Irre! In der neunten Minute der Nachspielzeit verwandelt Niclas Füllkrug einen Elfmeter - 1:1 für Werder Bremen gegen Schalke 04.
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Irre! In der neunten Minute der Nachspielzeit verwandelt Niclas Füllkrug einen Elfmeter - 1:1 für Werder Bremen gegen Schalke 04.

Werder mit Last-Minute-Punkt gegen Schalke

90.+9! Ein glücklicher Elfmeter rettet dem SV Werder Bremen das Remis gegen Schalke 04

Dank eines Elfmeters in der Nachspielzeit hat der SV Werder Bremen noch 1:1 gegen Schalke 04 gespielt. Der Spielbericht der DeichStube* zum ersten Match nach dem Rücktritt von Trainer Markus Anfang.

Bremen – Erst das Trainer-Beben, dann ein geschenkter Elfmeter, der Werder Bremen im Zweitliga-Kracher gegen Schalke 04 wenigstens einen Punkt rettete. Niclas Füllkrug verwandelte in der neunten Minute der Nachspielzeit einen Strafstoß, von dem wahrscheinlich nicht mal die Bremer wissen, weshalb sie ihn zugesprochen bekommen haben, und setzte damit den Schlusspunkt hinter einen in jeder Hinsicht denkwürdigen Tag. Zuvor hatte Simon Terodde die Schalker mit einem Abstauber nach 82 Minuten in Führung gebracht. Damit avancierte er zum alleinigen Rekordtorschützen der 2. Liga. 154 Treffer stehen jetzt auf seinem Konto. Werder blieb zum vierten Mal in Folge ungeschlagen, Schalke gelang immerhin der erste Punktgewinn nach drei Pflichtspielpleiten in Folge.

Vor dem Anpfiff rätselten natürlich alle der 42.100 Zuschauer im ausverkauften Wohninvest Weserstadion, wie die Bremer Mannschaft wohl die Turbulenzen um den plötzlichen und unerwarteten Trainerwechsel verkraften würden. Erst am Samstagmorgen war die Mannschaft von der Geschäftsleitung informiert worden, dass Chefcoach Markus Anfang und sein Assistent Florian Junge wegen Unstimmigkeiten in ihren Impfausweisen und den damit verbundenen Ermittlungen der Staatsanwalt ihren Rücktritt eingereicht hatten. Also übernahmen beim Anschwitzen am Vormittag die Interimslösungen Danijel Zenkovic, bisher Co-Trainer Nummer zwei, und Ex-Profi Christian Brand, bis dato U19-Trainer, das Kommando.

Werder Bremen gegen Schalke 04: Danijel Zenkovic mit Elan ins erste Cheftrainer-Spiel

„Sehr ruhig“ habe die Mannschaft die Nachricht von Anfangs Demission aufgenommen, berichtete Sportchef Frank Baumann – sicher auch, weil jeder nach dem Freitag geahnt hatte, was kommen würde. Baumann: „Es war vielen in der Mannschaft bewusst, dass, wenn an den massiven Vorwürfen etwas dran ist, es mit dem Trainer nicht weitergehen kann.“

Danijel Zenkovic ging die unerwartete Beförderung bei Werder Bremen mit Elan und einer positiven Einstellung an. „Geiles Spiel, geiles Stadion – was willst du mehr? Unser Motto muss sein: Im Chaos musst du Ruhe bewahren“, erklärte er. Zunächst war es von Bremer Seite aber etwas zu viel Ruhe. Im Duell der Bundesliga-Absteiger gehörten den Hausherren zwar die ersten Minuten, doch dann brachte sich das Team mit Fehlern selbst aus dem Tritt. Ömer Toprak, der nach Verletzung sein Startelf-Comeback feierte und einer von vier Neuen in der Startelf war (außerdem Leo Bittencourt, Christian Groß und Felix Agu), grätschte in höchster Not und mit vollem Risiko gegen Marius Bülter (7.), dann flog ein Heber von Simon Terodde (11.) nur knapp am langen Pfosten vorbei.

