Weserstadion erstmals wieder voll besetzt

Endlich wieder ein volles Weserstadion - und das soll Werder Bremen helfen

Bremen – Das Gefühl an sich dürfte bei nahezu allen Fans längst wieder verschwunden sein. Ausgelöscht von den frustrierenden Erlebnissen und Ergebnissen gegen Darmstadt 98 (0:3) und den SV Sandhausen (2:2). Vertrieben vom Frust über die zwei erschreckend schwachen Auftritte des SV Werder Bremen, die so überhaupt nicht zu dem passten, was sich vor dem Auswärtsdoppelpack im Wohninvest Weserstadion zugetragen hatte.

„La Ola“ zog über die Tribünen, Fans sangen und feierten, Bremer Spieler lachten. Es war der Abend des 3:0 gegen den 1. FC Heidenheim, der perfekt für eine Wende zum Guten beim SV Werder Bremen hätte stehen können. Erstmals durften mit 30.000 Besuchern wieder richtig viele Zuschauer ins Stadion, dazu der Sieg, das pure Glück. Doch dann: die Darmstadt/Sandhausen-Walze. Trainer Markus Anfang hat es trotzdem geschafft, die positiven Emotionen aus dem letzten Heimauftritt zu konservieren – oder wenigstens die Erinnerungen daran.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Wohninvest Weserstadion erstmals seit der Corona-Pandemie ausverkauft

„Ich habe die Bilder noch im Kopf. Die Welle, die durch das Stadion schwappte, das war schon sehr beeindruckend. Wir haben es in dem Spiel geschafft, diese Euphorie zu transportieren.“ Vom Feld auf die Tribünen, von den Tribünen aufs Feld. Das Wechselspiel funktionierte perfekt. Und Samstag gegen den FC St. Pauli? Erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie und dem 0:2 gegen Borussia Dortmund am 22. Februar 2020 wird das Weserstadion wieder ausverkauft sein. 42.100 Tickets sind verkauft, 4.000 davon gingen an die Gäste aus Hamburg. Und Anfang glaubt daran, dass die Kooperation von Team und Fans wieder für einen besonderen Moment sorgen kann – trotz der sportlichen Außenseiterrolle, die Werder Bremen gegen Spitzenreiter FC St. Pauli einnimmt.

„Es liegt an uns, dass wir die Zuschauer wieder mitnehmen, dass der Funke überspringt“, sagt Anfang, und es klingt bei ihm so erstaunlich unbelastet. So, als hätte es zwischen den Spielen gegen Heidenheim vor vier Wochen und St. Pauli am Samstag nicht die zwei Stimmungskiller gegeben. In Sandhausen war es so schlimm, dass die Werder-Fans wieder die Welle machten – allerdings im negativen Sinn. „Wir haben die Schnauze voll“, skandierten sie in Sandhausen. Um Menschen mit einer solchen Einstellung wieder auf die eigene Seite zu ziehen, muss Werder Bremen am Samstag richtig auf die Tube drücken. Anfangs Vorstellung, wie es laufen kann, ist diese: „Wenn wir mit unserem Auftritt eine Stimmung erzeugen wie gegen Heidenheim, dann sind wir auch in der Lage, ein richtig gutes Spiel zu machen. Dann sind wir auch in der Lage, den Tabellenführer zu schlagen.“ (csa) Auch interessant: Werder-Aufstellung gegen St. Pauli: Erstmals mit der Doppelspitze Ducksch/Füllkrug in der Startelf?

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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