Fans des SV Werder Bremen sitzen beim Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC mit Abstand auf der Tribüne.
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Fans des SV Werder Bremen sitzen beim Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC mit ausreichend Abstand auf der Tribüne.

8.400 Zuschauer beim Spiel gegen Hertha im Weserstadion

Zufriedenheit bei den Behörden: Die Werder-Fans dürfen wiederkommen

Bremen – Als die 8.400 Stadionbesucher abgezogen waren, stand eines schon fest: Sie alle dürfen beim nächsten Mal gerne wiederkommen. Das Hygienekonzept im Weserstadion – es hat im Spiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC laut Behördenurteil funktioniert. „Es gibt keinen Grund, mahnend den Finger zu heben“, erklärt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, gegenüber der DeichStube.

So lange die Corona-Zahlen in der Stadt und im Umland nicht deutlich ansteigen, „kann man damit weiterarbeiten“. Werder Bremen wird deshalb in Kürze unter den Dauerkarteninhabern das Interesse für die kommenden Heimspiele gegen Arminia Bielefeld (3. Oktober) und die TSG 1899 Hoffenheim (25. Oktober) abfragen. Dann mit einem zeitlich komfortableren Vorlauf als bei der Premiere, als der Bestellvorgang der Tickets in wenigen Tagen abgehandelt werden musste.

Insgesamt sind es – den organisatorischen Ablauf betreffend – gute Nachrichten, die das Wochenende dem SV Werder gebracht hat. Der Club hatte in den vergangenen Wochen ein Konzept erarbeitet, wie tausende Besucher unter Einhaltung von Abstandsregeln und weiteren Anti-Corona-Maßnahmen wieder ins Weserstadion kommen können.

Werder Bremen und die Fan-Rückkehr: Nur „kleine Schwachstellen“ im Konzept

Weil bis auf „ein paar Kleinigkeiten“ (Fuhrmann) alles wie gewünscht funktioniert habe, steht Wiederholungen gegen Bielefeld und Hoffenheim nichts im Wege. „Wir haben allenfalls kleine Schwachstellen ausgemacht, aber keine strukturellen Mängel im Konzept erkennen können“, sagt Fuhrmann, der mit Kollegen aus dem Gesundheitsamt sowie Vertretern des SV Werder Bremen vor Ort das Geschehen inspiziert hatte.

Festgestellt wurde, dass es im Bereich des Tunnels am Peterswerder sowie unmittelbar im Anschluss vor Tor 10 nicht so leicht war, die Abstände einzuhalten. „Da ist es einfach eng“, meint Fuhrmann. Bei dem einen oder anderen musste auf die bestehende Maskenpflicht auf dem gesamten Stadiongelände hingewiesen werden – mehr aber auch nicht. „Es war gut“, resümiert deshalb der Sprecher des Gesundheitsressorts.

Werder Bremen: Verstöße gegen Hygienevorschriften? Angesprochene Fans waren einsichtig

Uwe Papencord, Leiter des Bremer Ordnungsamtes, zieht in einer Pressemitteilung der Polizei ebenfalls ein positives Fazit: „Wir waren mit vielen Ordnungskräften im Einsatz, um auf die Einhaltung der Coronaverordnung und Hygienevorschriften zu achten. Vereinzelt haben wir Verstöße registriert. Auf Ansprache verhielten sich die Angesprochenen jedoch einsichtig und kooperativ.“

Letzteres ist das Wichtigste, damit Stadien mit Zuschauern wieder zu einem Dauerzustand in Bremen werden. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat den Wiedereinlass von Fans vorerst zu einem Testlauf erklärt. Für sechs Wochen dürfen überall dort, wo die Infektionszahlen es erlauben, 20 Prozent der Plätze besetzt werden. Fans aus Gebieten, in denen der Grenzwert an Neuinfektionen jedoch überschritten ist, müssen weiterhin draußen bleiben. Das betraf am Wochenende knapp 100 Ticketinhaber aus dem Kreis Cloppenburg. „Bei dieser Linie bleiben wir auch“, sagt Michael Rudolph, Mediendirektor des SV Werder Bremen, gegenüber der DeichStube. (csa)

Zur letzten Meldung vom 20. September 2020:

Werder Bremen zieht positives Fazit nach Fan-Rückkehr

Bremen - Im Vorfeld hatten Werder Bremens Verantwortliche durchaus einige Bauschmerzen gehabt. Geht alles gut? Greift das Konzept? Und verhalten sich die Fans so, wie es sein sollte? Nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC - dem ersten seit Februar mit Zuschauern auf den Tribünen - zog der Verein dann aber ein positives Fazit.