Werder Bremen gegen Schalke 04: Ömer Toprak verteidigt stark gegen Simon Terodde

In diesen beiden Aktionen hätte Schalke 04 der Partie früh eine für sie positive Richtung geben können. Im Anschluss fand Werder aber wieder besser in die Partie, bediente sich dabei der Taktik, die beim 2:1 in Nürnberg erfolgreich gewesen war: lange Pässe nach vorne und immer drauf auf die zweiten Bälle. Das führte aber lange zu nichts. In der 32. Minute hatten die Fans dennoch den Torschrei schon auf den Lippen: Victor Palsson klärte kurz vor der Linie einen Versuch von Niclas Füllkrug.

Es blieb die beste Torszene der ersten Halbzeit, die ansonsten nur Fouls als Aufreger zu bieten hatte. Und Zenkovic? Der Österreicher blieb seinem Motto weitestgehend treu und verfolgte das Geschehen ungerührt von der Trainerbank. Nur selten stand er auf und war in der Coachingzone unterwegs. Was aber zum Spiel passte. Das Duell, das so sehr nach 1. Liga klingt, bewegte sich knallhart auf Zweitliga-Niveau. Es war zwar intensiv, von den Sitzen hatte es in den ersten 45 Minuten jedoch niemanden gerissen.

Doch dann auf einmal: Konter und Gegenkonter, die volle Ladung Leben. Erst trieb Agu den Ball nach vorne, vermasselte dann aber den entscheidenden Pass und lud Schalke 04 zum Angriff ein (51.). Nur dem erneut vollen Einsatz von Ömer Toprak, dem überragenden Mann im Bremer Team, war es zu verdanken, dass Terodde nicht schon früher zu seinem Rekordtor kam.

Werder Bremen gegen Schalke 04: Niclas Füllkrug kontert per Elfmeter das Tor von Simon Terodde

Insgesamt galt aber: Werder Bremen investierte mehr, hatte nach einer Stunde Spielzeit 57 Prozent Ballbesitz – und durch Füllkrug auch eine weitere Top-Chance. Von Schmid bestens bedient, schoss er mit links und Rückenlage jedoch deutlich drüber. Kurz darauf verfehlte Ducksch mit einem Kopfball das Tor. Von einer Verunsicherung wegen der Trainer-Turbulenzen konnte bei Werder überhaupt nicht die Rede sein. Es war das Bild der vergangenen Spiele, das Werder zeigte: Wille und Engagement waren da, aber vor dem Tor fehlten entweder die Ideen, die Konsequenz oder das Können. Auch ein Ducksch-Freistoß zischte am Tor vorbei (71.).

In den Schlussminuten wurde es dann dramatisch. Zunächst traf Terodde, nachdem Werder-Keeper Jiri Pavlenka einen Distanzschuss in die Mitte abgewehrt hatte. Als das Spiel schon entschieden schien, gab Schiedsrichter Tobias Stieler nach einem vermeintlichen Foul am eingewechselten Roger Assalé und dem Videobeweis einen glücklichen Elfmeter für Werder Bremen - Niclas Füllkrug verwandelte. (csa)

Werder Bremen gegen Schalke 04: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

Der SV Werder Bremen im Live-Ticker gegen den FC Schalke 04: Spiel eins nach dem Aus von Trainer Markus Anfang im Zuge des Impf-Skandals! Alle Tore, News und Infos aus dem Wohninvest Weserstadion - alles live im Liveticker der DeichStube*. Der Endstand ist 1:1.

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22.33 Uhr: Damit verabschiedet sich der Ticker an dieser Stelle. Mehr zum Spiel gibt es in den nächsten Stunden und Tagen Online und in den bekannten Print-Produkten. Wir lesen uns an gleicher Stelle nächsten Samstag zur selben Zeit, wenn die Bremer zum Nordduell in Kiel antreten. Bleibt sportlich und gesund!

22.29 Uhr: Und das Spiel ist aus! Das war die letzte Aktion des Spiels! Füllkrug zeigt sich unbeeindruckt vom Terz um den Strafstoß, ja auch vom Terz um seinen ehemaligen Trainer und verlädt Fraisl. Das Weserstadion flippt aus, ist dieser Treffer immerhin einen Punkt wert! Ein Geschmäckle bleibt zwar, denn das Foul, das zum Elfmeter führte, ist aus unserer Sicht keines. Aber unterm Strich wäre eine Niederlage auch nicht gerecht gewesen, dafür hatte Werder dann doch zu sehr das Heft des Handelns in der eigenen Hand.

