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Florian Kohfeldt, Thomas Horsch und Hubertus Hess-Grunewald im Talk mit den Fans.

Fan-Talk mit Kohfeldt und Co.

„In der Ostkurve rollen nicht morgen die Bagger an“

Zell - Fans fragen, Werder antwortet – der Talk mit der eigenen Anhängerschaft ist fester Bestandteil des Trainingslagerprogramms in Zell am Ziller.

Am Freitag stellten sich Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald, Chefcoach Florian Kohfeldt und Co-Trainer Thomas Horsch im Parkstadion den Fragen von etwa 150 Fans. Die Themen? Einmal quer durch den grün-weißen Garten:

Wie ist nach seinem Achillessehnenriss die Situation bei Fin Bartels?

Florian Kohfeldt: „Er ist schon ein gutes Stück vorangekommen, steht in Bremen schon wieder in Fußballschuhen auf dem Platz. Aber vom Mannschaftstraining ist er auch noch ein gutes Stück weg. Aber ganz ehrlich: Mir ist es eigentlich egal, wann er zurückkommt– ob in zwei, drei oder vier Wochen. Hauptsache Fin ist dann wieder der Fin, der er vor der Verletzung war.“

Welche Chance auf Bundesliga-Einsätze haben die im Zillertal zum Trainingskader gehörenden Spieler aus der U19 und U23?

Thomas Horsch: „Wir haben die Jungs nicht nur hier im Auge, sondern das ganze Jahr über. Aber hier können sie sich zeigen. Und natürlich ist für jeden die Möglichkeit da, sich zu empfehlen. Die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen, ist für jeden gegeben.“

Welche fußballerischen Neuerungen hat die WM in Russland gebracht?

Florian Kohfeldt: „Es ist wirklich schwierig, den Fußball neu zu erfinden. Bei der WM 2010 ist die Tendenz zur Dreier- oder Fünferkette von den südamerikanischen Teams nach Europa getragen worden. Jetzt gibt es erste Tendenzen, dass man gerade im Aufbauspiel wieder mit einem freien Mann hinten drin spielt – wenn man es so sagen will, ist es wieder ein Libero. Aber es ist immer so im Fußball: Es entsteht etwas, und es gibt eine Gegenreaktion. Was für uns das Entscheidende ist: Man darf auf dem Platz nie stillstehen. Man muss immer wieder nach Möglichkeiten im Positionsspiel suchen, um den Gegner vor Probleme zu stellen. Wir bei Werder Bremen wollen nicht dafür stehen, dass wir Ballbesitzfußball spielen. Wir wollen Ballbesitz haben, um Tempoaktionen vorzubereiten. So entsteht dann auch eine Begeisterung und ein Zusammenspiel mit den Zuschauern. Dafür trainieren wir hier. Das sieht dann hoffentlich im Weserstadion gut einstudiert aus.“

Wie sehen die Pläne zur Umgestaltung der Ostkurve im Weserstadion aus?

Hubertus Hess-Grunewald: „Wir stecken in den Überlegungen, was wir machen können, um die Medienrichtlinie mit Installation einer Kamera im Hintertorbereich der Ostkurve umzusetzen. Wir diskutieren die Möglichkeiten und wissen um die Fan-Meinungen. Es ist aber auch nicht so, dass da morgen die Bagger anrollen. Wir haben klare Prioritäten. Von der Bremer Politik haben wir gesagt bekommen, im Gästebereich der Westkurve Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Die zweite Priorität ist der Bau des Leistungszentrums in der Pauliner Marsch. Das wird uns fordern. Die Ostkurve ist deshalb nichts, was uns morgens als erster Gedanke in den Kopf schießt, wenn wir die Augen aufmachen.“

Welches Ziel steckt sich Werder Bremen für die kommende Saison?

Florian Kohfeldt: „Wir wollen uns positive Ziele stecken und nicht in Vermeidungsstrategien verfallen – nach dem Motto: Das und das wollen wir nicht. Auch wenn wir in den vergangenen fünf Jahren gegen den Abstieg gespielt haben, dürfen wir uns nicht damit abfinden, ein Verein zu sein, der nur gegen den Abstieg spielt. Ich wünsche mir, die Ziele so hoch wie möglich zu stecken. Und wenn wir dann – nur als Beispiel, nicht als Ziel – statt Achter nur Neunter werden, dann ist das so.“

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