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Weil der SV Werder Bremen droht, die DFL zu verklagen, hat Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge den Bundesligisten im Polizeikosten-Streit kritisiert. Jetzt rudert der Münchner zurück.

Streit zwischen Werder und dem FC Bayern

Bayern-Chef Rummenigge nach Zoff mit Werder versöhnlich: „Der strahlendste Stern, den Bremen zu bieten hat“

Bremen – Zickzackkurs bei Karl-Heinz Rummenigge: Erst hat der Boss des FC Bayern München Werder Bremen im Streit um die Polizeikosten scharf attackiert, nun springt er dem Konkurrenten pünktlich zum Bundesliga-Duell am Samstag in München zur Seite und hat sich eine neue Zielscheibe ausgesucht.

  • Polizeikosten-Streit: Werder Bremen steht alleine da
  • FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge attackiert Werder
  • Jetzt gibt sich Rummenigge versöhnlich

 „Wir alle haben Verständnis dafür, dass Werder Bremen mit der Situation unglücklich ist. Aber den Fehler hat nicht die DFL gemacht, sondern der Bremer Innensenator. Herr Mäurer hat seinem Heimatclub, der Bundesliga-Gründungsmitglied 1963 war und bis heute möglicherweise der strahlendste Stern ist, den Bremen zu bieten hat, einen Bärendienst erwiesen“, sagte FC Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge der „Sport Bild“. Zugleich forderte er, den Dialog mit den Fans zu intensivieren, „damit es die sogenannten Risiko-Spiele irgendwann gar nicht mehr gibt“.

Streit zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge rudert zurück

Bremen ist bislang das einzige Bundesland, das der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Kosten für zusätzliche Polizeimaßnahmen bei Hochsicherheitsspielen in Rechnung stellt. Die 36 Vereine der beiden deutschen Profiligen hatten in der vergangenen Woche mit deutlicher Mehrheit entschieden, dass diese Kosten allein auf Werder Bremen umgelegt werden sollen. Es geht um eine Gesamtsumme von 2,3 Millionen Euro.

Vor einer Woche hatte Karl-Heinz Rummenigge auf Werders Drohung, gegen die DFL juristisch vorzugehen, noch mit harschen Worten reagiert. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass der SV Werder die DFL sogar verklagen will. Dieser Schritt stellt ein absolutes Novum dar“, sagte der 64-Jährige und weiter: „Es war ja ein fast einstimmiges Votum gegen den Bremer Antrag. Der Solidargedanke war immer eine Stärke der DFL, die Werder auch in dieser Angelegenheit nicht infrage stellen sollte.“ 

Werder Bremen-Chef Marco Bode konterte den Boss des FC Bayern

Der Konter von Werders Aufsichtsratschef Marco Bode kam prompt: „Karl-Heinz Rummenigge und wir haben offensichtlich eine unterschiedliche Auffassung davon, was Solidarität bedeutet. Außerdem ist es nicht unsere Idee, sondern wurde von allen Gerichten festgestellt, dass Werder und die DFL Veranstalter sind. Wir wollen keinen Rechtsstreit mit der Liga, aber es kann nicht sein, dass wir ohne eigenes Verschulden verantwortlich sein sollen!“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 5. Dezember 2019:

Zoff zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern: Bode gegen Rummenigge

Da werden Erinnerungen wach an die große Rivalität zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC Bayern München. Nur wird dieser Streit aktuell nicht auf sportlicher, sondern auf juristischer Ebene ausgetragen – mit Marco Bode und Karl-Heinz Rummenigge in der Hauptrolle.

Es geht um das leidige Thema Polizeikosten bei Hochrisikospielen. Marco Bode, der Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen, reagierte dabei mit deutlichen Worten auf den derben Vorwurf von Karl-Heinz Rummenigge, den Vorstandschef des FC Bayern. Der Münchner hatte Werders Drohung des Rechtsweges nach der Polizeikosten-Abstimmung scharf kritisiert. 

