Für Niedersachsens Innenministerium steht jetzt fest, dass die Polizei-Kontrolle der Werder Bremen-Fans vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg so nicht hätte stattfinden dürfen!
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Für Niedersachsens Innenministerium steht jetzt fest, dass die Polizei-Kontrolle der Werder Bremen-Fans vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg so nicht hätte stattfinden dürfen!

Polizei-Aktion gegen Werder-Anhänger

Niedersächsisches Innenministerium erklärt: Kontrolle von Werder-Fans in Wolfsburg war überzogen

Bremen/Wolfsburg – Knapp eine Woche nach der viel kritisierten Polizeikontrolle von zahlreichen Fans des SV Werder Bremen in Wolfsburg steht nun auch für das Niedersächsische Innenministerium fest, dass die Aktion so nicht hätte stattfinden dürfen. Das geht aus einer Mitteilung nach der Auswertung des Polizeiberichtes hervor.

„Die Prüfung hat ergeben, dass die Gefahrenprognose und die Maßnahmen der Polizei grundsätzlich zutreffend waren und lediglich der gewählte Rahmen einer Kontrollstelle nicht richtig war“, erklärte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) in Bezug auf die Polizeikontrolle der Anhänger von Werder Bremen vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg. „Sollten Fans aufgrund der so nicht rechtmäßigen Maßnahme zu Unrecht durchsucht worden sein, entschuldigen wir uns dafür.“

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius über Polizeikontrolle der Werder-Bremen-Fans: „Gewählte Rahmen war nicht richtig“

Auslöser der Aktion seien laut Ministerium konkrete Hinweise gewesen, dass es beim Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg zu einem Einsatz von Pyrotechnik durch Fans des SV Werder Bremen kommen könnte, weshalb „bei klar definierten Personengruppen, insbesondere bestimmten Ultra-Gruppierungen“ entsprechende Gegenstände sichergestellt werden sollten. Die Polizei-Inspektion Wolfsburg-Helmstedt hatte dafür die selbst so bezeichnete Kontrollstelle eingerichtet.

Laut Paragraph 14 des Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (NPOG) sieht dieses jedoch vor, das sich sämtliche anwesende Person einer solchen Kontrolle unterziehen müssen – und genau dafür fehlten letztlich nach Ansicht des Ministeriums bei der Polizeikontrolle der Fans von Werder Bremen die Voraussetzungen. „Zur Fehlerkultur in einer modernen Polizei gehört auch, dass entsprechende Fehler erkannt und benannt werden. Nur so kann man es zukünftig besser machen“, betonte Boris Pistorius. „Das Innenministerium hat großes Interesse daran, dass die Einsätze im Umfeld von Fußballspielen möglichst reibungslos verlaufen und optimiert dazu bereits seit Jahren den Austausch zwischen Fans, Vereinen und Polizei.“ (mbü)

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