine Ausnahmeregelung, die – Stand heute – aber eher unwahrscheinlich ist. Behörden-Sprecher Fuhrmann betont zwar, dass „bei uns der Eindruck entstanden ist, dass Werder das Thema sehr ernst nimmt, intensiv Konzepte erarbeitet, die wirklich plausibel und sinnvoll sind“, sagt aber eben auch: „Wir sehen Spiele mit Zuschauern kritisch, der Infektionsschutz bleibt nämlich weiterhin unsere erste Prämisse.“ Ein volles Weserstadion könne sich die Gesundheitsbehörde aktuell nicht vorstellen. (dco)

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