90.+9: TOOOOOOOOOR für Werder! Füllkrug trifft! Da ist der späte Ausgleich!!!!!!

90.+8: Grammozis bekommt noch die Gelbe Karte, weil er sich beschwert.

90.+7: ELFMETER FÜR WERDER! Damit haben wir nicht gerechnet, aber so ist es und so ist es gut!

90.+6: Stieler schaut sich die Szene am Bildschirm noch mal an!

90.+4 Min: Ein langer Ball rutscht am langen Pfosten auf Assalé durch, aber der fällt. Die Ostkurve will ein Foul gesehen haben, wir haben unsere Zweifel, da Assalé den Ball wohl mit der Hand mitnimmt.

90.+3 Min: Schalke holt hier geschickt Sekunde um Sekunde raus und hält den Ball vom eigenen Tor fern. Das muss man den Gästen lassen.

90.+1 Min: Pieringer sieht für ein Foul die Gelbe Karte. Tobias Stieler zeigt an: Es werden vier Minuten nachgespielt. Nicht viel Zeit, aber vielleicht reicht es ja....

90. Min: Füllkrug köpft aus 14 Metern aufs Tor, kein Problem aber für Fraisl, der den Ball locker aufnimmt und sich viel Zeit lässt, ihn wieder ins Spiel zu bringen.

88. Min: Beide Teams wechseln: Assalé und Weiser, Agu und Mbom verlassen den Platz. Gleichzeitig geht bei Schalke Aydin, Matriciani kommt.

86. Min: Werder drückt, aber es fehlen die Ideen und die Abschlüsse.

85. Min: Das hatte sich jetzt nicht gerade angedeutet, aber jetzt ist es passiert. Viel Zeit bleibt Werder nicht mehr, um hier noch zumindest zum Ausgleich zu kommen.

82. Min: Da ist es passiert! Zalazar hat Platz und schießt aus 25 Metern. Pavlenka ist überrascht und kann den Ball nur nach vorne abklatschen – genau dorthin, wo der lauernde Terodde steht und per Flugkopfball den Ball unter die Latte schweißt. Werder – Schalke 0:1, und Terodde hat den Torrekord.

79. Min: Jetzt ist auch für Bittencourt Schluss. Er verlässt den Platz und klatscht sich mit Dinkci ab, der ihn ersetzt.

78. Min: Freistoß Schalke aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten, Thiaw steigt höher als alle anderen und köpft aufs von ihm aus lange Eck, aber knapp vorbei. Gelauert hatte Kaminski.

78. Min: Das Spiel hat sich etwas beruhigt, Schalke nutzt das zum Wechsel: Drexler schaut ab jetzt zu, dafür darf Idrizi mitwirken.

73. Min: Bittencourt mit dem nächsten Versuch, nachdem ein Ducksch-Versuch als Querschläger vor den Füßen des Edeltechnikers landet. Der zaubert ihn aber über das Tor.

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Live-Ticker: Werder drückt aufs Führungstor

72. Min: Die Einschläge rücken näher. Vor der Freistoßchance hat Schalke gewechselt: Pieringer und Flick spielen nun mit, Bülter und Latza haben Feierabend.

71. Min: DUUUCKSCH! Knapp, ganz knapp saust der Ball am linken Torwinkel vorbei! Das hätte das 1:0 sein können!

69. Min: Foul an Mbom halblinks, einen Meter vor der Strafraumkante. Gute Position, aber gut genug für ein Tor?

68. Min: Nach einem Eckball schreien alle in Grün-Weiß „Hand!“, aber weder Schiedsrichter Stieler noch der VAR gehen auf diese nett gemeinten Hinweise ein.

64. Min: Aydin war es.

64. Min: Puh! Den Namen des Schützen reichen wir gleich nach, aber fast von der Seitenlinie aus feuert ein Schalker ein Geschoss in Richtung Pavlenka ab, das sich unangenehm auf die Torlatte senkt.