„Wie ich gehört habe, waren die Umsetzung des Konzepts und das Beachten der Vorgaben sehr vorbildlich“, sagte Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen. 8.400 Fans hatten das Spiel gegen die Hertha vor Ort verfolgen dürfen. Sowohl beim Einlass als auch im Weserstadion selbst galten dabei strenge Hygiene- und Abstandsregeln, was die Anhänger aber nicht vom Anfeuern abhielt. „Es war Atmosphäre da. Das war positiv“, hielt Baumann fest.

Auch Trainer Florian Kohfedt war froh darüber, endlich wieder vor Fans gespielt zu haben: „Es war ein schönes Erlebnis.“ Vor allem die Anfahrt zum Stadion hatte dem 37-Jährigen gefallen. Grün-weiße Grüppchen, die zum Osterdeich strömen - das hatte Kohfeldt schließlich schon länger nicht mehr aus dem Bus beobachten können. „Auch das Gefühl beim Einlaufen ins Stadion war toll“, hielt der Coach fest. „Während des Spiels war die Atmosphäre dann natürlich nicht vergleichbar mit der, die wir sonst kennen, aber trotzdem war es ein erster Schritt.“ (dco) Hier findet Ihr einen ausführlichen Fan-Erlebnisbericht zur Rückkehr ins Weserstadion.

Zur letzten Meldung vom 19. September 2020:

Werder Bremen: 8.400 Zuschauer im Weserstadion - So lief die Fan-Rückkehr gegen Hertha

Bremen – Die Fans des SV Werder Bremen waren heiß auf ihren Club, verheilten sich dabei aber vor dem Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC extrem diszipliniert. Seit 13.30 Uhr lief der Einlass zum ersten Bundesligaspiel in Bremen seit über einem halben Jahr. 8.500 Zuschauer waren zugelassen. Fast alle hielten sich dabei an die Maskenpflicht auf dem Weg ins Stadion und zu ihrem Platz. Und wer nicht daran dachte, wurde von den Ordnern freundlich auf sein Versäumnis hingewiesen. Auffällig dabei: Viele Masken hatten einen Werder-Bremen-Hintergrund, fielen sofort ins Auge. Ohnehin trugen fast alle Besucher irgendwie grün-weiß. Die Stimmung war gut, aber auch gespannt ruhig. Große Fangesänge waren vor dem Spiel selten.

In den Schlangen vor dem Einlass war das mit dem Abstandhalten allerdings nicht ganz so einfach. Zumal sich nicht nur die Besucher für ihr vorher ausgewiesenes Zeitfenster anstellten - wahrscheinlich aus Sorge, sie würden hinterher zu spät kommen. Deswegen kam es zu leichten Verzögerungen. Die Partie sollte pünktlich um 15.30 Uhr beginnen, bis dahin wollten natürlich alle 8.500 Zuschauer im Weserstadion sein (kni/dco).

Hinweis: Das Spiel zwischen Werder Bremen gegen Hertha BSC im Live-Ticker der DeichStube. Nach der Werder-Niederlage gegen Hertha BSC war Trainer Florian Kohfeldt verärgert und Sportchef Frank Baumann nimmt die Werder-Profis in die Pflicht.

Zur letzten Meldung vom 18. September 2020:

Werder Bremen: Kartenverlosung sorgt für Ärger - Fans aus dem Kreis Cloppenburg ausgeladen

Bremen – Die einen können ihr Glück kaum fassen, die anderen machen ihrem Ärger Luft: Die Kartenverlosung für das Bundesliga-Heimspiel des SV Werder Bremens gegen Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr), das 8500 Fans live im Weserstadion verfolgen dürfen, sorgt im Bremer Fan-Lager für gemischte Gefühle.

Während sich die „Lotterie-Gewinner“ bereits auf einen schönen Fußballnachmittag im Rahmen des Spiels zwischen Werder Bremen und Hertha BSC freuen, warteten andere Dauerkarten-Inhaber auch am Freitagnachmittag noch immer auf eine Rückmeldung des Vereins. Über das soziale Netzwerk Twitter wendeten sich die Fans mit Beschwerden an Werder Bremen. Tenor: Wann kommt endlich die Rückmeldung? Irgendwann muss man den Stadionbesuch doch auch planen können. „Wir wissen, dass es an der einen oder anderen Stelle hakt in der Vorbereitung auf dieses Spiel, aber dass wir einige Hürden überwinden müssen, stand von Beginn an fest“, sagt Werders Mediendirektor Michael Rudolph auf Nachfrage der DeichStube.

