Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch zeigten im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli einige gute Ansätze - wie bei der Co-Produktion zum Führungstor.
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Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch zeigten im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli einige gute Ansätze - wie bei der Co-Produktion zum Führungstor.

Bei Werders Remis gegen den FC St. Pauli

Werder Bremens Doppel-Spitze Füllkrug/Ducksch liefert ab, aber Trainer Anfang will noch mehr

Bremen – Nein, nein – als totale Neuerung wollte Markus Anfang diesen Doppel-Sturm beim SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli dann wirklich nicht durchgehen lassen. Schließlich hätten Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug schon mehrfach gemeinsam für den SV Werder Bremen auf dem Platz gestanden. Allerdings noch nie von Beginn an, sondern nur nach Einwechslung von Füllkrug. Also war es ein großes Thema nach dem 1:1, zumal die Kombination Füllkrug auf Ducksch für das einzige Bremer Tor in diesem Nordderby gesorgt hatte. Aus Sicht von Anfang wäre aber durchaus noch mehr drin gewesen. Vielleicht verzichtete der Coach auch deshalb auf große Lobeshymnen und ließ offen, ob die Doppel-Spitze am Freitag in Nürnberg erneut ran darf. 

„Ich glaube, dass es heute schon ganz ordentlich war. Wenn wir uns noch ein bisschen besser einspielen, dann haben wir glaube ich viele Möglichkeiten“, sprach sich Niclas Füllkrug schon einmal für eine Verlängerung der neuen Sturm-Regelung aus. Der 28-Jährige hatte in den vergangenen Wochen für viel Aufsehen gesorgt. Erst beklagte er seine Situation als Joker, dann sah er sich als Verlierer der bisherigen Saison und schließlich attackierte er nach der 0:3-Klatsche in Darmstadt auch noch den Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz mit deutlichen Worten. Für den Kabinen-Zoff wurde er bei Werder Bremen für drei Tage suspendiert. „Ich habe da leider eine Grenze überschritten, das war so nicht in Ordnung“, äußerte sich Füllkrug nach dem Pauli-Spiel erstmals fernab von den Vereinsmedien öffentlich bei Sky zu dem Vorfall. Er habe damit nicht unbedingt ein Zeichen setzen wollen, so Füllkrug, „aber Reibereien sind nicht immer schlecht“.

(Lest auch: Mit Mitchell Weiser? Werder Bremens Startelf-Aufstellung gegen den 1. FC Nürnberg!)

Werder Bremen mit Doppel-Spitze gegen St. Pauli: Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug harmonieren schon ganz gut

Für ihn jedenfalls nicht. Im Spiel nach dem Zoff erzielte Füllkrug seinen ersten Saisontreffer und damit den späten Ausgleich beim 2:2 in Sandhausen. Gegen den FC St. Pauli durfte er dann erstmals seit zwei Monaten von Beginn an ran, trug dabei sogar die Kapitänsbinde und legte das 1:0 für Marvin Ducksch auf. Über diese Vorarbeit musste sich Coach Anfang schon ein bisschen wundern: „,Fülle‘ ist mehr der Kopfballspieler, der Bälle verlängern kann. Und Marvin ist mehr der Spieler, der dieses Fußballerische hat. Eigentlich hätte Marvin den Ball auf ,Fülle‘ spielen müssen.“

Hat er ja gemacht – und zwar schon nach acht Minuten mit einem schnell ausgeführten Freistoß. Doch Niclas Füllkrug lupfte den Ball neben das Gehäuse. Dass die beiden Stürmer gut harmonieren können, zeigte sich also nicht nur beim Tor. Immer wieder blitzte dabei auch ihre individuelle Klasse auf, die Werder Bremen gerade bei der jungen Mannschaft dringend benötigt.

Werder Bremen-Trainer Markus Anfang hatte mit der Doppel-Spitze nicht nur mehr Torgefahr im Sinn

Bei der Doppel-Spitze hatte Anfang allerdings nicht nur mehr Torgefahr im Sinn, sondern fast noch mehr die Absicherung des eigenen Tores. „Wir wollten einfacher spielen, weil wir viele individuelle Fehler im Spielaufbau hatten und immer wieder den Gegner zu Torchancen eingeladen haben. Diese Zonen wollten wir überspielen, dafür braucht man zwei Stürmer“, erklärte der Coach des SV Werder Bremen. Damit war das Startelf-Sturmduo Ducksch/Füllkrug aber immer noch nicht geboren, erst musste noch auf Dreierkette umgestellt werden, wie Anfang betonte.

Die wurde von Anthony Jung, Marco Friedl und Milos Veljkovic gebildet, wenngleich Felix Agu auf der rechten Seiten zuweilen schon wie ein viertes Glied agierte, sich dabei aber nur zu tief hinten reindrücken ließ. Über weite Strecken lief es mit Dreierkette und Doppel-Spitze ganz ordentlich. „Zwei torgefährliche Spieler vorne drin zu haben, schadet, glaube ich, nie“, meinte Mittelfeldspieler Manuel Mbom. Sein Coach ist dagegen noch etwas vorsichtiger: „Wir hätten mehr daraus machen können. Insgesamt haben die beiden das aber gut gemacht.“ (kni) Lest auch: Werder Bremen und St. Pauli: Gemeinsame Party nach Remis! Und: Verfolgt das Zweitliga-Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg im Live-Ticker der DeichStube!

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