Niclas Füllkrug (rechts), Stürmer des SV Werder Bremen, kritisierte Augsburger-Torwart Rafal Giekiewicz (links) nach dem Spiel für sein Verhalten gegenüber den Bremer Fans.
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Niclas Füllkrug (rechts), Stürmer des SV Werder Bremen, kritisierte Augsburger-Torwart Rafal Giekiewicz (links) nach dem Spiel für sein Verhalten gegenüber den Bremer Fans.

Stimmen zum Werder-Spiel

„Hatte nichts mehr mit Fußball zu tun“ - Die Stimmen zur Heimpleite des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg

Bremen - Der SV Werder Bremen hat sein Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 0:1 (0:0) verloren. Die Stimmen zum Spiel!

Ole Werner, Trainer des SV Werder Bremen: „Ich glaube, dass wir in der zweiten Halbzeit viele Dinge besser gemacht haben als in der ersten Halbzeit. Wir haben mehr Ruhe reingekriegt, bekommen dann in einer Phase, in der wir mehr Zugriff auf das Spiel haben, den Gegentreffer. In einer Phase, in der der Treffer nicht fallen darf. Wenn man das gesamte Spiel sieht, muss man sagen, dass wir uns in der Anfangsphase schwer getan haben und Glück hatten, nicht in Rückstand geraten zu sein. Wir haben es dann geschafft, dieses wilde Spiel zu beruhigen, aber Fakt ist trotzdem - auch mit Blick auf die eigenen Möglichkeiten, die wir hatten - dass wir heute nicht so klar waren, das Spiel sauber von hinten nach vorne zu tragen, um uns gefährliche Torchancen zu erspielen.“

Werder Bremen verliert Heimspiel gegen den FC Augsburg knapp - die Stimmen zum Spiel

„Dann war es so, dass Kleinigkeiten heute eher mal für den Gegner gelaufen sind. Wenn man das Augsburger Tor sieht, wo es dann knapp kein Abseits ist und bei uns schon, solche Dinge hat man dann auch mal. Oder dass man eben vom Punkt die letzte Chance nicht rein macht, das gehört auch zum Fußball dazu. Aber insgesamt müssen wir uns um die Dinge kümmern, die wir selbst in der Hand haben und das ist unser Thema heute, dass wir es im Ballbesitz nicht geschafft haben, den Ball sauber von hinten nach vorne zu tragen und uns mit einem Tempowechsel mehr Chancen zu erarbeiten.“

...über das aberkannte Tor: „Wenn das so die Linie ist, dann hätte man sicherlich das ein oder andere auch anders entscheiden können oder sogar müssen. Aber es ist halt so gewesen und wir müssen uns um die Dinge kümmern, die wir selbst beeinflussen können.“

...über den Handelfmeter und Marvin Ducksch als Schützen: „Die Handregel diskutieren wir jede Woche. Uns wurde erklärt, wenn die Arme im Strafraum so sind und der Ball kommt dagegen, dann ist es ein Elfmeter. Man kann die Regel doof finden, aber nach der Regel ist es eben ein Handelfmeter. Ich habe noch nicht mit Marvin gesprochen, aber wir haben in der Regel sehr sichere Elfmeterschützen. Die Jungs entscheiden das selbst auf dem Platz, je nachdem, wer sich wie fühlt. Das wird in Zukunft nicht anders sein und der nächste Elfmeter ist wieder drin.“

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Werder Bremen verliert das zweite Heimspiel in Folge: Die Stimmen zur Niederlage gegen den FC Augsburg

Niclas Füllkrug, Stürmer des SV Werder Bremen: „Das war mir zu hitzig. Das hatte dann auch nichts mehr mit Fußball zu tun. Ich habe es auch nicht verstanden. Bei jeder Entscheidung standen alle elf Augsburger beim Schiedsrichter. Das war natürlich heute deren Ziel, hier Emotionen reinzubringen, dass das hier alles vielleicht ein bisschen unruhig wird. Schade drum. Ich glaube, wir hätten aufgrund des Spiels mehr verdient gehabt, auch wenn es kein besonders gutes Spiel von uns war. Trotzdem waren wir fußballerisch deutlich die bessere Mannschaft.“

...über den Schiedsrichter: „Ne, der Schiedsrichter hatte die Partie leider nicht im Griff. Er hat viel zu früh angefangen, kleinliche Fouls zu pfeifen, hat dann auch ein bisschen seine Linie verloren, ist immer kleinlicher geworden, hat viele unnötige Gelbe Karten gegeben, sehr übereilig gehandelt. Aber mein Gott, das passiert. Trotzdem kriegen wir am Ende einen Elfmeter, haben die Chance, das Spiel trotzdem noch ein bisschen auf unsere Seite zu bringen. Wir nutzen das leider nicht, aber gut, so ist das heute.“

...über Marvin Ducksch, der den Elfmeter anstelle von ihm schoss: „Ich glaube, er wollte sein erstes Tor machen und ein bisschen diesen Fluch brechen. Dann passiert das halt mal.“