Werder Bremen vs FC Bayern: Marco Bode lässt Rummenigges Kritik nicht unkommentiert

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass der SV Werder die DFL sogar verklagen will. Dieser Schritt stellt ein absolutes Novum dar“, sagte der 64-Jährige und weiter: „Es war ja ein fast einstimmiges Votum gegen den Bremer Antrag. Der Solidargedanke war immer eine Stärke der DFL, die Werder auch in dieser Angelegenheit nicht in Frage stellen sollte.“ 

Der Konter von Bode kam prompt auf der Homepage der Bremer: „Karl-Heinz Rummenigge und wir haben offensichtlich eine unterschiedliche Auffassung davon, was Solidarität bedeutet. Außerdem ist es nicht unsere Idee, sondern wurde von allen Gerichten festgestellt, dass Werder und die DFL Veranstalter sind. Wir wollen keinen Rechtsstreit mit der Liga, aber es kann nicht sein, dass wir ohne eigenes Verschulden verantwortlich sein sollen!“ 

Werder Bremen auf Konfrontationskurs mit dem FC Bayern München

Wie sehr Werder Bremen auf Konfrontation zum FC Bayern geht, zeigt auch die Überschrift über den Text mit Bodes Aussagen auf der Internetseite des Clubs: „Aufsichtsratsvorsitzender Bode kontert Rummenigge-Kritik“. Nur ganz selten gehen die Vereine auf ihren eigenen Kanälen so deutlich gegen Bundesliga-Konkurrenten vor.

Werder hatte der DFL mit juristischen Konsequenzen gedroht, weil der Verein nach einem Beschluss der DFL-Mitgliederversammlung in Zukunft allein für zusätzliche Polizeikosten bei sogenannten Hochrisikospielen im Weserstadion aufkommen soll. Bremen ist bislang das einzige Bundesland, das der DFL die Kosten für zusätzliche Polizeimaßnahmen bei Hochsicherheitsspielen in Rechnung stellt. Die 36 Vereine der beiden deutschen Profiligen entschieden am Dienstag in Neu-Isenburg mehrheitlich, dass diese Kosten allein auf Werder umgelegt werden sollen. (kni)

Zur letzten Meldung vom 3. Dezember 2019:

Rummenigge greift Werder Bremen an: „Kein Verständnis“

Karl-Heinz Rummenigge hat den SV Werder Bremen für die Drohung des Rechtsweges nach der Polizeikosten-Abstimmung kritisiert.

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass der SV Werder Bremen die Deutsche Fußball-Liga jetzt sogar verklagen will. In der 19-jährigen Geschichte der DFL, seit ihrer Gründung im Jahr 2000, stellt dieser Schritt ein absolutes Novum dar“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern München am Dienstag auf dpa-Nachfrage.

„Es war ja ein fast einstimmiges Votum aller anwesenden Vereine der Bundesliga und zweiten Liga gegen den Bremer Antrag. Der Solidargedanke war immer eine Stärke aller Mitglieder der DFL, die Werder Bremen auch in dieser Angelegenheit nicht in Frage stellen sollte“, sagte Rummenigge.

Werder Bremen soll zusätzliche Polizeikosten alleine tragen

Werder Bremen hatte der Deutschen Fußball-Liga mit juristischen Konsequenzen gedroht, weil der Verein nach einem Beschluss der DFL-Mitgliederversammlung in Zukunft allein für zusätzliche Polizeikosten bei sogenannten Hochrisikospielen im Weserstadion aufkommen soll.

Bremen ist bislang das einzige Bundesland, das der DFL die Kosten für zusätzliche Polizeimaßnahmen bei Hochsicherheitsspielen in Rechnung stellt. Die 36 Vereine der beiden deutschen Profiligen entschieden am Dienstag in Neu-Isenburg mehrheitlich, dass diese Kosten allein auf Werder Bremen umgelegt werden sollen. (dpa)

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