63. Min: Schmid verlässt den Platz, Schönfelder betritt ihn.

63. Min: Mbom treibt den Ball durchs Mittelfeld und wird nicht angegriffen. Er hebt den Kopf, sieht Ducksch und spielt den Angreifer an. Fraisl muss aber nicht eingreifen, da Duckschs Kopfball knapp am langen Pfosten vorbeigeht.

60. Min: Werder wird offensiver, und wieder ist es Romano Schmid, der seine Bewacher mit einer Körperdrehung abschüttelt und dann aus der zweiten Reihe abdrückt. Der Ball landet in der Ostkurve.

58. Min: Füllkrug! Erst setzt sich Schmid links erstklassig durch und zieht die Grundlinie entlang in Richtung Tor. Schmid hebt den Kopf und sieht in der Mitte den freien Füllkrug, den er hoch anspielt – aber die mutige Direktabnahme rauscht mit Schmackes übers Schalker Tor.

55. Min: Agu flankt von der rechten Seite und findet links Ducksch. Der unveränderte Spielstand verrät es: Der Abschluss bleibt ungefährlich.

54. Min: Langer Ball von Pavlenka, Füllkrug verlängert auf Bittencourt, dessen Abschluss im Sechzehner aber an Schalkes Abwehr abprallt.

51. Min: Und wieder Toprak, dieser Mann ist on fire! Erst spielt Agu vorne einen Fehlpass, der lädt Schalke zum Kontern über Terodde ein. Der Torjäger spielt einen Doppelpass mit Bülter und ist bereits an Pavlenka vorbei, bekommt den Ball aber nicht ins Tor gegrätscht, weil der Capitano eine noch bessere Grätsche auspackt! Richtig gute Chance, noch bessere Aktion von Toprak!

50 Min: Terodde taucht links vorm Werder-Tor auf und spitzelt den Ball aus spitzem Winkel aufs Ziel, aber wer steht da? Natürlich Toprak, der sich sein nächstes Fleiß-Sternchen verdient und mit der Brust ins Toraus klärt.

49. Min: Drexler spielt einen Rückpass auf Fraisl nicht ganz sauber, aber der Schalke-Tormann klärt etwas wackelig vor dem heranrauschenden Füllkrug.

48. Min: Bittencourt fängt einen Fehlpass auf und holt eine Ecke raus. Kapital schlägt Bremen daraus allerdings nicht.

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Live-Ticker: Die zweite Halbzeit läuft

46. Min: Anpfiff zur zweiten Hälfte. Werder spielt jetzt auf die Ostkurve.

21.35 Uhr: Palsson hat gut gespielt, ist aber vom Platzverweis bedroht. Für ihn kommt Salazar.

21.34 Uhr: So, wir sind frisch gestärkt, ihr und die Spieler hoffentlich auch. Letztere sind wieder auf dem Platz, die zweite Halbzeit geht demnach gleich los.

21.20 Uhr: Wie erwähnt befinden wir uns ab jetzt für 15 Minuten in der Halbzeitpause. Werder hat in Summe den ganz, ganz leichten spielerischen Vorteil, in Chancen schlägt sich das aber nicht wirklich nieder. Beide hatten davon jeweils nur eine: Zunächst scheitert Terodde mit einem Heber nur ganz knapp, später kratzt Palsson einen Füllkrug-Schuss von der Linie. Die zweite Halbzeit hält sicherlich mehr Torszenen für uns bereit!

45.+3 Min: Zum Pausenpfiff noch ein Torabschuss von Anthony Jung aus der zweiten Reihe. Da Bittencourt ihn aber ein wenig irritiert, gerät sein Flachschuss aus 20 Metern nicht sonderlich gefährlich.

45.+1 Min: Schmid und Ducksch versuchen es diesmal links im Zusammenspiel, aber Ducksch verliert den Ball aus den Augen und legt ihn deshalb unabsichtlich ins Toraus.

44. Min: Bittencourt dribbelt die Schalke-Abwehr erneut an und versucht es mit einem Solo, aber bleibt wieder hängen.

40. Min: Jetzt ist hier wieder ein bisschen Aufregung: Bittencourt dreht sich im Strafraum um Aydin und fällt, einen Elfmeter haben aber weder wir noch Schiedsrichter Stieler gesehen. Im darauffolgenden Schalker Konter springt der eben noch gelobte Palsson rabiat in den Zweikampf mit dem ebenfalls gelobten Toprak und trifft ihn am Fuß. Stieler belässt es bei Gelb für Palsson. Das kann man so geben.