Christian Groß, Mittelfeldspieler des SV Weder Bremen: „Wir hatten es heute trotzdem selbst in der Hand, haben aber zu wenig daraus gemacht. Wir waren nicht klar genug in unseren Aktionen. Wir werden das jetzt analysieren und versuchen nächste Woche wieder besser zu machen. Letztlich müssen wir auf uns selbst und unsere Leistung gucken.“

...über die hektische Schlussphase: „Wir wussten, was auf uns zukommt. Es war ein ekliges Spiel mit vielen Unterbrechungen. Das gehört vielleicht auch etwas dazu.“

Die Stimmen zur Niederlage von Werder Bremen gegen den FC Augsburg

Michael Zetterer, Torwart des SV Werder Bremen: „Wir haben heute nicht das Spiel gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Vor allem im Ballbesitz können wir es besser. Und trotzdem hatten wir Chancen, um zu treffen.“

...über den vergebenen Elfmeter von Marvin Ducksch: „Duckschi müssen wir aber nicht aufbauen. Es gehört auch etwas dazu, sich den Ball in der Nachspielzeit zu nehmen. Da gibt es aufbauende Worte und dann ist das Ding abgehackt.“

...über sein Bundesliga-Debüt: „Ich war weit weg von der Bundesliga, wenn man meine Verletzungshistorie anschaut. Das Spiel fühlt sich besonders an, trotzdem hätte ich heute lieber Punkte mitgenommen.“

Mitchell Weiser, Verteidiger des SV Werder Bremen: „Es war eine Partie auf Augenhöhe, wo es auf Kleinigkeiten ankommt. Dieses Mal hat es eben nicht für uns gereicht. Es war kein schönes Spiel und leider haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“

Marco Friedl, Verteidiger des SV Werder Bremen: „Wir haben über 90 Minuten ein schlechtes Spiel gemacht. Wieder kriegen wir zu Hause nicht das auf den Platz, was wir uns vornehmen, was wir uns unter der Woche erarbeiten. Hinten raus darfst du das Spiel natürlich nicht verlieren. Die Augsburger haben keine Chancen.“

...über das Gegentor: „Wir rücken zu spät raus, und auch vor allem nicht alle zusammen, sondern haben verschiedene Höhen beim Rausrücken. Der Ball kommt hinter Fülle rein, wir müssen dann in der Kette einen Schritt schneller durchschieben, dass wir den Schnittstellenball verteidigen können. Haben wir nicht gemacht, und deswegen stehen wir mit leeren Händen da. Das darf uns nicht passieren.“

Werder Bremen unterliegt dem FC Augsburg und hadert mit der Chancenverwertung - die Stimmen zum Spiel

Rafal Gikiewicz, Torwart des FC Augsburg, über den Zwischenfall mit den Werder-Fans: „So ist Fußball. Die Fans haben mich die gesamte zweite Halbzeit beleidigt und hatten keinen Respekt. Wir sind nur Spieler, da kannst du nicht meine Familie beleidigen oder mich persönlich. Das kann ich nicht akzeptieren.“

...über die Aussagen von Niclas Füllkrug: „Ich glaube Füllkrug muss einfach die Niederlage akzeptieren. Sie hatten vor dem Spiel acht Punkte und haben wohl geglaubt, da kommt Augsburg und sie gewinnen locker mit 4:0. Das ist respektlos. Aus meiner Sicht waren wir klar die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Jetzt können sie reden ohne Ende, das interessiert mich nicht.“

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Werder Bremen wartet weiter auf einen Heimsieg: Die Stimmen zur Niederlage gegen den FC Augsburg

Maximilian Bauer, Verteidiger des FC Augsburg, über den von ihm verschuldeten Handelfmeter: „Was soll ich da machen. In meinen Augen ist es kein Elfmeter, aber zum Glück hat „Giki“ ihn gehalten. Er hat mir gesagt, dass wir das Spiel gewinnen, aber dass es jetzt so läuft und er den Elfmeter hält, ist natürlich der Wahnsinn. Das war ein hochemotionales Spiel, aber ich würde sagen, dass der Sieg verdient war.“

Enrico Maaßen, Trainer des FC Augsburg: „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, das gibt ordentlich Auftrieb und das hat man den Jungs angemerkt. Wir waren von der ersten Sekunde an sehr leidenschaftlich, haben für unsere Verhältnisse sehr oft aufs Tor geschossen. Wir sind viel Risiko gegangen, haben viele Stürmer aufgestellt - aber es hat sich ausgezahlt. Mit dem Elfmeter zum Schluss, das war Wahnsinn. Aus der nahen Distanz denkst du dir: Das gibt es nicht, wieder so eine Entscheidung gegen dich. Aber gegen alle Wiederstände hält der „Giki“ diesen Ball, das gibt Auftrieb.“

...über taktische Umstellungen im Vergleich zu den vorherigen Spielen: „So eine große Umstellung war das nicht. Wir haben gegen den Ball, nur aus einem anderen System, sehr ähnlich gespielt. Es war mit dem Ball ein bisschen anders, aber wir wussten, dass Bremen oft in einem eins-gegen-eins kommen wird und haben die Innenverteidiger sehr breit gezogen, haben alles andere hochgeschoben und das hat ganz gut funktioniert.“

Mit Material von Dazn und Werder.de

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