Werder Bremen spricht von Problemen bei der Ticket-Verlosung

Insgesamt hatten sich 5.000 der 12.000 Personen, die eine oder mehrere Dauerkarten besitzen, für die Verlosung angemeldet. Laut Werder Bremen sei es zum Problem geworden, dass nicht alle Fans mit Losglück sofort verbindlich ihre Tickets für das Spiel gebucht hätten, sodass der Verein mit Rückläufern habe rechnen müssen. „Da wir gern alle Plätze besetzen möchten, dauert der Vorgang etwas länger“, schreibt der Verein bei Twitter – und verspricht, dass es bei „zukünftigen Spielen besser sein“ wird. Dieses Mal sei einfach sehr wenig Zeit zwischen der Erlaubnis, Fans ins Stadion lassen zu dürfen, und dem Spiel gewesen. „Wir haben uns einen extrem ehrgeizigen Zeitrahmen gesteckt, den wir hier und da nicht einhalten konnten. Wir bitten bei allen um Verständnis“, sagt Rudolph. „Qualität in der Umsetzung der Auflagen war uns an der einen oder anderen Stelle wichtiger als unser Zeitplan.“

Werder Bremen: Fans aus dem Landkreis Cloppenburg dürfen nicht kommen

Ganz bittere Nachrichten gab es derweil für die knapp 40 ausgelosten Werder-Fans aus dem Landkreis Cloppenburg. Wegen der dort steigenden Corona-Infektionszahlen dürfen sie nicht ins Stadion kommen. „Wir bedauern das für jede einzelne betroffene Werder-Anhängerin und jeden Werder-Anhänger aus dem Landkreis Cloppenburg, aber wir haben eine Verantwortung gegenüber allen 8.500 Besucherinnen und Besuchern. Wir wollen jedes vorhersehbare Risiko als Veranstalter ausschließen“, wird Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald auf der Internetseite des SV Werder Bremen zitiert. Am Freitag hatte das niedersächsische Sozialministerium für die vergangenen sieben Tage 61,5 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner für den Landkreis Cloppenburg gemeldet. Der Richtwert von 50, ab dem der Infektionsschutz verschärft werden muss, wurde damit deutlich überschritten. (dco)

Irgendetwas läuft da gewaltig schief beim SV Werder Bremen! Ein Kommentar zum Bundesliga-Fehlstart.

Zur letzten Meldung vom 16. September 2020:

Verlosung fürs Werder-Heimspiel gegen Hertha BSC gestartet: Entscheidung am Donnerstag

Bremen - Am Dienstagnachmittag hat Werder Bremen in seinem Ticketcenter mit der Verlosung der 8.500 Sitzplatz-Karten für das Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC begonnen. Und – so viel sei vorweggenommen - die Chancen für die angemeldeten Dauerkarteninhaber, den Zuschlag zu erhalten, stehen gar nicht mal schlecht.

Denn für die Auslosung haben sich von insgesamt knapp 12.000 Dauerkarteninhabern nur 5.500 angemeldet. Von den 25.000 Dauerkarten, die für die jetzt startende Saison vergeben wurden, liegen nach Angaben des Clubs „10.300 Dauerkarten im virtuellen Lostopf“. Bis Donnerstag, 17. September, um 18 Uhr soll „der Vorgang der Auslosung und deren Verarbeitung abgeschlossen sein“, heißt es in einem Statement auf „werder.de“. Benachrichtigt werden von Werder Bremen, anders als zunächst berichtet, sowohl die Gewinner als auch diejenigen Teilnehmer, die keinen Zuschlag erhalten, sondern eine Absage bekommen.

Die ausgelosten Gewinner sollen vorrangig Plätze in der passenden Preiskategorie ihrer Dauerkarte zugelost bekommen und müssen unter Wahrung der geltenden Abstandsregeln direkt in den Tribünenbereichen des Weserstadions platziert werden. Alle Gewinner werden mit der Anzahl der Dauerkarten berücksichtigt, die für die Person bei Werder Bremen registriert ist. Familien sollen auch in größerer Zahl zusammensitzen dürfen.

Werder Bremen: Auch für das zweite Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ist eine Auslosung geplant

Jedem Auslosungs-Gewinner wird auf seinem virtuellen Dauerkartenkonto automatisch 1/17 des Dauerkartenpreises für jede Dauerkarte abgezogen. Ticketinhaber, die nicht an der Verlosung teilnehmen oder nicht ausgelost wurden, haben die Möglichkeit, sich das Geld zurückerstatten zu lassen.

Positiv für alle „Verlierer“: Dauerkarteninhaber des SV Werder Bremen, die gegen Hertha BSC keinen Zuschlag erhalten haben, werden beim zweiten Heimspiel der Saison, am 3. Oktober gegen Arminia Bielefeld, bevorzugt berücksichtigt. Für diese Partie wird es erneut eine Auslosung geben. Ein genauer Termin hierfür soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. (mwi)

Werder Bremen-Profi Ludwig Augustinsson im Video über die Fan-Rückkehr ins Weserstadion:

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