39. Min: Das Spiel findet vor allem im Mittelfeld statt. Das liegt mitunter an Toprak und Palsson, die hinten alles löschen, bevor es überhaupt brenzlig werden kann.

36. Min: Schmid sucht in der Mitte Bittencourt, doch der verpasst den leicht abgefälschten Kurzpass knapp.

33. Min: Latza hat in der vorangegangenen Szene übrigens eine Gelbe Karte nach einem Foul an Bittencourt gesehen. Kleiner Nachtrag.

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Live-Ticker: Simon Terodde und Niclas Füllkrug verpassen knapp

32. Min: Jetzt ist hier was los! Erst fliegen der Werder-Abwehr zwei Bälle um die Ohren, dann läuft der Bremer Konter. Schmid hebt den Ball auf Ducksch, der den Ball nach innen stolpert. Dort spitzelt Füllkrug den Ball aufs Tor, aber Palsson rettet auf der Linie! Erste richtig gute Chance von Werder!

30. Min: Auffällig bei Werder sind die vielen langen Bälle auf die durchstartenden Flügelspieler, insbesondere Agu. Auch Füllkrug wird vorne als Zielspieler gerne gesucht, nur nicht gefunden.

28. Min: Szenenapplaus für Schmid, der einen Ball mit vollem Körpereinsatz im Mittelfeld erkämpft.

27. Min: So ist es. Beide sind nach kurzer Behandlungspause wieder auf dem Platz.

26. Min: Es passiert gerade nicht viel. Agu und Drexler liegen auf dem Boden, nachdem beide ungebremst zusammengeprallt sind. Beide werden behandelt. Aus der Ferne sieht es allerdings nicht dramatisch aus.

21. Min: Der wird nicht ungefährlich! Schmid schlägt den Freistoß in den Sechzehner, wo er von Schalkes unsortierter Abwehr vor die Füße von Christian Groß fällt. Der ist aber etwas überrascht und setzt den Ball deutlich drüber.

20. Min: Freistoß für Werder nach Foul von Aydin an Bittencourt. Der Schalker sieht dafür die erste Gelbe Karte der Partie.

18. Min: Ducksch lässt einen Ball klasse durch auf Agu. Der Flügelflitzer hat rechts viel Platz, nutzt diesen aber zu einer viel zu weiten Flanke, mit der niemand etwas anfangen kann.

16. Min: Ömer Toprak klärt einen an Terodde adressierten langen Ball mit dem Kopf zur Ecke. Die landet wieder bei Toprak, diesmal schlägt er die Kugel ins Seitenaus.

15. Min: Schalke hat hier ein wenig mehr vom Heft des Handelns in den Händen, ohne dabei überlegen zu sein. Dafür ist das Spiel aber auch noch sehr jung.

11. Min: Puh! Terodde steht am rechten Sechzehnereck und sieht, dass Pavlenka etwas zu weit vor dem Kasten steht. Sein Heber geht nur knapp neben das Tor. Das war die erste richtig dicke Chance des Spiels!

9. Min: Agu will einen hohen Ball zu Pavlenko zurückköpfen, doch der Ball gerät etwas zu scharf und geht ins Toraus. Die Ecke zum Glück bleibt ungefährlich.

7. Min: Toprak! Nach einem Fehler von Mbom startet Bülter durch und dringt in den Werder-Sechzehner ein. Toprak ist am Mann und entschärft den Ball mit einer perfekten Grätsche am Mann!

6. Min: Bittencourt verlängert einen langen Ball mit dem Kopf auf den durchgestarteten Ducksch, der bleibt aber im Strafraum hängen.

5. Min: Bittencourt erkämpft sich in der Mitte den Ball und legt links raus auf Ducksch. Ducksch spielt quer und in den Rücken der Abwehr, wo Mbom angerauscht kommt, aber im letzten Moment fair abgegrätscht wird. Gute Szene!

3. Min: Bittencourt dribbelt mit Mumm von links in den Strafraum, bleibt am dritten Schalkter Verteidiger hängen. Jung setzt nach, foult allerdings.

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Live-Ticker: Der Ball rollt

2. Min: Werder natürlich in grünen Trikots, die von Schalke sind weiß. Die Gastgeber haben ihre Ostkurve zunächst im Rücken.

1. Min: Anpfiff! Das Spiel läuft!

20.29 Uhr: Das Stadion ist pickepackevoll, die Ostkurve zeigt eine beeindruckende Choreographie und die Teams stehen bereit. In wenigen Sekunden ist Anpfiff, wir sind heiß!

20.20 Uhr: Es ist zudem das Duell zweier Zweitliga-Torjäger: Marvin Ducksch (56 Tore) muss sich bis zur Marke von Schalkes Simon Terodde (153 Tore) noch ein wenig strecken. Trifft Terodde heute, überholt er Dieter Schatzschneider und wird zum alleinigen Rekord-Torjäger in der Geschichte der 2. Bundesliga. Er darf gerne noch ein bisschen auf diesen Titel warten...

20.13 Uhr: An dieser Stelle werfen wir einen Blick auf die Unparteiischen. Mit Tobias Stieler hat heute ein sehr erfahrener Mann die Spielleitung inne. 13-mal pfiff er dabei den SV Werder, nur drei dieser Spiele gewannen die Bremer. Ihm assistieren Marcel Unger und Konrad Oldhafer, Vierter Offizieller ist Tim-Julian Skorczyk, der VAR heißt Christian Dingert.

20.07 Uhr: Werder-Sportchef Frank Baumann beschwört im TV-Interview die Unschuldsvermutung und möchte keine persönliche Bewertung der Ereignisse rund um Markus Anfang abgeben. Jedoch verurteile er die Fälschung von Impfdokumenten im Allgemeinen „aufs Schärfste“. Er betont zum Schluss: „Wir versuchen, uns auf den Fußball zu konzentrieren.“

20.00 Uhr: Eine erfreuliche Nachricht aus der Landeshauptstadt Niedersachsens: Die Werder-U23 gewinnt mit 2:1 bei Hannover 96 II. Ein gutes Omen?

19.58 Uhr: Sollte Werder heute mit 3:0 gewinnen, wären beide Teams punkt- und torgleich. Dann würde der direkte Vergleich dafür sorgen, dass Werder sich auf Platz 7 vorschiebt.

19.55 Uhr: Drei Spiele ist Werder in der 2. Bundesliga mittlerweile auch wieder ungeschlagen, holte dabei jedoch nur fünf Punkte. Bei den Schalkern hingegen lief es in den letzten Spielen richtig schlecht: Auf das 0:1 im Pokal gegen bei Drittligist 1860 München folgten in der Liga Niederlagen in Heidenheim (0:1) und gegen Darmstadt (2:4). Die Gäste stehen also ziemlich unter Druck.

19.50 Uhr: Und auch das soll nicht unerwähnt bleiben: Von den letzten drei Spielen gewann Werder zwei, das dritte (und jüngste) Duell endete mit einem 1:1-Unentschieden in genau diesem Stadion.

19.46 Uhr: Ein wenig Älter ist die Historie der Begegnungen beider Vereine. Es ist das bereits 113. Aufeinandertreffen. Und dennoch ist es eine Premiere: Zum ersten Mal begegnen sich beide in der 2. Bundesliga. Hoffentlich nach dem Rückspiel im nächsten Jahr zum letzten Mal, danach dann gerne wieder im Oberhaus. Die Bilanz ist recht ausgeglichen: 47-Werder Siege, 44-mal gewannen die Knappen, 21 Begegnungen endeten mit einem Unentschieden.

19.44 Uhr: Einer dürfte aber heute ganz besonders brennen: Fabio Chiarodia. Der Werder-Youngster könnte steht erstmals im Spieltagskader und könnte unter Umständen sein Profi-Debüt feiern – mit gerade einmal 16 Jahren!

19.40 Uhr: Die Gäste aus Gelsenkirchen schicken natürlich auch Personal ins Rennen. Trainer Dimitrios Grammozis setzt auf Fraisl – Thiaw, Itakura, Kaminski – Aydin, Drexler, Palsson, Latza, Ouwejan – Terodde, Bülter. Dahinter scharren Fährmann (ET), Matriciani, Wouters, Flick, Idrizi, Ranftl, Rzatkowski, Zalazar und Pieringer mit den Hufen und brennen auf einen Einsatz vor toller Kulisse!

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Live-Ticker: Die Aufstellungen sind da

19.34 Uhr: Verglichen mit dem 2:1-Sieg in Nürnberg vor vier bedeutet das Veränderungen auf gleich vier Positionen: Für Friedl, Veljkovic, Weiser und Rapp spielen Toprak, Groß, Agu und Bittencourt. Auf der Bank nehmen vorerst Platz Zetterer (ET), Weiser, Assalé, Schönfelder, Mai, Straudi, Chiarodia, Dinkci und Schmidt.

19.30 Uhr: Die Aufstellungen sind da! Werder startet mit folgendem Personal: Pavlenka – Toprak, Groß, Jung – Schmid, Bittencourt, Gruev, Mbom, Agu – Ducksch, Füllkrug.

19.26 Uhr: Das Weserstadion füllt sich langsam. Das Duell der beiden Traditionsteams zur besten Sendezeit will sich natürlich, trotz aller Widrigkeiten, niemand entgehen lassen. 42.000 Zuschauer werden heute da sein, das bedeutet zum zweiten Mal in der Saison: ausverkauft!

19.16 Uhr: Moin, Moin aus der guten Deichstube! Am Ende eines aus Werder-Sicht turbulenten Tages steht natürlich noch das Duell gegen den FC Schalke 04 an. Glück auf an dieser Stelle an alle, die aus dem tiefsten Westen mitlesen. Wir konzentrieren uns hier natürlich weitestgehend aufs Sportliche. Die Aufstellungen dürften in etwa zehn Minuten vorliegen. Wir sind gespannt, welchen elf Spielern Danijel Zenkovic heute das Vertrauen schenken wird.

Bremen - Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Liveticker: Alle Tore, News und Infos vom ersten Spiel nach dem Aus von Trainer Markus Anfang - alles live! Danijel Zenkovic steht heute als Interims-Coach an der Seitenlinie, wenn das Top-Spiel der 2. Bundesliga um 20.30 Uhr im Wohninvest Weserstadion angepfiffen wird. Der Live-Ticker startet hier gegen 19.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften.

Werder Bremen gegen Schalke 04 - der Vorbericht:

Werder Bremen gegen Schalke 04 - fast fühlt es sich wie früher an

Duell der Bundesliga-Absteiger! Der SV Werder Bremen empfängt am Samstag (20.30 Uhr) den FC Schalke 04 im Wohninvest Weserstadion zum Kracher-Duell der 2. Liga. Der Vorbericht der DeichStube*.

Bremen – Wann genau das Gefühl am Samstagabend einsetzen wird, dürfte von Fall zu Fall höchst unterschiedlich sein. Empfinden werden es aber viele Fans. So viel ist sicher. Vielleicht schon auf dem Weg ins Stadion. Oder etwas später, bei Bratwurst und Bier. Womöglich auch erst dann, wenn unter gleißendem Flutlicht der Anpfiff ertönt. SV Werder Bremen gegen den FC Schalke 04, im ausverkauften, im brodelnden und erwartungsfrohen Weserstadion – das ist natürlich in erster Linie ein Fußballspiel, klar. Aber es ist vom Setting her auch eine Zeitreise. Zurück in eine Vergangenheit, in der es beiden Clubs so viel besser ging. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 104 Bundesligaduelle verbinden Werder und Schalke, nur sechs Paarungen gab es öfter. Nun also das erste Aufeinandertreffen im Unterhaus, bei dem das Etikett „2. Liga“ wie ein Fremdkörper wirkt.

„Ja, es wird ein ganz besonderes Spiel“, betont Werders Trainer Markus Anfang, der der Fußballromantik aber nicht mehr einräumt als genau diesen einen Satz. Was verständlich ist. Schließlich steht für seine Mannschaft sportlich enorm viel auf dem Spiel.
Nach dem späten und entsprechend euphorisch bejubelten 2:1-Erfolg in Nürnberg möchte Werder Bremen nun mehr, möchte aus einem zarten Aufschwung eine Siegesserie machen. „Ich habe das Gefühl, dass die Jungs jetzt nachlegen wollen“, berichtet Anfang, der die beiden vorangegangenen Unentschieden gegen Sandhausen (2:2) und St. Pauli (1:1) gemeinsam mit dem Nürnberg-Spiel zu einem „positiven Trend“ vermengt, „der uns gegen Schalke 04 Rückenwind geben kann“.

Werder Bremen gegen Schalke 04 - Markus Anfang: „Diese Chance müssen wir jetzt nutzen“

Bei einem Heimsieg würde Werder Bremen nach Punkten mit dem Gegner gleichziehen, was einerseits starke Signalwirkung hätte, andererseits aber auch tabellarisch einen großen Schritt nach oben bedeuten würde – quasi eine Position im Windschatten des Aufstiegsrennens. Markus Anfang hatte bereits zu Wochenbeginn erklärt: „Für uns ist es wichtig, mal ein paar Wochen hintereinander immer in die Punkte zu kommen. Diese Chance haben wir jetzt, und wir müssen sie nutzen.“ Gegen eine Schalker Mannschaft, die zuletzt einige Probleme hatte, die – ähnlich wie auch Werder schon – erfahren musste, dass die 2. Liga richtig dreckig sein kann.

„Die Schalker wissen auch, dass die Saison kein Selbstläufer wird“, sagt Anfang über den Gegner, der zuletzt zwei Mal in Folge in der Liga verloren hat (0:1 in Heidenheim und 2:4 gegen Darmstadt) und davor gegen Drittligist 1860 München aus dem DFB-Pokal geflogen war. Drei dicke Kratzer im Königsblau, denen Werder Bremen selbstredend liebend gerne eine vierten hinzufügen möchte. Die Anfangs Respekt vor Schalke 04 aber kein bisschen kleiner gemacht haben.

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04: „Da kommt ein Kaliber auf uns zu“

„Da kommt ein Kaliber auf uns zu“, sagt der Trainer und setzt, wie zum Beleg seiner Einschätzung, zur großen Aufzählung an: Terodde, Latza, Zalazar, Bülter, Drexler, Palsson. Alle vor dieser Saison nach Gelsenkirchen gekommen, und alle „richtig gute Spieler“, wie Anfang festhält. Der 47-Jährige sieht auf Seiten der Schalker „einen Riesenvorteil im Vergleich zu Werder, weil der Verein schon sehr früh für die 2. Liga planen konnte“. Zur Erinnerung: Während der Bremer Abstieg erst am letzten Spieltag amtlich war, hatte es den FC Schalke 04 bereits am 30. endgültig erwischt, nachdem der Verein zuvor schon viele Wochen lang als nicht mehr zu retten galt. Das frühe Scheitern als Starthilfe für die 2. Liga? Von der Hand zu weisen ist die These freilich nicht. Als beispielsweise Teroddes Wechsel zu Schalke Anfang Mai durchsickerte, träumte Werder Bremen unter Trainer Florian Kohfeldt noch von der Rettung in den letzten drei Spielen der Saison. Vergeblich.

In Bremen dauerte es in der Folge länger, sehr viel länger, ehe der Kader Konturen annahm, letztlich fertiggestellt war und sich eingespielt hatte. Nun, so die Hoffnung der Verantwortlichen, könnte die wahre Stärke der Mannschaft allmählich sichtbar werden. Einen viel besseren Gegner als Mit-Absteiger Schalke 04 gibt es derzeit wohl nicht, um das eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Am Samstagabend. Unter Flutlicht. In einem Weserstadion, das seine nostalgische Zeitreise liebend gerne mit einem Zweitliga-Heimsieg in den Gegenwart beenden würde. (dco) So seht ihr das Zweitliga-Spitzenspiel Werder Bremen gegen Schalke 04 live im TV! Lest auch: Werder Bremens Coach unter Verdacht: Das stimmt angeblich nicht mit Markus Anfangs Impfnachweis! *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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